ROUSSE/GIURGIU Mehrere deutsche Hochschulen haben ein grenzüberschreitendes Universitätsprojekt begonnen, das die Regionalisierung Bulgariens und Rumäniens forciert. Das ,,Interuniversitäre Europazentrum" der deutschen Initiatoren wurde in die bulgarisch-rumänische Grenzlandschaft implantiert (Rousse/Giurgiu) und soll Verwaltungsnachwuchs aus Südosteuropa anziehen. Ausbildungssprache ist weder rumänisch noch bulgarisch, sondern deutsch. Ein Viertel der Studienzeit wird in Deutschland absolviert, die Lehrpläne werden von deutschen Hochschulen gestaltet. ex.klusiv
HEIDELBERG Der größte deutsche Zementhersteller HeidelbergCement will die Mehrheit an der rumänischen Romcif Fieni übernehmen und damit auch dort zum Marktführer aufsteigen. Der Konzern hat bereits eine führende Markstellung als größter Investor im Baustoffbereich in Südosteuropa. ex.klusiv
KONSTANZA/BUKAREST Die deutsche Politik der völkischen ,,Neuordnung" Südosteuropas wird nun auch von der rumänischen Regierung aufgegriffen. Der rumänische Präsident Iliescu erklärte, der rumänische Staat habe ,,günstige Bedingungen" für die ,,nationalen Minderheiten" in Rumänien geschaffen, deshalb müssten die anderen Staaten der Region dem ,,Rumänentum" entsprechende Vergünstigungen gewähren. ex.klusiv
BERLIN Die deutsche Außenpolitik baut ihren Einfluss in Rumänien aus. Die rumänische Regierung, die nach Angaben des Auswärtigen Amtes besonderen Wert auf deutsche Fürsprache legt, erhält als ,,Geschenk"einen deutschen Diplomaten, der als Berater in Sicherheitsfragen tätig sein wird. Ein Parlamentsabgeordneter der ,,deutschen Minderheit"in Rumänien ist als rumänischer Botschafter in Berlin vorgeschlagen worden. ex.klusiv
BUKAREST (Eigener Bericht) Mehrere deutsche Stiftungen verstärken ihre Kooperationsanstrengungen in Südosteuropa, um ein Netzwerk regionaler Wissenschaftsinformanten und politischer Zuträger heranzuziehen. Dabei arbeitet die an führender Stelle tätige Humboldt-Stiftung mit der privatwirtschaftlich orientierten Thyssen-Stiftung Hand in Hand. Die Südosteuropa-Programme beider Organisationen werden vom Auswärtigen Amt gefördert. ex.klusiv