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ABIDJAN/BERLIN (Eigener Bericht) - Trotz eines drohenden Blutbades in Côte d'Ivoire hält der Westen inklusive Berlin die Unterstützung für den angeblichen Sieger der Präsidentschaftswahlen, Alassane Ouattara, aufrecht. Ouattara, ein früherer hochrangiger IWF-Funktionär und Parteigänger des Westens, hat seinem Gegner Laurent Gbagbo den Krieg erklärt; Milizen, die ihn unterstützen, haben den Marsch auf die Machtzentrale Abidjan angetreten. Ouattara operiert von einem dortigen Luxushotel aus und ist vollständig von der UNO abhängig, die ihn schützt und zu politischen Verhandlungen ins Ausland verbringt. Unter ihrem Schutz und mit westlicher Rückendeckung hat er seine Kriegserklärung vollzogen. Beobachter warnen, angesichts der Ethnisierung des Konflikts sei selbst ein Völkermord nicht auszuschließen. Das westliche Spiel mit dem Feuer dient dazu, den bisherigen Präsidenten, der sich zumindest verbal auf antikoloniale Traditionen beruft, abzusetzen und einen Parteigänger an der Staatsspitze zu installieren. Ouattara hat vor Jahren während seiner Amtszeit als Ministerpräsident von Côte d'Ivoire seine Loyalität bewiesen, indem er europäischen Konzernen den Zugriff auf bedeutende Infrastruktureinrichtungen des Landes eröffnete. ex.klusiv