Die Tochterfirma Airbus des deutsch-französischen Rüstungskonzern EADS hat beim Besuch von Frankreichs Ministerpräsident Raffarin in der Volksrepublik China neue und bereits bekannte Verträge für 30 Flugzeuge in Höhe von rund 2,5 Milliarden Euro unterzeichnet. ex.klusiv
NÜRNBERG (Eigener Bericht) Mit der Übernahme eines britischen Konkurrenzunternehmens setzt die Nürnberger ,,Gesellschaft für Konsumforschung"(GfK AG) ihre weltweite Expansion fort. Die Strategie des Marktforschungsunternehmens zielt insbesondere auf die USA, Großbritannien, Asien und Lateinamerika. Die 1935 auf Initiative der IG Farbenindustrie AG gegründete GfK ist mittlerweile in mehr als 60 Ländern der Erde aktiv und kontrolliert mehr als 120 Firmen. ex.klusiv
VATIKANSTADT/MÜNCHEN (Eigener Bericht) Das neue Oberhaupt der katholischen Kirche preist Europa als ,,christliche(s) Abendland"und sieht an den Quellen der heutigen EU eine ,,gemeinsame Reichsidee"wirken. Erneuerer dieser Idee sei der in Aachen residierende ,,Karl der Große"gewesen, dem in der Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer folgte, verkündet der Heilige Vater. Dem aus Bayern stammenden Papst wird von zahlreichen Deutschen zugearbeitet, die ,,Schlüsselbehörden der Kurie"besetzen. Wegen des germanozentrischen Papsttums und seiner offenkundigen Nähe zu ultranationalistischen Kreisen kommt es zu besorgten Nachfragen katholischer Laien und internationaler Kritiker. Sie verweisen auf die Lebensgeschichte des neuen Kirchenoberhaupts. Joseph Ratzinger war als deutscher Flakhelfer für den NS-Rüstungsbetrieb BMW (Bayerische Motorenwerke) tätig, nahm Besatzungsaufgaben in Ungarn wahr und wurde später des ,,theologischen Antisemitismus"verdächtigt. Prominente Berliner Politiker rufen ihre Landsleute dazu auf, für den deutschen Papst ,,Stolz"zu empfinden. ex.klusiv
BERLIN/KIEW/BAKU (Eigener Bericht) Berliner think tanks debattieren über die ,,Zukunft des postsowjetischen Raums" und mögliche neue Umstürze in weiteren GUS-Staaten. Wie es bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) heißt, berühren bereits die jüngsten Machtwechsel in der Ukraine und in Kirgistan wichtige Teile des russischen Bündnissystems (u.a. den ,,Einheitlichen Wirtschaftsraum" und die ,,Shanghai Cooperation Organisation") und könnten es schwer beschädigen. Auf einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) hieß es, selbst der GUS-Zusammenschluss sei praktisch bereits ,,tot". Während die neue ukrainische Regierung sich anschickt, eine deutschen Planungen zuträgliche Bündnisalternative zur GUS ohne Russland aufzubauen (GUUAM), erreichen die Umsturzdrohungen a la Kiew inzwischen Moskau. ex.klusiv
BERLIN/SEOUL/BEIJING (Eigener Bericht) Nach dem Besuch des südkoreanischen Staatspräsidenten in Berlin wird die Beteiligung Deutschlands und anderer EU-Mitglieder an der Konfliktklärung in Ostasien wahrscheinlicher. Roh Moo-Hyun hatte vorgeschlagen, die Europäische Union in die ,,sicherheitspolitischen Auseinandersetzungen"einzubeziehen, die Korea, aber auch China und Japan betreffen. Damit entsprach der Besucher Forderungen Berlins. Die Einflussnahme soll demnach über einen ,,permanenten multilateralen Dialogprozess in Nordostasien"erfolgen, der nach KSZE-Vorbild verlaufen könne. Dies hatte das deutsche Parlament im vergangenen Jahr empfohlen. Der angebliche Dialogprozess involviert Berlin in geostrategische Aufmarschpläne für den ,,Großen Krieg". ex.klusiv
PRAHA/USTI NAD LABEM (Eigener Bericht) Das Europäische Parlament soll anlässlich des 60. Jahrestages der Kapitulation Nazideutschlands einen Schlussstrich ziehen und ,,die Schuld an der Vergangenheit endgültig der Vergangenheit"überantworten. Dies fordern Politiker, Bischöfe und Publizisten aus mehreren europäischen Staaten, darunter der außenpolitische Sprecher der Berliner Opposition, in einem Offenen Brief. Das Schreiben, das von mehreren Prager Intellektuellen initiiert worden sein soll, reiht sich ein in die unablässigen Versuche, die deutsche Bewertung des unmittelbaren Nachkriegsgeschehens ( ,,Vertreibung") europaweit durchzusetzen. Unterdessen hat die Stadt Usti nad Labem, die sich von der Errichtung eines ,,Museums der Deutschen in Böhmen"wirtschaftliche Vorteile erhofft, die Aufstellung einer Gedenktafel für ,,Sudetendeutsche"beschlossen, die während der Befreiung ums Leben kamen. ex.klusiv
BONN/BELGRAD (Eigener Bericht) Deutsche Juristen sind gegenwärtig in mehreren Staaten Ost- und Südosteuropas als ,,Berater"der dortigen Justiz tätig. Sie sollen die Anpassung nationalen Rechtes an die europäische Gesetzgebung vorantreiben. Die Kooperation sichert Deutschland Einfluss auf die nationalen Rechtssysteme der entsprechenden Staaten. Bedeutende Organisationen der deutschen Wirtschaft fordern darüber hinaus, dass Berlin auch das EU-Recht noch ,,stärker mitgestalten"müsse, um seine ökonomischen Interessen durchzusetzen. Damit erhielte die deutsche Wirtschaft strukturelle Vorteile gegenüber der Konkurrenz aus anderen Staaten. Auch bei der Einwerbung von Investitionen wirbt Berlin mit dem ,,Standortvorteil Recht". Das deutsche Rechtssystem böte insbesondere gegenüber dem US-Recht erhebliche Vorteile für Investitionen und wirtschaftliches Engagement, behauptet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). ex.klusiv
WOLFSBURG/BERLIN/BUENOS AIRES (Eigener Bericht) Nach umfangreichen Wirtschaftsgesprächen reisen am heutigen Samstag der Staatspräsident Nestor Kirchner und mehrere Regierungsmitglieder Argentiniens aus Deutschland ab. Buenos Aires befindet sich wegen umstrittener Umschuldungsmaßnahmen im Streit mit dem IWF sowie mit deutschen Gläubigern und sucht die Rückendeckung der Bundesregierung. Berlin wiederum will den deutschen Wirtschaftseinfluss in Argentinien u.a. gegen die Volksrepublik China behaupten, die Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe in dem südamerikanischen Land angekündigt hat, und wünscht Gefälligkeiten seitens der argentinischen Regierung. Wie das Bundespresseamt auf Anfrage bestätigt, will Kanzler Schröder Ende 2005 eine Reise durch mehrere Staaten Lateinamerikas antreten. Der argentinische Staatspräsident hat am gestrigen Freitag die notwendige offizielle Einladung für sein Land ausgesprochen. ex.klusiv






