Arrondierung

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ESSEN/BERLIN (Eigener Bericht) - Minister mehrerer lateinamerikanischer Staaten stehen am heutigen Montag in Essen (Nordrhein-Westfalen) für Absprachen über eine Berliner Einflussoffensive bereit. Ziel der bis morgen andauernden "Lateinamerika-Konferenz" ist es, deutschen Unternehmen größere Marktanteile zu verschaffen. Damit sollen Positionsverluste ausgeglichen werden, die in den 1990er Jahren wegen der deutschen Konzentration auf das osteuropäische Geschäftsfeld entstanden und bis heute nicht überwunden sind. Auch der politische Einfluss, vor allem in Mittelamerika, geht "derzeit klar zurück", warnen EU-Kreise. Unter dem Druck Berlins haben die mittelamerikanischen Regierungen am vergangenen Wochenende ihre Bemühungen um ein Zollabkommen fortgesetzt, das die kleinen Staaten der Region zu einem größeren Markt zusammenschließen soll. Die ökonomische Arrondierung, die Außenminister Frank-Walter Steinmeier im vergangenen Monat gefordert hat, ist damit auf dem von Berlin gewünschten Weg. ex.klusiv