Imperial overstretch
BERLIN/WASHINGTON (Eigener Bericht) Die neue US-Administration will den gleichberechtigten Einzug der Bundesrepublik in den UN-Sicherheitsrat weiter verhindern und macht Kompromisse von deutschen Zuzahlungen bei der internationalen Kriegführung abhängig. Wie US-Außenminister Powell formuliert, handele es sich bei Berlin um einen ,,selbsternannten"UN-Anwärter, der nur bei weiteren Gegenleistungen im Irak, in Afghanistan und auf dem Balkan in Betracht gezogen werden könne. Offiziöse Institutionen der Berliner Außenpolitik raten zur Annahme des Angebots, das als Geschäft auf Gegenseitigkeit betrachtet wird. Um die strittige Teilung der Kriegskosten in ,,globalem"Maßstab zu diskutieren, dient sich das ,,Centrum für angewandte Politikforschung"(CAP) als Organisatorin eines ,,Treffen(s) der wichtigsten Akteure aus Politik und Think Tanks (...) abseits der Medienöffentlichkeit"an.

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