KÖLN/FRANKFURT AM MAIN | |   Dokumente

KÖLN/FRANKFURT AM MAIN german-foreign-policy.com dokumentiert eine Erklärung der "Initiative Elftausend Kinder" zur Entscheidung der Deutschen Bahn AG, auf den deutschen Bahnhöfen die Erinnerung an nach Auschwitz deportierte Kinder zuzulassen. ex.klusiv

Hamburg-Riga

|   Kurznachrichten

Mit einer Mahnwache und Kundgebungen wird in Hamburg an die Deportationen der Deutschen Reichsbahn erinnert. ex.klusiv

Ethno-Netzwerk

EUPEN | |   Nachrichten | belgien

EUPEN (Eigener Bericht) - Zehn Jahre nach der vorläufigen Einstellung ihrer verdeckten Einflussarbeit in Ostbelgien binden Vorfeldorganisationen der Berliner Regierungspolitik das Gebiet erneut in ihr Netzwerk ein. Wie die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV), eine mit dem Bundesinnenministerium verkoppelte Ethno-Organisation, mitteilt, will sie die ostbelgische "Deutschsprachige Gemeinschaft" (DG) in ihren Beirat aufnehmen. Bereits seit dem vergangenen Jahr intensiviert die FUEV ihre Kooperation mit der DG. Bei dieser handelt es sich um eine staatliche Gebietskörperschaft, die Hoheitsrechte unter anderem in den Bereichen Kultur und Bildung ausübt. Sie verwaltet das von 70.000 deutschsprachigen Belgiern bewohnte Gebiet um Eupen und Sankt Vith, das von 1871 bis 1919 sowie von 1940 bis 1945 zum Deutschen Reich gehörte. Die Einbindung der DG in das deutsche Ethno-Netzwerk erfolgt im Rahmen der Europäisierung völkisch geprägter deutscher Minderheitenpolitik. ex.klusiv

KÖLN/FRANKFURT AM MAIN | |   Dokumente

KÖLN/FRANKFURT AM MAIN In einer Presseerklärung ("Kein Einvernehmen mit den Initiatoren. Demonstrationen gehen weiter") antwortet die bundesweite "Initiative Elftausend Kinder" auf die Ankündigung der Bahn AG und des Bundesministers für Verkehr, im übernächsten Jahr eine Ausstellung über die Deportationen auf dem deutschen Schienennetz zeigen zu wollen. Wir veröffentlichen den ungekürzten Wortlaut. ex.klusiv

BERLIN/PARIS/HAMBURG | |   Nachrichten

BERLIN/PARIS/HAMBURG (Eigener Bericht) - In mehreren Presseerklärungen haben die Initiatoren der Ausstellung über NS-Reichsbahn-Deportationen erste Zugeständnisse des Bahnvorsitzenden Mehdorn begrüßt, aber für nicht ausreichend erklärt. Nach zweijährigen Verboten hatte Mehdorn am Wochenende eingewilligt, die deutschen Publikumsbahnhöfe für das Gedenken an elftausend deportierte jüdische Kinder und drei Millionen weitere Reichsbahn-Opfer zu öffnen. Allerdings, so Mehdorn, verfolge er "ein eigenes (...) Konzept". Grundlage solle eine bereits bestehende Museums-Ausstellung in Nürnberg sein, die Mehdorn "ergänzen" möchte. Eine Beteiligung Dritter werde nicht zugelassen. Das in jahrzehntelangen Recherchen erstellte Archiv der französischen Opferorganisation von Beate und Serge Klarsfeld bezeichnet Mehdorn als "Material", von dem "Elemente" in seine Ausstellung "integriert" werden könnten. Dieses "Material" sollen die Opfer "zur Verfügung stellen", ohne am Austellungskonzept mitwirken zu dürfen. Auch den deutschen Bürgerinitiativen, die sich in über 20 Städten für das Gedenken an die Reichsbahn-Deportierten einsetzen, wird jede Beteiligung verweigert. Angesichts dieser Zumutungen kündigen die deutschen Initiatoren weitere Demonstrationen an. Auch die französische Opferorganisation teilt mit, dass jede Zusammenarbeit mit der Bahn AG ausgeschlossen ist, wenn Mehdorn über die Ausstellungsinhalte allein verfügen möchte. ex.klusiv

Günter Hempel (2) | LEIPZIG | |   Interviews | russische-foederation
(Günter Hempel (2))

LEIPZIG Im ersten Teil unseres Interviews mit Dr. Günter Hempel (Kooperation und Konfrontation) zeichnete der Leipziger Staatsrechtler entscheidende Stationen der deutsch-russischen Militärkooperation bis zum Ende des Ersten Weltkriegs nach. Kurz darauf kam es zu neuen Kontakten zwischen Moskau und Berlin, die in den Vertrag von Rapallo mündeten und das in Versailles verfügte Entmilitarisierungsgebot unterlaufen sollten. ex.klusiv

BRÜSSEL/LEIPZIG/MOSKAU | |   Nachrichten | russische-foederation

BRÜSSEL/LEIPZIG/MOSKAU (Eigener Bericht) - Westliche Widerstände gegen den deutschen Wirtschaftskonkurrenten verzögern den Ausbau der Militärbasis Leipzig. Dort wird eine als zivil deklarierte Flughafen-Erweiterung durchgeführt, die Einsprüche der EU-Kommission provoziert. Auf dem Spiel stehen Subventionen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro, die das Land Sachsen gegenwärtig in den Bau neuer Startanlagen pumpt und deren Zahlung Brüssel moniert. In den unmittelbaren Genuss der Investitionen kommt das deutsche Luftfrachtunternehmen DHL, das seine Kapazitäten aus Westeuropa abzieht und in Leipzig zu einem uneinholbaren Marktführer wird. Auch das deutsche Militär profitiert von dem Ausbau. Berlin bündelt seine Luftlogistik für weltweite Großtransporte von Kriegswaffen ebenfalls auf dem sächsischen Flughafen und kooperiert dabei eng mit Moskau. Das von Brüssel eröffnete Einspruchsverfahren geht auf westeuropäische Konkurrenten des Marktriesen DHL zurück und lässt auch Washington nicht unbeteiligt. Die in Leipzig voranschreitende militärische Zusammenarbeit deutscher und russischer Stäbe beunruhigt die NATO-Spitzen. Die Vorgänge auf dem Leipziger Flughafen seien "bedenkliche Anzeichen, die dem aufmerksamen Beobachter durchaus bekannt vorkommen", sagt der Leipziger Staatswissenschaftler Dr. Günter Hempel im Gespräch mit german-foreign-policy.com. Hempel spielt auf historische Vorläufer des Berliner Umgangs mit Moskau an. ex.klusiv

Günter Hempel | LEIPZIG | |   Interviews | russische-foederation
(Günter Hempel)

LEIPZIG Über die Geschichte der deutsch-russischen Militärkooperation sprach german-foreign-policy.com mit Dr. Günter Hempel. Hempel ist Staatswissenschaftler, forschte an der Akademie der Wissenschaften und war unter anderem mit der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) in Wien befasst. ex.klusiv

BERLIN/MOSKAU | |   Nachrichten | russische-foederation

BERLIN/MOSKAU (Eigener Bericht) - Moskauer Regierungskreise kündigen eine neue Ausweitung der deutsch-russischen Luftfahrtkooperation an. Einbezogen werden auch prominente Militärlieferanten. Objekt der aktuellen deutschen Einflussnahme ist die neue Staatsholding OAK, die die wichtigsten Flugzeughersteller Russlands zusammenschließt. Der deutsch-französische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS werde zehn Prozent an OAK halten und möglicherweise einen Sitz im Aufsichtsrat bekommen, heißt es. Berlin ergänzt die sich verdichtende Zusammenarbeit mit Moskau, die zunehmend militärische Elemente enthält, um kontinuierliche Bemühungen zur Einkreisung Russlands. Die auf den ersten Blick gegensätzlichen Maßnahmen werden von konkurrierenden Fraktionen der deutschen Wirtschaft vorangetrieben und stellen Berlin die gesamte Bandbreite außenpolitischer Optionen zur Verfügung - von enger Kooperation bis zu konfrontativen Strategien. Wie der Leipziger Staatswissenschaftler Dr. Günter Hempel im Gespräch mit dieser Redaktion beschreibt, ist die optionale Handhabung der Militärbeziehungen mit Moskau in der deutschen Ostpolitik bestimmend. Dabei schuf die russische Seite den Deutschen jeweils günstige Bedingungen zur Aufrüstung, die Berlin 1914 und 1941 mit kriegerischen Überfällen quittierte. ex.klusiv