Unabweisbar

OSWIECIM/SAARBRÜCKEN/HANAU (Eigener Bericht) | |   Nachrichten

OSWIECIM/SAARBRÜCKEN/HANAU (Eigener Bericht) Die staatlichen Symbolveranstaltungen zum Jahrestag der KZ-Befreiung werden von Versammlungsverboten für das konkrete Gedenken an die in Auschwitz ermordeten Menschen begleitet. Nach Informationen aus Leipzig wurde im dortigen Hauptbahnhof ( ,,Promenaden"ein Informationsstand untersagt. Die Antragsteller wollten Reisende am morgigen Donnerstag an die 11.000 Kinder erinnern, deren letzter Weg über das Leipziger Schienennetz nach Auschwitz führte. Trotzdem werde das Gedenken zwischen 10 und 12 Uhr im Bahnhofsbereich stattfinden, teilen die Veranstalter auf Anfrage mit. Auch Initiativen in Wuppertal, Frankfurt am Main und Dresden kündigen an, sie ließen sich das konkrete Gedenken an die deportierten Menschen auf den deutschen Reisebahnhöfen nicht verbieten. Weitere Initiativen werden aus Hanau und Saarbrücken gemeldet. Den ,,Offenen Brief"an die Unternehmensleitung der DB AG haben inzwischen über 100 Persönlichkeiten und Organisationen unterzeichnet. Die Initiatioren fordern den Unternehmensvorstand auf, alles zu unterlassen, was das geplante Gedenken am morgigen Donnerstag behindern könnte. ex.klusiv

Pressemitteilung | |   Dokumente

Pressemitteilung Todestransporte der Bahn nach Auschwitz Auf mehreren deutschen Reisebahnhöfen (Frankfurt a. M., Leipzig, Dresden, Wuppertal) wird am kommenden Donnerstag der Todestransporte von 11.000 Kindern gedacht werden. Sie waren in den Jahren 1942-1944 auf dem deutschen Schienennetz von Frankreich nach Auschwitz deportiert worden. Bei ihrer letzten Fahrt durch Deutschland warfen sie Abschiedsbriefe auf die Gleise, von denen einige erhalten geblieben sind. Bis auf wenige Ausnahmen fanden sämtliche der 11.000 deportierten Kinder den Tod. Eine Ausstellung über das Schicksal der Ermordeten, die in Viehwaggons durch Deutschland rollten, hat die Unternehmensleitung der Deutschen Bahn AG auf sämtlichen ihrer Reisebahnhöfe untersagt. Der DB AG fehlten ,,sowohl die personellen wie finanziellen Ressourcen", heißt es in einem Schreiben an die französische Antragstellerin Beate Klarsfeld. ex.klusiv

KÖLN | |   Dokumente

KÖLN Initiativen in mehreren deutschen Städten wollen am 27. Januar auf den lokalen Personenbahnhöfen der Todestransporte jüdischer Kinder nach Auschwitz gedenken. In einem Offenen Brief an die Unternehmensleitung der Deutschen Bahn AG heißt es, man erwarte die Duldung der angekündigten Veranstaltungen und warne davor, ,,Erinnerung und Trauer durch (...) Übergriffe zu stören". ex.klusiv

|   Kurznachrichten

Der Ölkonzern British Petroleum (BP) wird wegen der von Washington verhängten Sanktionen bis auf weiteres nicht in Iran investieren, ,,um die USA nicht zu provozieren´´. ex.klusiv

|   Kurznachrichten

Der Spezialchemieanbieter Degussa gründet mit der Shandong Cathay Lineng Biotechnology ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem der deutsche Konzern mit 51% die Mehrheit hält. ex.klusiv

MÜNCHEN | |   Nachrichten | usa

MÜNCHEN Zahlreiche Entscheidungsträger aus beinahe sämtlichen Staaten des ,,Krisengürtels"vom Maghreb bis Afghanistan werden am 11. Februar auf einer ,,Finanzierungskonferenz Nordafrika Mittelost"in München erwartet. Im unmittelbaren Vorfeld der diesjährigen ,,Münchner Sicherheitskonferenz"bekräftigt die deutsche Wirtschaft damit ihren Führungsanspruch in dem ressourcenreichen Gebiet. Angekündigt wird unter anderem der Vizeminister für Wirtschaft und internationale Angelegenheiten des Iran, über dessen Land auf der anschließenden ,,Sicherheitskonferenz"heftige Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten erwartet werden. Zur NATO, einem weiteren Schwerpunkt der ,,Sicherheitskonferenz", heißt es inzwischen unter deutschen Außenpolitikern, sie sei ,,institutionell, funktional und geographisch überdehnt". ex.klusiv

BERLIN/BAGDAD | |   Nachrichten | irak

BERLIN/BAGDAD Die Bundesregierung will deutsche Ausfuhren in den Irak nach den dortigen Wahlen mit staatlichen Exportgarantien unterstützen. Dies verlautet aus dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Das Auswärtige Amt kündigt weitere Maßnahmen an, mit denen die bereits jetzt wachsenden deutsch-irakischen Wirtschaftsbeziehungen gefördert werden sollen. Deutsche Unternehmen positionieren sich seit geraumer Zeit für den Wettbewerb in dem faktisch im Kriegszustand befindlichen Land, die deutsche Regierung forciert ihren Einfluss auf die entstehende irakische Armee und die im Aufbau befindlichen Ministerialbürokratien in Bagdad. Berlin profitiert davon, dass Washington die Unterwerfung des Irak nicht gelingt und weite Teile der irakischen Bevölkerung die USA als Feind begreifen. ex.klusiv

Dr. Nathan Durst | KÖLN/HAIFA | |   Interviews
(Dr. Nathan Durst)

KÖLN/HAIFA Dr. Nathan Durst, klinischer Direktor des psychosozialen Zentrums für Überlebende des Holocaust (Haifa), erhebt im Interview mit german-foreign-policy.com schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bahn AG. Angesichts der Weigerung der DB, eine Ausstellung über die Todestransporte jüdischer Kinder nach Auschwitz auf Reisebahnhöfen zuzulassen, sagt Dr. Durst: ,,Das Minimum, das ich erwarte, ist, dass alles unterbleibt, was das öffentliche Gedenken behindern könnte; das ist das mindeste, was die Erben der ,,Endlösung"den Opfern schulden." ex.klusiv

MOSKAU/FRANKFURT AM MAIN | |   Nachrichten | chinarussische-foederationindien

MOSKAU/FRANKFURT AM MAIN Die Deutsche Bank will Anteile an der zweitgrößten russischen Bank erwerben und damit ihre Position in Russland weiter festigen. Der deutsche Finanzkonzern kann im Konkurrenzkampf um den russischen Markt auf politische Beziehungen zur Moskauer Regierung zurückgreifen, da er als Berater und Finanzier in der deutsch-russischen Energie-Partnerschaft auftritt. Auch in Indien und in der Volksrepublik China plant die deutsche Großbank eine Ausweitung ihrer Aktivitäten, die politisch auf höchster Ebene flankiert wird. ex.klusiv

Unbeugsam

BERLIN/HAIFA (Eigener Bericht) | |   Nachrichten

BERLIN/HAIFA (Eigener Bericht) In vier deutschen Städten werden am 27. Januar Gedenkveranstaltungen auf zentralen Bahnhöfen der Deutschen Bahn AG stattfinden. Dies bestätigen die Initiatoren eines Offenen Briefes auf Anfrage dieser Redaktion. Demnach haben sich in Wuppertal, Frankfurt am Main, Leipzig und Dresden Initiativgruppen gebildet, um an die Todestransporte der Jahre 1942 bis 1944 zu erinnern. Damals waren 11.000 Kinder aus Frankreich, darunter 520 Kinder deutscher Emigranten, über das Schienennetz der Reichsbahn nach Auschwitz verschleppt und dort ermordet worden. Die Deutsche Bahn AG hat eine entsprechende Ausstellung auf ihren Publikumsbahnhöfen untersagt. In einem Interview mit german-foreign-policy.com verlangt Dr. Nathan Durst, klinischer Direktor des psychosozialen Zentrums für Überlebende des Holocaust (Haifa), ,,dass alles unterbleibt, was das öffentliche Gedenken behindern könnte". Nathan Durst ermutigt zur Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen, die eine ,,praktische, aktive Hilfe"darstellten. ,,Die Menschen guten Willens in Deutschland werden unserem stummen, verzweifelten Schrei all dieser Jahre eine Stimme geben." ex.klusiv