Tragsäulen der Zukunft (IV)

BUDAPEST/BERLIN | |   Nachrichten | ungarnrumaenien

BUDAPEST/BERLIN (Eigener Bericht) - Mitgliedsorganisationen eines in Flensburg beheimateten Ethno-Verbandes unterstützen die Budapester "Volkstums"-Politik und deren chauvinistische Grundierung. Bei dem deutschen Ethno-Verband handelt es sich um die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), zu deren Gründern frühere deutsche Antisemiten, Geheimdienstspezialisten für die Unterwanderung der europäischen Nachbarstaaten sowie NS-Verbrecher gehören. Die FUEV wird mit staatlichen deutschen Mitteln finanziert und sieht sich in der Tradition völkischer Vorläufer der Zwischenkriegszeit. Bereits damals kooperierten Berlin und Budapest erfolgreich, um mit ihren jeweiligen Minderheiten ("Auslandsdeutsche", "Auslandsungarn") nationalistische Stimmungen zu verstärken. Die FUEV-Mitgliedsorganisationen der aktuellen ungarischen "Volkstums"-Politik geben vor, "Auslandsungarn" aus Rumänien, Serbien und weiteren europäischen Ländern zu vertreten. In einer "Ständigen Konferenz" arbeiten sie gemeinsam mit der Budapester Regierung an der Ausgestaltung eines Kurses, der sich insbesondere gegen Rumänien richtet. Die Aktivitäten der FUEV-Mitgliedsorganisationen begleiten jüngste Ankündigungen Budapests, bis zu 2,5 Millionen ungarischsprachigen Bürgern der Nachbarstaaten nicht nur ungarische Pässe, sondern zudem das Wahlrecht in Ungarn zu verleihen und damit die Loyalität zu ihren Wohnstaaten weiter zu schwächen. Schrittweise nähert sich die Entwicklung im Karpatenbecken einem informellem "Großungarn", das seine Hegemonialansprüche nach Außen mit Blutsbanden erklärt, um nach Innen eine "Volksgemeinschaft" diktatorialen Zuschnitts zu erschaffen - unter deutscher Aufsicht.

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