KÖLN/BAGDAD/BERLIN | |   Nachrichten | irak

KÖLN/BAGDAD/BERLIN (gfp.com) - Trotz aller Warnungen und anhaltender Todesgefahr für zwei deutsche Geiseln treiben staatliche Stellen ihre Fördermaßnahmen für die deutsche Wirtschaftsexpansion in den Irak am heutigen Freitag fort. In Köln wird ein "Deutsch-Irakisches Unternehmertreffen" eröffnet, über das die Wirtschaftsministerin des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen die Schirmherrschaft übernommen hat; Ziel ist es, "konkrete Vorhaben im Irak auf den Weg zu bringen". Für die Abwicklung der Wirtschaftsprojekte müssen deutsche Fachkräfte in das Kriegsgebiet entsandt werden, wird in Industriekreisen bestätigt. Sicherheitsrisiken seien "unvermeidlich", heißt es über die willentlich in Kauf genommene Gefährdung von Menschenleben. Ähnliche Kommentare liefern Berliner Politiker über steigende Spannungen im Verhältnis zu Teheran und eventuelle Krisenfolgen. Vor diesem Hintergrund heizen deutsche Tageszeitungen die Stimmung gegen die islamische Welt durch den Abdruck von Karikaturen an, die zentrale Glaubensinhalte des Islam verunglimpfen. Die Zeichnungen wurden zuerst in Dänemark veröffentlicht und haben in zahlreichen Ländern massive Proteste ausgelöst. Die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Provokationen bereiten weiteren Maßnahmen gegen islamisch geprägte Staaten den Boden und stärken das bellizistische Lager der Berliner Außenpolitik. ex.klusiv

MÜNCHEN/BANGKOK/PHNOM PENH/BEIJING | |   Nachrichten | chinathailandvietnam

MÜNCHEN/BANGKOK/PHNOM PENH/BEIJING (gfp.com) - Wirtschaftliche Positionsgewinne im südostasiatischen Umfeld der Volksrepublik China stehen am morgigen Freitag im Mittelpunkt einer der Münchner Sicherheitskonferenz vorgelagerten Wirtschaftstagung. Wie es in Berlin heißt, müsse man den Machtzuwachs Beijings gemeinsam mit Washington "abfedern"; Absprachen hierzu sind für das Militärtreffen am kommenden Wochenende angekündigt. Zugleich soll die ökonomische und politische Stellung Deutschlands in der unmittelbaren Umgebung Chinas ausgebaut werden. Die Bundesregierung fördert den Zusammenschluss der dortigen Staaten und bietet sich ihnen als angeblich neutrale Schutzmacht gegen den wachsenden chinesischen Einfluss an. Damit überträgt Berlin auf eigene Expansionsziele in Südostasien eine Strategie, die es bislang vor allem in ehemaligen Kolonien Frankreichs und Großbritanniens gegen den Einfluss der früheren Kolonialmächte anwendet: Angeblichen Schutz gegenüber mächtigen Staaten anzubieten, um eigene Macht zu erlangen. ex.klusiv

MÜNCHEN/TBILISSI | |   Nachrichten | russische-foederationirangeorgien

MÜNCHEN/TBILISSI (gfp.com) - Bei der bevorstehenden Münchner Sicherheitskonferenz soll die zügige Aufnahme Georgiens in das westliche Militärbündnis vorgeschlagen werden. Dies erfährt german-foreign-policy.com aus diplomatischen Kreisen der deutschen Hauptstadt. Um das weitere Vordringen der NATO an die russischen Grenzen öffentlichkeitswirksam in Szene zu setzen, wird der Staatspräsident Georgiens, Michail Saakaschwili, auf dem Münchener Militärtreffen den Einleitungsvortrag halten. Saakaschwili, der einer "defekten Demokratie" vorsteht, hat bereits in der vergangenen Woche bestätigt, seine Regierung strebe einen NATO-Beitritt "in nächster Zukunft" an. Die dritte Osterweiterung der NATO, die jetzt endgültig den Kauksasus erreicht, beschleunigt den Rüstungswettlauf mit Moskau und betrifft auch den Iran. Von dort will Georgien das dringend benötigte Gas beziehen, um sich aus Abhängigkeiten von Russland zu lösen. Den Frontaufbau an den russischen Grenzen befördert Berlin mit Maßnahmen sogenannter Entwicklungshilfe. Die Aktivitäten werden von der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung begleitet, die mit einem eigenen Büro im Südkaukasus für "gemeinsame Perspektiven" sorgt. ex.klusiv

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|   Kurznachrichten | indienbulgarien

Der mehrheitlich in öffentlichem Besitz befindliche deutsche Flughafenbetreiber Fraport hat das Bieterverfahren um den indischen Hauptstadt-Flughafen für sich entschieden. ex.klusiv