Mitgestalten

|   Kurznachrichten | indien

Volkswagen nimmt als erster deutscher Autokonzern mit einem eigenen Werk die Vollproduktion in Indien auf. ex.klusiv

NEW DELHI/HELSINKI/BERLIN | |   Nachrichten | indien

NEW DELHI/HELSINKI/BERLIN (Eigener Bericht) - Von dem heutigen Gipfeltreffen zwischen der EU und Indien erwartet Berlin den Beschluss zur Aufnahme von Gesprächen über ein Freihandelsabkommen. Wie der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erklärt, ist dies nötig, um den deutschen Wirtschaftseinfluss in dem aufstrebenden Land weiter ausbauen zu können. Als schärfste Konkurrenten gelten dort die Vereinigten Staaten und die Volksrepublik China. Trotz des boomenden Indien-Handels und der Intensivierung der Militärkooperation zwischen Berlin und New Delhi warnen Politikberater vor einem Bedeutungsverlust Deutschlands und der EU gegenüber der indischen Regierung. Wie es heißt, setzt der südasiatische Atomwaffenstaat trotz gelegentlich abweichender Rhetorik auf eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, um sich in deren Windschatten ungestört zur Großmacht entwickeln zu können. Deutsche Versuche, gemeinsam mit Indien den globalen Einfluss der USA zurückzudrängen ("Multilateralismus"), wären demnach zum Scheitern verurteilt. ex.klusiv

NEW DELHI/BERLIN/PARIS | |   Nachrichten | indien

NEW DELHI/BERLIN/PARIS (Eigener Bericht) - Mit einem neuen Verteidigungsabkommen und umfangreichen Rüstungsexporten stärkt Berlin die militärische Zusammenarbeit mit Indien. Das Abkommen, das der indische Verteidigungsminister heute in Berlin unterzeichnen soll, gilt als Grundlage für die Ausfuhr deutscher Militärgüter in großem Maßstab und sieht eine engere Kooperation der Seestreitkräfte beider Länder vor. Das von New Delhi als indischer Einflussbereich beanspruchte Gebiet wird von Seewegen durchkreuzt, die für den deutschen Ostasienhandel große Bedeutung besitzen. Die militärpolitische Einflussnahme Berlins geht mit einem massiven Ausbau der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen einher und nutzt auch die zunehmende Kooperation zwischen New Delhi und Brüssel. Die Zusammenarbeit soll auf einem breit angelegten "7. EU-Indien-Gipfel" im Oktober weiter ausgebaut werden. Ziel ist die Eindämmung der Volksrepublik China bei gleichzeitigem Ausbau der deutsch-europäischen Positionen auf dem gesamten asiatischen Kontinent. ex.klusiv

LEVERKUSEN/NEW DELHI/SHANGHAI | |   Nachrichten | indienchina

LEVERKUSEN/NEW DELHI/SHANGHAI (Eigener Bericht) - Der deutsche Bayer-Konzern treibt seine Asien-Expansion mit dem Verkauf hochgefährlicher Pestizide voran und nimmt dabei schwere Vergiftungen der regionalen Landbevölkerung in Kauf. Wie malaysische Fachleute kritisieren, bietet Bayer in Indien und anderen asiatischen Staaten Schädlingsbekämpfungsmittel der WHO-Gefahrenklasse I ("extrem gefährlich"/"hoch gefährlich") an, obwohl dies Normen der Vereinten Nationen (FAO-Kodex) zuwiderläuft und für Menschen tödliche Folgen haben kann. Der Konzern, eines der größten deutschen Chemieunternehmen, ist in Indien Marktführer bei Agrochemikalien. Bei Bayer gilt das Land als einer der meistversprechenden Märkte der Asien-Pazifik-Region, in der die Firma ihre Geschäfte deutlich steigern will. Bereits jetzt erzielt Bayer in dem Gebiet rund 16 Prozent seines weltweiten Umsatzes und tätigt dort seine größten Auslandsinvestitionen. ex.klusiv

Neue Phase

BERLIN/NEW DELHI/BEIJING | |   Nachrichten | chinaindien

BERLIN/NEW DELHI/BEIJING (Eigener Bericht) - Die deutsche Wirtschaft vermeldet neue Rekorde bei der Asien-Expansion. Neben den Exporten in die Volksrepublik China (Zunahme: 27,6 Prozent) stiegen im ersten Halbjahr 2006 vor allem die Ausfuhren nach Indien in großem Maßstab - um knapp 44 Prozent. Weitere Zuwächse werden erwartet: Das Potential des deutsch-asiatischen Wirtschaftsaustauschs gilt als noch längst nicht ausgeschöpft. Die Handelsbeziehungen mit der Boomregion, die in den kommenden Jahren um massive Direktinvestitionen ergänzt werden sollen, bringen schon jetzt einschneidende politische Konsequenzen mit sich. Für die "deutsche Konjunktur" sei die "Sicherheit der Transportwege" nach Asien "entscheidend", schreibt die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung und hält außen- und militärpolitische Maßnahmen zur Kontrolle der Seewege nach Süd- und Ostasien für nötig. Zudem beinhalten die deutschen Ausfuhren auch Rüstungsexporte, die nach Berliner Vorstellungen deutlich ausgeweitet werden sollen. Empfänger ist Indien, ein zukünftiger Rivale der Volksrepublik China, den Berlin gegen Beijing in Stellung bringt. ex.klusiv

Gewinner

|   Kurznachrichten | indien

Die Deutsche Messe AG expandiert nach Indien, das in diesem Jahr Partnerland der Hannover Messe war. ex.klusiv

Wegbereiter

KÖLN/NEW DELHI/NANCHONG | |   Nachrichten | afghanistanindien

KÖLN/NEW DELHI/NANCHONG (Eigener Bericht) - Mit Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern in Höhe von rund 700 Millionen Euro vermeldet die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) für 2005 einen neuen Jahresrekord. Die weltweit tätige Tochtergesellschaft der staatlichen deutschen KfW-Bankengruppe steht kurz vor der Beteiligung an einem regionalen Finanzinstitut in Indien, das Ziel einer deutschen Einflussoffensive ist. Die DEG, eine Koppelstelle der so genannten Entwicklungshilfe an die Expansionsinteressen deutscher Unternehmen, hat seit mehr als 40 Jahren Projekte in über 100 Ländern durchgeführt und rühmt sich "umfassende(r) Länder-, Branchen- und Projektkenntnisse". Dieses Wissen stellt sie der nationalen Wirtschaft zur Verfügung und bietet deutschen Auslandsinvestoren "ein auf sie zugeschnittenes Instrumentarium". Das vorgeblich entwicklungspolitische Interesse ("dauerhafte Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen vor Ort") verschafft der DEG Zugang zu lokalen Regierungsstellen und Behörden; dort setzen die Apparate der deutschen Außenpolitik mit weiteren Maßnahmen an. ex.klusiv

HANNOVER/BERLIN/NEW DELHI | |   Nachrichten | indien

HANNOVER/BERLIN/NEW DELHI (Eigener Bericht) - Die deutsche Kanzlerin kündigt eine weitere Intensivierung der Kooperation mit Indien an und stellt Lieferungen der deutschen Nuklearindustrie an den Atomwaffenstaat in Aussicht. Dies ist das Ergebnis des gestrigen Treffens zwischen Angela Merkel und dem indischen Premierminister Manmohan Singh. Indien ist seit geraumer Zeit Ziel einer deutschen Einflussoffensive, die das Land als asiatische Gegenmacht zur Volksrepublik China stärken und als regionale Kontrollmacht in Süd- und Südostasien nutzen will. Zu diesem Zweck bieten deutsche Regierungskreise New Delhi Rüstungslieferungen in großem Maßstab an. Obwohl Washington auf dem Subkontinent ähnliche Pläne verfolgt, verbleibe Berlin noch genügend Spielraum für eine eigenständige Politik, heißt es in der deutschen Hauptstadt: Indien benötige Kooperationspartner, um eine allzu starke Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu vermeiden. Einer gestern bekannt gegebenen Verlautbarung zufolge bezieht sich dies ausdrücklich auch auf die bilaterale militärische Zusammenarbeit. ex.klusiv

Zielwerte

|   Kurznachrichten | indonesienindienchina

Dank seiner rasanten Expansion in Asien erreicht der deutsche Versicherer Allianz seine Wachstumsziele schneller als erwartet. ex.klusiv

NEW DELHI/BERLIN/HANNOVER | |   Nachrichten | indienchinausa

NEW DELHI/BERLIN/HANNOVER (Eigener Bericht) - Die militärische Aufrüstung Indiens durch die USA will Berlin mit wirtschaftspolitischen Offensiven beantworten und den deutschen Einfluss in New Delhi deutlicher zur Geltung bringen. US-Präsident Bush hatte in den vergangenen Tagen angekündigt, Indiens Nuklearpotential stärken zu wollen, und entsprechende Lieferungen aus den USA zugesagt. Die Angebote richten sich gegen die Volksrepublik China. Um die kommende Front im chinesischen Vorfeld besser zu besetzen, entsendet das Auswärtige Amt einen Diplomaten aus dem engeren Berliner Machtzirkel als neuen Botschafter in die indische Hauptstadt. Im April wird Bundeskanzlerin Merkel an einem deutsch-indischen Wirtschaftstreffen teilnehmen und sich persönlich für die weitere Intensivierung der Handelsbeziehungen einsetzen, die in den nächsten Jahren dramatisch ausgeweitet werden sollen. Berlin hat bereits im Jahr 2000 eine "Agenda für die deutsch-indische Partnerschaft im 21. Jahrhundert" ausgerufen, will seinen eigenen Einfluss auf dem Subkontinent ausbauen und beobachtet die Annäherung zwischen Indien und den USA seit geraumer Zeit mit Skepsis. ex.klusiv