Waffen für die Emirate
Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate bauen ihre Rüstungskooperation aus. Die Emirate binden sich immer enger an Israel und beliefern eine genozidale Miliz im Sudan mit Waffen.
BERLIN/ABU DHABI (Eigener Bericht) – Die Bundesrepublik weitet die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten aus und stärkt auch die Rüstungskooperation – trotz der Waffenlieferungen der Emirate an eine genozidale Miliz im Sudan. Wie vergangene Woche beim Besuch des emiratischen Präsidenten Muhammad bin Zayed al Nahyan in Berlin bekannt wurde, wollen emiratische Unternehmen rund 40 Milliarden Euro in Deutschland investieren und dabei nicht nur mit Energiekonzernen kooperieren, sondern auch High-Tech-Rechenzentren errichten. Zudem ist eine Kooperation etwa beim Bau von Drohnen und in der Drohnenabwehr geplant. Die Intensivierung der Zusammenarbeit ist geostrategisch von Bedeutung, da die Emirate in den vergangenen Jahren immer schärfer in Konflikt mit Saudi-Arabien geraten sind und sich zugleich immer stärker Israel angenähert haben. Im Irankrieg flogen sie zeitweise eigene Luftangriffe auf das Nachbarland und verteidigten sich unter anderem mit israelischen Abwehrsystemen. Im Sudan haben sie die Rapid Support Forces, die Zehntausende Schwarze aus rassistischen Motiven ermordet haben, mit Waffen versorgt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erklärt zu der Kooperation, man müsse „nicht in allem einer Meinung sein“.

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