Die Schenker-Verbrechen (II)

Schenker & Co.: Hehler, Räuber, Mordbeihelfer. Zweiter Teil

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(Teil zwei) - Im besetzten Jugoslawien fungierte Franz Neuhausen, ein bekannt korrupter Wirtschaftsbetrüger aus der Vorkriegszeit, als "Bevollmächtigter für die Produktion von Metallerzen in Südosteuropa". Der langjährige Reichsbahn-Repräsentant und Generalkonsul war nicht nur staatlicher deutscher Hoheitsträger in Belgrad; er war zugleich auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der "Südost-Montan GmbH" in Berlin. Private und staatliche Aneignungsformen fremden Vermögens waren unter Neuhausen dermaßen verklumpt, dass die Verteilung der Beute im Kreise der Räuber immer unübersichtlicher wurde: Die jugoslawischen Edelmetalle plünderte der deutsche Generalbevollmächtigte zwar von Staats wegen, aber ließ sie bei Gelegenheit sich selbst und seinen politischen Gönnern im Verbrechensolymp der Berliner Ministerien zukommen, statt sie der formal privaten "Südost-Montan" anzuliefern. Welchen Umfang das Plündern annehmen konnte, zeigt die erhebliche "Dringlichkeit" [1] einer Reise, die "Frau Frida Neuland", "Gefolgschaftsmitglied" der "Südost-Montan" aus Berlin, im Januar 1944 nach Belgrad führte - "zum Einsatz auf einem der angeschlossenen Werke", die Neuhausen in Belgrad kontrollierte. Die in den Schenker-Dokumenten als dringlich vermerkte Reise fiel in die Phase besonderer Anforderungen an das Organisationsgeschick des Reichsbahn-Vertrauten Neuhausen: Der Reichsbahn-Transport von "zwei Waggons mit 20t jugoslawischen Silbermünzen" stand bevor.[2] Ziel waren die Scheideanstalten im "Altreich".

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