|   Kurznachrichten

Die deutschen Schiffbau- Zulieferer haben 2006 einen Exportrekord erwirtschaftet und erwarten weitere Zuwächse. ex.klusiv

BERLIN/BRÜSSEL/TASCHKENT | |   Nachrichten | usbekistan

BERLIN/BRÜSSEL/TASCHKENT (Eigener Bericht) - Nach der Verabschiedung der neuen EU-Zentralasienstrategie hoffen deutsche Unternehmen auf neue Expansionserfolge. Brüssel hat angekündigt, auf die Ausbeutung der zentralasiatischen Erdöl- und Erdgasressourcen unmittelbaren Einfluss nehmen zu wollen, und entspricht damit Forderungen aus der deutschen Energiebranche. Damit Erdöl und Erdgas nach Westen abgeleitet werden können, sollen die Länder Zentralasiens ihren eigenen Energiebedarf vor allem aus Wasserkraft decken, heißt es in dem EU-Dokument, das die "Erkundung neuer (...) Wasserkraftressourcen und die Modernisierung der bestehenden Energieinfrastruktur" in Aussicht stellt. In diesen Wirtschaftsgebieten gehören deutsche Firmen, darunter Siemens, zur Weltspitze. Dies gilt genauso für Technologien in den Bereichen Repression und Grenzkontrolle - Handlungsfelder, auf denen Brüssel ebenfalls seine Zusammenarbeit mit den Staaten Zentralasiens ausbauen will. Auch hier sind Unternehmen aus Deutschland führend tätig. Ein ehemaliger britischer Diplomat wirft Siemens vor, die Sicherheitsapparate des usbekischen Regimes unterstützt und zur Verfolgung der Opposition beigetragen zu haben. Die Verabschiedung der EU-Zentralasienstrategie war lange umstritten und konnte von Berlin erst nach Überwindung massiver innereuropäischer Widerstände durchgesetzt werden. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten | russische-foederation

BERLIN (Eigener Bericht) - Mit Lohnstreiks wollen die Beschäftigten der Deutschen Bahn AG eine Umverteilung des Konzernbudgets erzwingen. Das staatliche Unternehmen setzt Milliardenbeträge für Expansionsprojekte im Ausland ein und fährt im Inland einen rigiden Sparkurs. Nach jüngsten Zukäufen im Wert von einer halben Milliarde Euro hat die Bahn AG jetzt ein Joint Venture mit der Russischen Eisenbahn gegründet, das aus dem boomenden Warenhandel nach Russland und China Gewinne ziehen soll. Langfristig will das Unternehmen die chinesischen Staatsbahnen in das "Eurasien"-Projekt einbinden. Planungen, denen zufolge ein bedeutender Teil der Transporte über die Ostsee abgewickelt werden soll, schreiten voran; Ziel ist die Umgehung Polens und die Monopolisierung der europäischen Ost-Logistik. Die Deutsche Bahn ist bereits jetzt die Nummer zwei auf dem globalen Logistikmarkt. Auch im Personenverkehr will der Konzern expandieren und plant nach der Etablierung neuer Direktverbindungen in das europäische Ausland (Frankfurt/Stuttgart-Paris) den Einstieg im ausländischen Regional- und Stadtverkehr. Die zur Expansion benötigten Summen werden durch Stelleneinsparungen, Gleisstillegungen und Rationalisierungen jeder Art gewonnen. Gewerkschafter haben für den heutigen Montag erste Streiks angekündigt. ex.klusiv

BERLIN/NÜRNBERG/GÜTERSLOH | |   Nachrichten

BERLIN/NÜRNBERG/GÜTERSLOH (Eigener Bericht) - Die Berliner Regierung hat ihre gestern beendete Ratspräsidentschaft zur weiteren Einbindung nichtstaatlicher Hilfsorganisationen in die europäische Militärpolitik genutzt. Dies geht aus Arbeitspapieren des Auswärtigen Amts und der Bertelsmann-Stiftung hervor. Die NGOs (Non-Governmental Organizations, Nicht-Regierungsorganisationen) werden mit finanziellen Zuwendungen an staatliche Stellen gekoppelt; Ziel ist die zivil-humanitäre Flankierung militärischer Gewaltoperationen im Ausland. Im Ergebnis verwischen die Unterschiede zwischen militärischen Besatzungskräften und nichtmilitärischen Besatzungshelfern. Kritiker sehen darin einen Grund für die zunehmenden Angriffe auf Mitarbeiter ziviler Hilfsorganisationen in Einsatzgebieten westlicher Truppen, die immer öfter tödlich enden - im vergangenen Jahr 83 Mal. Berlin und Brüssel nutzen die steigende Gefährdung der NGOs, um die Organisationen zur Mitarbeit an einem weltumspannenden "Sicherheitsinformationssystem" zu bewegen. Es soll die zivil gewonnenen Erkenntnisse systematisch dem Militär zur Verfügung stellen. Vertreter großer NGOs üben scharfe Kritik an ihrer staatlichen Instrumentalisierung. ex.klusiv

|   Kurznachrichten | afghanistan

Nur wenige Tage nach entsprechenden Forderungen aus Berlin liegt eine NATO-Anfrage nach Verlängerung des Tornado- Einsatzes in Afghanistan vor. ex.klusiv