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LUXEMBURG (Eigener Bericht) - Eine Debatte über die Aufwertung des Luxemburgischen (Lëtzebuergesch) und eine damit verbundene Abwertung des Französischen im offiziellen Sprachgebrauch begleitet den heutigen Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Luxemburg. Eine aktuelle Petition fordert, das Luxemburgische zur Ersten Amtssprache zu erheben. Kommt es dazu, dann müssten unter anderem die Gesetze des Landes vollständig aus dem Französischen ins Luxemburgische übersetzt werden; die Abkehr von Frankreich und die Hinwendung zu Deutschland würden ein weiteres Stück voranschreiten. Der deutsche Einflusskampf um Luxemburg ist alt; zweimal hat er zur Okkupation des Landes geführt. Ungeachtet der deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg hat die Bundesrepublik schon bald nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen, ihren Einfluss wieder auszubauen - zunächst ökonomisch, dann politisch. ex.klusiv

BERLIN/WIEN/BERN/VADUZ/LUXEMBURG | |   Nachrichten | oesterreichschweizluxemburg

BERLIN/WIEN/BERN/VADUZ/LUXEMBURG (Eigener Bericht) - Mit exklusiven gemeinsamen Absprachen der Außenminister von vier deutschsprachigen Staaten treibt Berlin die Durchsetzung seiner politischen Positionen im Zentrum Europas voran. Beim jüngsten "Vierertreffen" am vergangenen Freitag befassten sich der deutsche Außenminister und seine Amtskollegen aus Österreich, der Schweiz und Liechtenstein unter anderem mit den politischen Krisen in Nordafrika und Nahost. Sondertreffen von Ministern der deutschsprachigen Staaten werden seit einigen Jahren systematisch ausgebaut. Sie basieren auf einer außerordentlich engen wirtschaftlichen Verflechtung, die der Bundesrepublik eine dominante Stellung sichert und ihr über den Medienmarkt auch ideologisch maßgeblichen Einfluss in den deutschsprachigen Ländern garantiert. Einbezogen wird - außer den Alpenländern - mittlerweile auch Luxemburg. Begründet wird die immer engere Kooperation mit der Behauptung, es handele sich um einen "kulturell einheitlich geprägten Raum". Tatsächlich ist die Verflechtung keineswegs kulturell vorgegeben, sondern Resultat der bundesdeutschen Dominanz, die den einst starken Einfluss Frankreichs etwa in Luxemburg und der Schweiz längst gebrochen hat. ex.klusiv

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Eine politische Wirtschaftsgeschichte 1933-1944 Paderborn/München/Wien/Zürich 2011 X + 582 Seiten 46,90 Euro ISBN: 978-3-506-77328-9 ex.klusiv

LUXEMBURG | |   Nachrichten | luxemburg

LUXEMBURG (Eigener Bericht) - In einem seltenen Beispiel offenen Widerspruchs gegen Deutschland protestiert der Finanzminister Luxemburgs gegen den Ankauf gestohlener Bankkundendaten durch deutsche Behörden. Deutschland und die Schweiz sollten ihren Steuerstreit durch das vorgesehene Abkommen lösen: Die vom deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen praktizierte Methode, mit dem Erwerb illegaler Daten eine Straftat nach Schweizer Recht zu begehen, um deutsche Staatsbürger des Steuerbetruges zu überführen, könne er als "Freund beider Seiten" nicht begrüßen, erklärt Luc Frieden. Der Widerspruch folgt den eigenen nationalen Interessen: Luxemburg wird als Finanzplatz ebenfalls von Deutschen nicht nur genutzt, um höchst profitable Bankgeschäfte abzuwickeln, sondern auch, um ihre Steuern am Fiskus vorbeizuschleusen. Dass Luxemburg überhaupt zu einem herausragenden Finanzzentrum wurde, das hat auch mit der deutschen Wirtschaftsdominanz zu tun, die schon im 19. Jahrhundert außergewöhnlich stark war. Heute führt sie dazu, dass prominente Politiker des Landes als ungemein verlässliche Verbündete der Bundesrepublik gelten. ex.klusiv

BERLIN/PARIS/LUXEMBURG | |   Nachrichten | frankreichluxemburg

BERLIN/PARIS/LUXEMBURG (Eigener Bericht) - Berlin nutzt den "Volkstrauertag" an diesem Sonntag zur Stärkung eines einheitlichen europäischen Totenkults. Die diesjährige Feierstunde im Reichstag, die vom Zweiten Deutschen Fernsehen live und in voller Länge übertragen wird, sei unter anderem auch den "Fragen einer grenzüberschreitenden Gedenkkultur in Europa" gewidmet, teilt der Veranstalter, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, mit. Hauptredner ist der Ministerpräsident Luxemburgs, Jean-Claude Juncker. Sein Land war in beiden Weltkriegen von deutschen Truppen besetzt worden und hatte viele NS-Besatzungsopfer zu beklagen. Die Berliner Feier gedenkt aller "Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft" gleichermaßen, so auch der deutschen Okkupanten. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bezieht in seine Tätigkeit Mitglieder der Waffen-SS ein. Über die Nivellierung von Tätern und Opfern, die mit der Transformation des deutschen Soldatengedenkens in einen einheitlichen europäischen Totenkult einhergeht, hat ein Vertreter Frankreichs kürzlich geurteilt: "Man kann nicht zusammenleben, wenn man sich an alles erinnert." ex.klusiv

Abgedeckt

|   Kurznachrichten | schwedenluxemburg

Deutschlands größte Elektrofachhandelskette Media Markt setzt auf Expansion in Schweden. ex.klusiv

LUXEMBURG/BERLIN/PARIS | |   Nachrichten | luxemburg

LUXEMBURG/BERLIN/PARIS (Eigener Bericht) - Am heutigen Sonntag stimmt die Bevölkerung Luxemburgs über den von Deutschland befürworteten Staatsvertrag ab ("EU-Verfassung"). Die Eliten des Landes sprechen sich fast geschlossen für ein "Ja" aus. Die Zustimmungskampagne wird von Regierungsmitgliedern forciert und aus dem Staatshaushalt bezahlt. Eine verstärkende Rolle spielt die Partei "Déi Gréng" (Die Grünen), die unter deutschem Einfluss steht. Der zweitkleinste Mitgliedsstaat der Europäischen Union ist in hohem Maße von den angrenzenden Ländern abhängig und unterliegt deutscher Wirtschaftskontrolle. Luxemburgische Kritiker konstatieren eine "Polarisierung" der europäischen Gesellschaften durch den von Berlin verfochtenen Verfassungsvertrag und nennen das Dokument "zutiefst undemokratisch" und "antisozial". Wegen der allgemeinen Ablehnung setzt die deutsche Außenpolitik auf einen zweiten Abstimmungsdurchgang in den "Nein"-Staaten. ex.klusiv

Berliner Takt

SAARBRÜCKEN/STRASBOURG (Eigener Bericht) | |   Nachrichten | belgienfrankreichluxemburg

SAARBRÜCKEN/STRASBOURG (Eigener Bericht) Die deutsche Außenpolitik drängt auf weitere Schritte zur Denationalisierung der westeuropäischen Nachbarstaaten, deren Grenzen in sogenannten Eurodistrikten aufgehen sollen. Für entsprechende Pilotprojekte haben sich französische Gebietskörperschaften im ,,Raum Straßburg" zur Verfügung gestellt. Sie folgen dem ökonomischen Druck, der von den deutschen Nachbargebieten ausgeht und das Wirtschaftsleben des Alsace und der Lorraine dominiert. Die faktische Auflösung des französischen Grenzsaums wird von weitergehenden Forderungen der deutschen Partei ,,Bündnis 90/Die Grünen" begleitet. ex.klusiv

SAARBRÜCKEN | |   Dokumente | belgienfrankreichluxemburg

SAARBRÜCKEN Um zu ,,zeigen, dass Europa grenzenlos ist", hat der saarländische Landesverband der Partei ,,Bündnis 90/Die Grünen"seinen jüngsten Parteitag in der französischen Lorraine abgehalten. Die Lorraine, Luxembourg und Ostbelgien müssten mit den deutschen Bundesländern Saar und Rheinland-Pfalz zu einer ,,Großregion"zusammenwachsen, forderten die deutschen Parteitagsdelegierten. Die grüne Partei verbreitet eine bis Nancy reichende Gebietskarte, die dem französischen, luxemburgischen und belgischen Territorium souveräne Eigenstaatlichkeit abspricht. Sämtliche Grenzeintragungen fehlen. ex.klusiv

LUXEMBOURG (Eigener Bericht) | |   Nachrichten | luxemburg

LUXEMBOURG (Eigener Bericht) Die grenznahen deutschen Bundesländer intensivieren ihre Einflussarbeit in den Anrainerstaaten, um das Wirtschaftsgeschehen der ausländischen Peripherien auf das Gebiet der Bundesrepublik zu lenken. Dem Drängen des Bundeslandes Saarland, ,,gemeinsame Projekte"zu entwickeln, folgte Ende Mai eine hochrangige Delegation aus Luxembourg. Kurz zuvor hatten sich die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt den jeweiligen Anrainergebieten als lukrative ,,Chemie-Regionen"empfohlen. ex.klusiv