BERLIN/PARIS/DAMASKUS | |   Nachrichten | syrienlibanonfrankreich

BERLIN/PARIS/DAMASKUS (Eigener Bericht) - Der deutsch-französische Wettlauf um die führende Rolle im Libanon und im Nahen Osten geht in eine neue Runde. Paris übernimmt das militärische Oberkommando der Besatzungsstreitkräfte und vereitelt Alleingänge der Berliner Außenpolitik an der Grenze zu Syrien. Dort wollte Deutschland Einheiten stationieren und sein Marinekorps um Bodentruppen ergänzen, aber scheiterte an Hinweisen aus Paris und Warnungen aus Damaskus. Syrien fürchtet ein Vorrücken ausländischer Soldaten auf Grenzpositionen 25 Kilometer vor seiner Hauptstadt. Die syrische Führung habe "sehr unkonstruktive Signale" ausgesandt, umschrieb die deutsche Bundeskanzlerin die enttäuschten Erwartungen der Berliner Nahost-Politik, nach denen das Land einen kontrollierten Regimewechsel zu absolvieren hat. Trotz mehrfacher Zurückweisung des deutschen Grenzabenteuers kündigt die Bundeskanzlerin "Ausbildungshilfen" sowie "Ausrüstung von Zoll und Polizei" für libanesische Kontrollen an der syrischen Grenze an. ex.klusiv

Exempel

|   Kurznachrichten | spanien

Die Europäische Kommission spricht Spanien das Recht ab, die eigene Energie- Versorgung gegen zu starken deutschen Einfluss abzusichern. ex.klusiv

Pioniergeist

|   Kurznachrichten | russische-foederation

Der deutsche Handelskonzern Metro setzt seine rasante Expansions- Strategie in Russland fort. ex.klusiv

KINSHASA/MOGADISCHU/BERLIN | |   Nachrichten | kongo-kinshasa

KINSHASA/MOGADISCHU/BERLIN (Eigener Bericht) - Angesichts möglicher weiterer Unruhen in Kinshasa führen deutsche Soldaten Propaganda-Aktionen zur Schwächung innerkongolesischen Widerstands gegen die EU-Truppen durch. Teil des deutschen Kontingents sind 20 Angehörige der Abteilung "Operative Information" (OpInfo), die mittels geeigneter Psycho-Techniken das Einsatzumfeld stabilisieren sollen. OpInfo-Soldaten beteiligen sich an bewaffneten Auslandseinsätzen der Bundeswehr seit der Truppenentsendung nach Somalia in den Jahren 1993/94. Während in dieser Woche rund 130 deutsche Fallschirmjäger zusätzlich zu den bereits in Kinshasa stationierten Bundeswehrsoldaten in die kongolesische Hauptstadt verlegt worden sind und dort Patrouillen durchführen, verhandeln westliche Diplomaten über den Konflikt zwischen den Milizen des gegenwärtigen Präsidenten Joseph Kabila und des Vizepräsidenten Jean-Pierre Bemba. Deutsche Geheimdienste lancieren im Hintergrund Mutmaßungen, die eine eventuelle Spaltung des Landes ins Spiel bringen und geeignet sind, die zu Wochenbeginn bürgerkriegsähnlich eskalierten Spannungen zu fördern. ex.klusiv

Neue Projekte

|   Kurznachrichten

Die Bundesregierung will noch in diesem Jahr neue Rüstungs- Projekte mit einem Volumen von knapp sechs Milliarden Euro auf den Weg bringen. ex.klusiv

Neue Phase

BERLIN/NEW DELHI/BEIJING | |   Nachrichten | chinaindien

BERLIN/NEW DELHI/BEIJING (Eigener Bericht) - Die deutsche Wirtschaft vermeldet neue Rekorde bei der Asien-Expansion. Neben den Exporten in die Volksrepublik China (Zunahme: 27,6 Prozent) stiegen im ersten Halbjahr 2006 vor allem die Ausfuhren nach Indien in großem Maßstab - um knapp 44 Prozent. Weitere Zuwächse werden erwartet: Das Potential des deutsch-asiatischen Wirtschaftsaustauschs gilt als noch längst nicht ausgeschöpft. Die Handelsbeziehungen mit der Boomregion, die in den kommenden Jahren um massive Direktinvestitionen ergänzt werden sollen, bringen schon jetzt einschneidende politische Konsequenzen mit sich. Für die "deutsche Konjunktur" sei die "Sicherheit der Transportwege" nach Asien "entscheidend", schreibt die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung und hält außen- und militärpolitische Maßnahmen zur Kontrolle der Seewege nach Süd- und Ostasien für nötig. Zudem beinhalten die deutschen Ausfuhren auch Rüstungsexporte, die nach Berliner Vorstellungen deutlich ausgeweitet werden sollen. Empfänger ist Indien, ein zukünftiger Rivale der Volksrepublik China, den Berlin gegen Beijing in Stellung bringt. ex.klusiv

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Die Bundesregierung stellt den deutschen Militärs mehrere hundert Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. ex.klusiv

Evakuiert

|   Kurznachrichten | kongo-kinshasa

Beim Beginn militärischer Kämpfe im Kongo ist der deutsche Botschafter in Kinshasa von EU-Truppen evakuiert worden. Es war der erste EUFOR-Einsatz, deutsche Soldaten waren beteiligt. ex.klusiv

Europa machen!

BERLIN/PARIS/ANKARA/WASHINGTON | |   Nachrichten | italienfrankreich

BERLIN/PARIS/ANKARA/WASHINGTON (Eigener Bericht) - In einem Forderungskatalog für die kommende deutsche EU-Ratspräsidentschaft ("Europa machen!") verlangt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) eine Konzentration der Brüsseler Finanzplanung auf die Interessen kerneuropäischer Unternehmen und fordert die Reduzierung der Subventionen für die Armutsgebiete an den Rändern der EU. Wie es in dem Papier heißt, müssen zudem die "verfehlte" europäische Agrarpolitik korrigiert und die Osterweiterung der Union "möglichst komplikationslos" weitergeführt werden. Zu den erklärten Zielen des BDI gehört die Sicherung der dominierenden ökonomischen Stellung Deutschlands in Ost- und Südosteuropa. Gleichzeitig wird nach verbesserten Rahmenbedingungen für deutsche Unternehmen in der globalen Konkurrenz mit den USA, Japan und China verlangt. Die Planungen, deren möglichst konfliktfreie Verwirklichung über Brüssel erfolgen soll, laufen bedeutenden Interessen Frankreichs zuwider; sollten die Forderungen realisiert werden, verschieben sich die innereuropäischen Kräfteverhältnisse weiter zugunsten der Berliner Hegemonie. ex.klusiv

Geld ist da

|   Kurznachrichten | libanon

Die deutsche Wirtschaft hofft, vom Krieg im Nahen Osten zu profitieren und am Wiederaufbau des Libanon maßgeblich beteiligt zu werden. ex.klusiv