Revisionsachse
GAKOVO Eine Gedenkstätte für ,,Volksdeutsche"ist im ehemaligen Jugoslawien eingeweiht worden. ,,Vertriebenen"-Organisationen bezeichnen die Errichtung des Denkmals in Gakovo (Nordwestserbien) als ,,ersten Schritt zur moralischen Rehabilitation der Donauschwaben". Die deutschsprachige Minderheit hatte mehrheitlich mit dem NS-Besatzungsregime kollaboriert und war bei Kriegsende sistiert und des Landes verwiesen worden. Serbien und Montenegro sollen die entsprechenden Dekrete annullieren, verlangen einflussreiche deutsche ,,Vertriebenen"-Funktionäre. Die Forderung ist Teil weit gespannter Revisionsbestrebungen in ganz Ost- und Südosteuropa, die an den Streit um die Pariser Friedensverträge in den 1920er und 1930er Jahren erinnern.
