Hochdruck

|   Kurznachrichten | tschechische-republik

Deutschlands zweitgrößter Handelskonzern Rewe verstärkt seine Expansion in Tschechien. ex.klusiv

Zielwerte

|   Kurznachrichten | indonesienindienchina

Dank seiner rasanten Expansion in Asien erreicht der deutsche Versicherer Allianz seine Wachstumsziele schneller als erwartet. ex.klusiv

Abwehrschlacht

BERLIN/PARIS | |   Nachrichten | frankreich

BERLIN/PARIS (Eigener Bericht) - Mit umfangreichen Maßnahmen in der Finanz- und Rüstungsbranche sucht Paris die Unterstellung bedeutender französischer Konzerne unter deutsche Kontrolle zu verhindern. Nachdem die Übernahme des Rüstungsunternehmens Thales durch die deutsch-französische EADS in letzter Minute abgewehrt werden konnte, stärkt die französische Regierung ihre Positionen auch innerhalb von EADS und sucht sich damit gegen deutsche Einflussoffensiven zu behaupten. Zugleich arbeiten Finanzkreise in der französischen Hauptstadt darauf hin, eine Fusion der von Paris dominierten Vier-Länder-Börse Euronext mit der Deutschen Börse sowie den Umzug des Firmensitzes an den deutschen Börsenplatz Frankfurt am Main unmöglich zu machen. Die nächste Etappe der deutschen Wirtschaftsoffensive steht bereits bevor: Der Einstieg der Deutschen Bahn AG bei der Betreibergesellschaft des französischen Hochgeschwindigkeitszuges. ex.klusiv

KABUL/BERLIN | |   Nachrichten | afghanistanirak

KABUL/BERLIN (Eigener Bericht) - Angesichts der Frühjahrsoffensive afghanischer Aufständischer werden in Kreisen deutscher Militärs Warnungen vor einem Scheitern der westlichen Besatzungspolitik in Afghanistan laut. Wie der Vorsitzende des Bundeswehr-Verbandes kurz vor den Kampfhandlungen des vergangenen Wochenendes erklärte, bei denen die Zahl der Kriegstoten einen neuen Jahreshöchststand erreichte, ist er von den Erfolgsaussichten des Einsatzes "nach wie vor nicht überzeugt". "Die Sicherheitslage verschärft sich dramatisch", berichten auch Mitarbeiter westlicher Hilfsorganisationen dieser Redaktion. Zugleich wachsen die Spannungen zwischen den Besatzungsmächten. Berliner Regierungsberater befürchten die Installierung einer US-dominierten Präsidial-Autokratie in Kabul und setzen ihrerseits auf das afghanische Außenministerium. Dem kürzlich entlassenen Außenminister wurde nachgesagt, dem Bundesnachrichtendienst (BND) nahe zu stehen. Sein im März ernannter Nachfolger gehört bis heute der Partei des ehemaligen deutschen Außenministers Fischer an (Bündnis 90/Die Grünen). ex.klusiv

Hilferuf

LONDON/BERLIN/NEW YORK | |   Nachrichten | grossbritannienusa

LONDON/BERLIN/NEW YORK (Eigener Bericht) - In einem dringenden Appell bitten britische Konservative die USA um Hilfe gegen das deutsche Vormachtstreben und die EU. Berlin habe seinen politischen Einfluss "dramatisch gesteigert" und werde auch unter der CDU-Kanzlerin von den hegemonialen Zielen seiner Außenpolitik nicht ablassen, warnt der Londoner Parlamentsabgeordnete Bill Cash. Cash wirft Washington vor, einem "strategischen Irrtum" verfallen zu sein, indem es die europäische Integration stütze, statt gegen die kontinentale Ausweitung der deutschen Wirtschaftsmacht aktiv vorzugehen. Die stillschweigende Flankierung der Berliner "Realpolitik" schade sowohl nordamerikanischen wie britischen Interessen und müsse korrigiert werden, verlangt Cash in einem Positionspapier, das er US-Abgeordneten Anfang April vorlegte. Cash erinnert seine Gesprächspartner an die militärpolitische Verflechtung beider Staaten und hebt die wirtschaftliche Bedeutung der "transatlantischen Sonderbeziehungen" zwischen Großbritannien und den USA hervor. Das Memorandum erscheint zum Zeitpunkt eines Übernahmekampfes um die Londoner Stock Exchange (LSE), deren Aufkauf durch die Frankfurter Börse im vergangenen Jahr am Einspruch internationaler Investmentfirmen scheiterte. Dieselben Kreise bemühen sich seit vergangener Woche, den britischen Finanzplatz neuerlichen deutschen Zugriffen zu entziehen - statt von der Frankfurter Börse soll die Londoner Stock Exchange jetzt von New York übernommen werden. Die wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen führen zu einer zunehmenden Ausdifferenzierung des westlichen Staatenlagers. Nach Auffassung britischer Konservativer ist ein engerer Schulterschluss mit Washington dringend geboten, um der deutschen Konkurrenz die Stirn zu bieten. ex.klusiv

Verdrängung

|   Kurznachrichten | polen

Der deutsche Axel Springer-Verlag beginnt mit einer zweiten Tageszeitung einen neuen "Medienkrieg" auf dem umkämpften polnischen Zeitungsmarkt. ex.klusiv

Schlachtplan

|   Kurznachrichten | china

Die Deutsche Post blickt sich nach weiteren Möglichkeiten zur Expansion in Asien und Australien um und hat dabei die Volksrepublik China ganz oben auf ihrer Agenda. ex.klusiv

Kühler Kopf

|   Kurznachrichten | niederlande

Der deutsche Energiekonzern RWE will mit einer Milliarden- Investition zum führenden Strom- und Gasunternehmen in den Niederlanden werden. ex.klusiv

Heiße Phase

|   Kurznachrichten | jugoslawien

Die RTL-Group des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann arbeitet an ihrem Einstieg in Serbien. ex.klusiv

WIEN/BERLIN | |   Nachrichten | oesterreich

WIEN/BERLIN (Eigener Bericht) - Am Wochenende haben deutsche und österreichische Truppen ein Großmanöver zur Vorbereitung auf EU-Armeeeinsätze unter Berliner Kommando abgeschlossen. Die Militärübung simulierte eine Gewaltoperation zugunsten ethnisch motivierter Aufständischer in einer nicht näher bezeichneten Hochgebirgslandschaft. Dabei sollten "neuartige Kooperationsformen" erprobt werden, in deren Konsequenz es zum Bruch völkerrechtlich bindender Verträge kommt. Entsprechende Vorstöße ("Aufgabe der nationalen militärischen Identität" Österreichs) lanciert der Wiener Streitkräftekommandant. Das Manöver reiht sich in zahlreiche Versuche ein, die österreichische Armee in die deutschen Europa-Pläne einzubinden. Nach Aussagen des Berliner Verteidigungsministers kommt Wien eine Stellvertreterfunktion in Südosteuropa zu. Kritiker sprechen von einem "'(un)heimlichen' zweiten Anschluss Österreichs an die wiedererwachte deutsche Großmachtpolitik". ex.klusiv