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SINGAPUR/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit ihrer Teilnahme am heute beginnenden "Shangri-La Dialogue" ("Münchner Sicherheitskonferenz Asiens") sucht die deutsche Verteidigungsministerin den sicherheitspolitischen Einfluss Berlins auf dem asiatischen Kontinent auszubauen. Die Tagung, zu der auch US-Verteidigungsminister Ashton Carter sowie ein führender chinesischer General erwartet werden, gilt als Spitzenveranstaltung asiatischer Sicherheitspolitik; seit die Vereinigten Staaten ihr "Pazifisches Jahrhundert" ausgerufen haben, findet sie zunehmend Beachtung auch im Westen. Bereits seit mehreren Jahren bemüht sich Berlin gezielt, die militärpolitische Kooperation mit ausgewählten Ländern der Asien-Pazifik-Region zu intensivieren, darunter Australien, aber auch Indien, wo Ursula von der Leyen in den vergangenen Tagen Rüstungsverkäufe gefördert und gemeinsame Schritte in puncto Cyber-Krieg angebahnt hat. Jenseits offener Zusammenarbeit zwischen Verteidigungsministerien und Streitkräften bahnen zivile Vorfeldorganisationen der deutschen Außenpolitik militärpolitische Kooperationen mit anderen Ländern an. So bemüht sich die Konrad-Adenauer-Stifung (CDU) um den Ausbau einschlägiger Kontakte unter anderem nach Südkorea und Malaysia. ex.klusiv

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SINGAPUR/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit einem Empfang für den Premierminister Singapurs an diesem Dienstag intensiviert die Bundesregierung ihre Aktivitäten für den Aufbau westlicher Offensiv-Positionen im Umfeld der Volksrepublik China. Singapur, trotz seiner geringen Größe die bedeutendste Handels- und Finanzdrehscheibe Südostasiens, ist für deutsche Firmen Investitionsstandort und Absatzmarkt Nummer eins in der gesamten Region und wird nach Abschluss eines EU-Freihandelsabkommens für die Expansion deutscher Firmen noch wichtiger werden. Vor allem aber liegt der kleine Stadtstaat geostrategisch exponiert an der Straße von Malakka, einer Seehandelsroute, die für den Welthandel, insbesondere aber für China eine herausragende Bedeutung besitzt. Beijing hat schon vor Jahren ein "Malakka-Problem" diagnostiziert, da der Westen - vor allem die USA - militärisch äußerst eng mit Singapur kooperiert und jederzeit in der Lage wäre, den existenziellen chinesischen Transit durch die Straße von Malakka zu behindern. Deutschland trägt zur Aufrüstung Singapurs im großen Stil bei und intensiviert nun auch die Kooperation der Bundeswehr mit den Streitkräften des Landes - ein Vorgeschmack auf mögliche künftige Konflikte mit China zu einem Zeitpunkt, da die Vereinigten Staaten die Aufrüstung der Ukraine in Aussicht stellen und der Machtkampf gegen Russland damit endgültig zu eskalieren droht. ex.klusiv

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SINGAPUR/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit Hilfe des kleinen Stadtstaates Singapur sucht Berlin seinen Einfluss in den südostasiatischen Nachbarländern Chinas zu stärken. Wie es anlässlich des aktuellen Besuchs der Bundeskanzlerin heißt, sollen nicht nur die Geschäftsbeziehungen deutscher Unternehmen nach Singapur weiter ausgebaut werden. Man wolle künftig auch mit den anderen Ländern des südostasiatischen Staatenbündnisses ASEAN enger kooperieren. Dabei soll Singapur, dessen Eliten ihren Wohlstand der Zusammenarbeit mit westlichen Konzernen und Regierungen verdanken, helfen. Der Stadtstaat verhandelt seit 2010 mit der EU über ein Freihandelsabkommen und dient sich Brüssel damit als Einfallstor auch in schwächere ASEAN-Länder an. Berlin hofft, durch eine Übereinkunft mit Singapur ein für Europa profitables Freihandelsabkommen mit der gesamten ASEAN erzwingen zu können. Dass Singapur in den westlichen Strategien nicht nur als ökonomischer, sondern auch als politisch-militärischer Stützpunkt im Südosten der Volksrepublik China Bedeutung hat, zeigt sich an seiner stetigen Aufrüstung durch deutsche Rüstungskonzerne. ex.klusiv

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BERLIN/SINGAPUR (Eigener Bericht) - Auf einer viertägigen Konferenz in Gegenwart sämtlicher Leiter der deutschen Auslandsvertretungen will das Auswärtige Amt seine Asien-Politik stärker strukturieren. Die heute beginnende Zusammenkunft wird in Gegenwart des Generalsekretärs der ASEAN-Gruppe eröffnet. Dem ASEAN-Wirtschaftsbündnis gehören zehn Länder Südoastasiens an - zumeist Konkurrenten oder politische Gegner der Volksrepublik China. Das Berliner Botschaftertreffen umfasst auch einen Vortrag des deutschen Gesandten in Singapur. Der Stadtstaat Singapur, treibende Kraft der ASEAN-Gruppe, ist der bedeutendste Wirtschaftsstützpunkt der Bundesrepublik in der Region, seine offensiv hochgerüstete Armee wird seit Jahrzehnten mit deutschen Waffen ausgestattet. Wie der Berliner Verteidigungsminister urteilt, sind Deutschland und Singapur "natürliche Partner" in der Militärpolitik. Die Regierung des südostasiatischen Landes bemüht sich intensiv um ein enges Bündnis mit der EU - gegen Beijing. ex.klusiv

Driving Force

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BERLIN/SINGAPORE (Own report) - With the objective of better structuring its Asia policy, the German foreign ministry convened a four-day conference of all the heads of German missions abroad, which opened on September 3 in the presence of the secretary-general of the Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Ten Southeast Asian countries - most of them competitors or political adversaries of the Peoples Republic of China - are members of the ASEAN economic alliance. The ambassadors conference in Berlin will also hear a talk given by the German ambassador to Singapore. The city-state Singapore is the driving force of the ASEAN group and Germany's most important economic base in the region. Singapore's army is heavily equipped with offensive weapons and Germany has been supplying arms for decades. According to the German defense minister, Germany and Singapore are "natural partners" in military policy. This Southeast Asian country's government is striving intensely for closer EU relations - against Beijing. ex.klusiv