BERLIN/TOKIO/SEOUL | |   Nachrichten | japansuedkorea

BERLIN/TOKIO/SEOUL (Eigener Bericht) - Berlin baut seine militärisch-rüstungsindustrielle Zusammenarbeit mit den ostasiatischen Rivalen der Volksrepublik China aus. Vor einigen Tagen haben die Verteidigungsministerien Deutschlands und Japans ein Abkommen unterzeichnet, das die "Zusammenarbeit im Bereich Wehrtechnologie" intensiviert. Schon seit Jahren dringen deutsche Waffenschmieden auf eine stärkere Beteiligung an Tokios Rüstungsmarkt, der vor allem aufgrund des Machtkampfs gegen Beijing kontinuierlich expandiert. Zudem weiten die deutschen Streitkräfte ihre Kooperation mit der japanischen Armee aus; eine entsprechende Vereinbarung hat zuletzt die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg getroffen. Auch die Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Militär wird jetzt gestärkt; Seoul, einer der bedeutendsten Kunden der deutschen Rüstungsindustrie, hat mittlerweile die südkoreanischen Kriegsschiffe, die am Kampf gegen Piraten am Horn von Afrika teilnehmen, der dortigen EU-Operation unterstellt. ex.klusiv

BERLIN/BRÜSSEL | |   Nachrichten | chinasuedkorea

BERLIN/BRÜSSEL (Eigener Bericht) - Auf mehreren Gipfeltreffen setzen Berlin und Brüssel in diesen Tagen ihren Kampf um Einfluss in Ostasien fort. Die Aussicht auf profitable Geschäfte der deutschen Industrie mit China veranlasst die Bundesregierung, Gespräche über den weiteren Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu führen. Die Volksrepublik zieht in wachsendem Maße deutsche Rekordinvestitionen an und wird in Kürze mehr deutsche Produkte abnehmen als die Vereinigten Staaten. Zugleich setzt Berlin seine Bemühungen fort, die eigene Position in den Ländern rings um China zu stärken. Ein neues EU-Freihandelsabkommen mit Südkorea, das am morgigen Mittwoch unterzeichnet wird, eröffnet insbesondere deutschen Unternehmen neue Chancen - auf Kosten der italienischen Industrie. Das Eskalationspotenzial, das die Einkreisung Chinas durch die führenden westlichen Staaten mit sich bringt, lässt der aktuelle Territorialstreit zwischen Beijing und Tokio um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer erahnen. Spannungen stehen zudem zwischen der EU und Myanmar bevor. Berlin versucht den Druck auf Myanmar zu erhöhen, das für China eine herausragende geostrategische Bedeutung besitzt, und fordert, in der Abschlusserklärung des heute zu Ende gehenden Gipfels der EU sowie 19 asiatischer Staaten scharfe Kritik an der Regierung des Landes zu üben. ex.klusiv

Atemberaubend

|   Kurznachrichten | suedkorea

Der Bosch-Konzern erweitert seine Aktivitäten in Asien und will seinen Umsatz dort in den nächsten Jahren verdreifachen. ex.klusiv

BONN | |   Nachrichten | vaejapanchinasuedkorea

BONN (Eigener Bericht) - Nach neuen Rekordergebnissen bereitet die Deutsche Post umfangreiche Investitionen an globalen Schwerpunkten der deutschen Wirtschaftsexpansion vor. Der Konzern sei "hervorragend aufgestellt", urteilte Vorstandschef Klaus Zumwinkel in der vergangenen Woche nach Bekanntgabe der Jahresresultate 2006. Nun will das Unternehmen seine dominierende Position als Weltmarktführer in der Logistik behaupten und vor allem dort ausbauen, wo eine starke Zunahme deutscher Exporte erwartet wird. Als vorrangig gelten Projekte in der Volksrepublik China, deren Bedeutung als Handels- und Produktionspartner deutscher Firmen weiter wächst. Wie es heißt, soll das China-Geschäft von DHL in Zukunft die Geschäfte in den Vereinigten Staaten übersteigen. Schwerpunkt der Expansion ist daneben die Boomregion am Persischen Golf. Am Ausbau der dortigen Infrastruktur zu einem globalen Handelsdrehkreuz sind bereits mehrere deutsche Konzerne beteiligt, darunter die Deutsche Bahn AG. Die neuen Investitionen der Deutschen Post, mit denen US-Konkurrenten am Aufstieg gehindert werden sollen, erfolgen ungeachtet steigender Spannungen am Golf und ungeachtet eines möglichen weiteren Krieges in der Region. ex.klusiv

Rückschläge

PYÖNGYANG/SEOUL/BERLIN | |   Nachrichten | kvdrsuedkorea

PYÖNGYANG/SEOUL/BERLIN (Eigener Bericht) - Nach dem Atomwaffenversuch in der Koreanischen Volksdemokratischen Republik (KVDR) drohen mehreren Vorfeldapparaten der Berliner Außenpolitik Rückschläge bei ihrer Einflussarbeit in Seoul und Pyöngyang. Verschiedene deutsche Parteienstiftungen führen in der Republik Korea Programme durch, in denen die deutsche Vereinigung des Jahres 1990 als Modell für die koreanische Halbinsel vorgestellt wird; die Zukunft der dazu notwendigen Annäherung zwischen Nord- und Südkorea gilt nach dem Nukleartest als unsicher. Unklar ist auch der Fortgang marktwirtschaftlicher Ausbildungsmaßnahmen für nordkoreanische Wirtschaftsexperten, die die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung seit zweieinhalb Jahren auch in Deutschland durchführt; sie könnten durch eventuelle Reisebeschränkungen für Beamte der KVDR, wie sie Japan jetzt vom UN-Sicherheitsrat verlangt, erschwert werden. Mehrere Versuche Deutschlands und der EU, sich mit wirtschaftlichen und humanitären Projekten eine eigenständige Position im Konflikt um die KVDR aufzubauen, sind gescheitert oder kommen seit geraumer Zeit nicht mehr voran. Der koreanischen Halbinsel wird - ähnlich wie Vietnam - als möglichem Vorposten gegen die Volksrepublik China großes Gewicht beigemessen. ex.klusiv

Transfer

|   Kurznachrichten | suedkorea

Der deutsch-französische Rüstungskonzern EADS wirkt in Südkorea an einem milliardenschweren Entwicklungsprojekt für neue Militärhubschrauber mit. ex.klusiv

Grande Guerra

BERLIN/SEOUL/BEIJING (Eigener Bericht) | |   Nachrichten | suedkorea

BERLIN/SEOUL/BEIJING (Eigener Bericht) Nach dem Besuch des südkoreanischen Staatspräsidenten in Berlin wird die Beteiligung Deutschlands und anderer EU-Mitglieder an der Konfliktklärung in Ostasien wahrscheinlicher. Roh Moo-Hyun hatte vorgeschlagen, die Europäische Union in die ,,sicherheitspolitischen Auseinandersetzungen"einzubeziehen, die Korea, aber auch China und Japan betreffen. Damit entsprach der Besucher Forderungen Berlins. Die Einflussnahme soll demnach über einen ,,permanenten multilateralen Dialogprozess in Nordostasien"erfolgen, der nach KSZE-Vorbild verlaufen könne. Dies hatte das deutsche Parlament im vergangenen Jahr empfohlen. Der angebliche Dialogprozess involviert Berlin in geostrategische Aufmarschpläne für den ,,Großen Krieg". ex.klusiv

SEOUL | |   Nachrichten | suedkorea

SEOUL Mit einem Abkommen über Reise-Erleichterungen bemüht sich die Bundesregierung um eine bessere Anbindung der südkoreanischen Eliten. Die Lockerung der Visa-Bestimmungen wurde in der vergangenen Woche unterzeichnet, sie entspricht Bedürfnissen der deutschen Wirtschaft, deren Handelsaustausch mit der Republik Korea, dem drittgrößten Abnehmer deutscher Waren in Asien, sprunghaft wächst. Bei seinen Versuchen, den deutschen Einfluss in Ostasien zu stärken, preist sich Berlin der Regierung in Seoul als Experte für eine Politik des ,,friedlichen Wandels"gegenüber der Koreanischen Volksdemokratischen Republik an. Die Bundesregierung profitiert dabei von zunehmenden Spannungen zwischen Seoul, das eine solche Politik favorisiert, und Washington, das militärisches Drohpotential gegen Pyöngyang in Stellung bringt. ex.klusiv

STUTTGART | |   Nachrichten | japansuedkorea

STUTTGART Durch die Übernahme der Nutzfahrzeugsparten der Unternehmen Mitsubishi und Hyundai erobert die deutsche DaimlerChrysler AG die führenden Marktpositionen in Korea und in Japan und eine gute Ausgangsposition in Asien, dem am schnellsten wachsenden Nutzfahrzeugmarkt der Welt. Der Konzern werde damit seine ,,Position als Weltmarktführer"nachhaltig ausbauen, heißt es. ex.klusiv

PYÖNGYANG | |   Nachrichten | kvdrsuedkorea

PYÖNGYANG Deutschland bietet sich der Koreanischen Volksdemokratischen Republik (KVDR) und der Republik Korea als ,,Mittler"für die angestrebte Vereinigung der beiden Staaten an. Nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im vergangenen Jahr erhielt jetzt eine Delegation des Deutschen Bundestages in der nordkoreanischen Hauptstadt Pyöngyang die Zustimmung führender Politiker, sich mit südkoreanischen Parlamentsabgeordneten auf ,,neutralem Boden"zu treffen - in Deutschland. ex.klusiv