Heißer Frieden

BERLIN/JUBA Nach der für den heutigen Sonntag geplanten Unterzeichnung des Sudan-Friedensabkommens rechnen Beobachter mit dem baldigen Beginn des größten deutschen Investitionsvorhabens in Afrika. Dabei handelt es sich um den Bau mehrerer Eisenbahnlinien, die vier ostafrikanische Staaten zu einem einheitlichen Verkehrsgebiet vernetzen sollen. Das Projekt gilt als wirtschaftliche Voraussetzung für eine Sezession des Südsudan. Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), die der deutschen Regierungspartei SPD nahe steht, bezeichnet einen Fortbestand des Sudan als ,,wenig wahrscheinlich", deutsche Politiker unterhalten seit Jahren Kontakte zu Separatisten im Südsudan und setzten sich schon im Sommer für die ,,Förderung infrastruktureller (...) Maßnahmen"in dem Sezessionsgebiet ein. Die deutsche Firma Thormählen Schweißtechnik, die ,,verschiedene(...) Großprojekte zum Wiederaufbau des Süd Sudan"leitet, veranschlagt den Finanzrahmen für die infrastrukturelle Neuordnung Ostafrikas auf rund acht Milliarden US-Dollar.

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