Revolutionäre Wirkungen

BERLIN/ANKARA/ERIWAN (Eigener Bericht) Die Türkei soll ihre ,,zwischenstaatlichen Beziehungen zu Armenien umgehend normalisier(en)"und damit die Einflussnahme Berlins und der EU im südlichen Kaukasus erleichtern. Dies fordert die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag. Um eine ,,Versöhnung"mit Eriwan einzuleiten, solle Ankara sich der ,,europäischen Erinnerungskultur"einfügen und sich mit dem Genozid an der armenischsprachigen Bevölkerung des Landes ,,vorbehaltlos auseinandersetz(en)", heißt es in der entsprechenden Parlamentsvorlage. Wie Bundestagsabgeordnete verschiedener Fraktionen erklären, solle dabei auf die Begriffe ,,Völkermord"bzw. ,,Genozid"verzichtet werden. Ein solches Vorgehen befreit die Türkei von jeglichen Entschädigungsansprüchen und entspricht der Praxis der Bundesregierung, die überlebenden Opfer deutscher Staatsaggressionen mit folgenlosen Gedenkritualen abzuspeisen. In den Genozid, dessen Beginn sich am heutigen Sonntag zum 90. Male jährt, waren die deutsche Reichsregierung und das deutsche Militär maßgeblich involviert.

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