Nachbeben

PESHAWAR/ISLAMABAD/BERLIN | |   Nachrichten | pakistan

PESHAWAR/ISLAMABAD/BERLIN (Eigener Bericht) - Berlin hält seine Militärpräsenz in Kaschmir aufrecht und will sich künftig im Gesundheitssektor der pakistanischen Provinz festsetzen. Damit ist es der deutschen Außenpolitik binnen weniger Monate zum zweiten Mal gelungen, Beiträge zur internationalen Katastrophenhilfe für die dauerhafte Einflussarbeit in einer Krisenzone zu nutzen. Kaschmir befindet sich im Fokus der Auseinandersetzungen zwischen Pakistan und Indien, die um Territorialrechte streiten. Wegen der zwischenstaatlichen Verwerfungen und der Nähe zu China gilt das Gebiet gilt als Schlüsselregion für Südasien. Die im November zu Ende gegangenen Regierungsverhandlungen mit Islamabad bestätigen das deutsche Interesse an regionaler Mitsprache. Berlin hat zugesagt, seine länderspezifischen Zahlungen fortzuführen ("Entwicklungshilfe"), die Projekten der deutschen Außenwirtschaft in Pakistan zu Verfügung stehen. Wie die bundeseigene Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mitteilt, ist Pakistan "(w)egen seiner strategischen und geographischen Lage" eines der wichtigsten Zielländer der deutschen Entwicklungspolitik. ex.klusiv

ISLAMABAD/MUZAFFARABAD/BERLIN | |   Nachrichten | pakistan

ISLAMABAD/MUZAFFARABAD/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit vier Armeehubschraubern vom Typ CH-53 G wird die Bundeswehr am NATO-Einsatz im pakistanischen Erdbebengebiet teilnehmen. Dies bestätigt das Bundesverteidigungsministerium. Der umstrittene Eingriff des westlichen Kriegsbündnisses erweitert den regionalen Aktionskreis des deutschen Militärs, das im benachbarten Afghanistan als führende Besatzungsmacht auftritt. Die Bundeswehr verfügt über langjährige Kontakte zu pakistanischen Militärs, denen deutsche Ausbildungshilfe und deutsche Waffen zur Verfügung stehen. Der jetzige Einsatz in der Katastrophenregion trägt dazu bei, das bisherige militärische Sperrgebiet Kaschmir für westliche Einflussnahmen zu öffnen, und stärkt die Position der NATO-Staaten in unmittelbarer Nachbarschaft zur Volksrepublik China. Die verbündeten NATO-Militärs konkurrieren ihrerseits um günstige Ausgangspositionen im Vorfeld Beijings. ex.klusiv

MUZAFFARABAD/ISLAMABAD/BERLIN | |   Nachrichten | indienpakistan

MUZAFFARABAD/ISLAMABAD/BERLIN (Eigener Bericht) - Im Rahmen der internationalen Hilfsmaßnahmen für die Erdbebenopfer in Südasien erhält die Bundeswehr Zugang zu einem der weltweit instabilsten Krisengebiete. Rund 50 deutsche Soldaten sind in der pakistanischen Region Azad Kashmir im Einsatz, die Teil des zwischen Indien und Pakistan umkämpften Grenzterritoriums ist, um das beide Länder bereits drei Kriege geführt haben. Die dort gelegenen militärischen Sperrzonen - bisher für ausländische Beobachter kaum zugänglich - werden jetzt für ausländische Truppenkontingente geöffnet. Neben der Bundesrepublik entsenden auch die USA und die Volksrepublik China Armeeinheiten. Die Einbeziehung der Bundeswehr in die Hilfsmaßnahmen erinnert an das Vorgehen der Berliner Regierung nach der Seebeben-Katastrophe in Südostasien. Damals ging der Einsatz der deutschen Armee in dem Bürgerkriegsgebiet Aceh mit Einflussmaßnahmen einher, die im Sommer zum ersten EU-Militäreinsatz in Asien führten. ex.klusiv

BERLIN/KIEW/BAKU (Eigener Bericht) | |   Nachrichten | aserbaidschangeorgienkasachstankirgistanpakistanrussische-foederationtadschikistanukraine

BERLIN/KIEW/BAKU (Eigener Bericht) Berliner think tanks debattieren über die ,,Zukunft des postsowjetischen Raums" und mögliche neue Umstürze in weiteren GUS-Staaten. Wie es bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) heißt, berühren bereits die jüngsten Machtwechsel in der Ukraine und in Kirgistan wichtige Teile des russischen Bündnissystems (u.a. den ,,Einheitlichen Wirtschaftsraum" und die ,,Shanghai Cooperation Organisation") und könnten es schwer beschädigen. Auf einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) hieß es, selbst der GUS-Zusammenschluss sei praktisch bereits ,,tot". Während die neue ukrainische Regierung sich anschickt, eine deutschen Planungen zuträgliche Bündnisalternative zur GUS ohne Russland aufzubauen (GUUAM), erreichen die Umsturzdrohungen a la Kiew inzwischen Moskau. ex.klusiv