LEIPZIG | |   Nachrichten | usa

LEIPZIG (Eigener Bericht) - Reisepläne des US-Präsidenten anlässlich seines Deutschland-Besuchs sorgen erneut für Debatten um den Flughafen Leipzig. Laut unbestätigten Medienberichten könnte Barack Obama am heutigen Donnerstag nicht in Dresden, sondern auf dem Militärdrehkreuz Leipzig/Halle eintreffen und dort durchreisende US-Soldaten besuchen. Leipzig/Halle ist Experten zufolge zur Zeit der "zentrale Umschlagpunkt" für den Transport US-amerikanischer Truppen in die Kriegsgebiete in Afghanistan und Irak. Auch die Bundeswehr misst dem Airport steigende Bedeutung für die Belieferung der deutschen Militärs am Hindukusch bei. Wie Fachleute kürzlich bei einer Anhörung im Sächsischen Landtag bestätigten, verstoßen die Militärtransporte, die bis heute weithin verschwiegen oder geleugnet werden, in weiten Teilen gegen geltendes Recht. Weil Leipzig/Halle über keine adäquate Nachtflugbeschränkung verfügt und daher rund um die Uhr von Transportmaschinen genutzt werden kann, gilt eine weitere Zunahme der Kriegstransporte über den Flughafen als wahrscheinlich. Gerechnet wird mit künftig mehr als 2.000 Soldaten pro Tag. ex.klusiv

RÜSSELSHEIM/DETROIT/OBERWALTERSDORF | |   Nachrichten | usarussische-foederationoesterreich

RÜSSELSHEIM/DETROIT/OBERWALTERSDORF (Eigener Bericht) - Langfristig wirksame Kräfteverschiebungen im transatlantischen Verhältnis überschatten den Kurzbesuch des US-Präsidenten in der Bundesrepublik. Der Bankrott des US-Autoriesen General Motors (GM) und die von Berlin erzwungene Abtretung der europäischen Konzernteile (Opel, Vauxhall) an ein Deutschland verbundenes Konsortium führen zu großen Einbußen in der US-Automobilindustrie. Die Einbindung Moskaus in die neue Opel-Führung und die geplante Ausrichtung des Automobilherstellers auf die Märkte der früheren Sowjetunion stärken das deutsch-russische Sonderbündnis und verleihen dem Kollaps der rund 80jährigen deutsch-amerikanischen Firmenallianz zusätzliches Gewicht. Der Vorgang entspricht anhaltenden Einbußen im deutsch-amerikanischen Handel, während der Warenaustausch zwischen Deutschland und Osteuropa, insbesondere Russland, ungebrochen wächst. Die Kräfteverschiebung geht mit der Steigerung des deutschen Gewichts in Europa einher: Der Abbau von Produktionskapazitäten bei Opel trifft zum überwiegenden Teil Fabriken außerhalb der Bundesrepublik. ex.klusiv

Cotton Club

HAMBURG | |   Nachrichten

HAMBURG (Eigener Bericht) - Finanziert mit Millionensummen aus staatlicher "Entwicklungshilfe" schmieden deutsche Textil- und Handelsunternehmen ein Abnehmerkartell für afrikanische Baumwolle - gegen die USA. Angestrebt wird die Kontrolle über mehrere hunderttausend west- und südafrikanische Produzenten, die sich verpflichten müssen, ihre Baumwolle ausschließlich entsprechend den Vorgaben des Kartells anzubauen; der Einsatz gentechnisch veränderter Baumwolle wird dabei nicht ausgeschlossen. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, den Haupt-Baumwollexporteur USA auszustechen und die Konkurrenzfähigkeit des deutschen Textilhandels zu steigern. Das neue Baumwollkartell wird nicht nur von Einrichtungen der staatlichen deutschen "Entwicklungshilfe" unterstützt - mit Millionensummen -, sondern auch von namhaften Nichtregierungsorganisationen wie der Welthungerhilfe und dem Naturschutzbund Deutschland (NABU). ex.klusiv