BERLIN | |   Nachrichten

BERLIN (Eigener Bericht) - Am 8. November wird der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin den ersten "Technologiepreis der wehrtechnischen Industrie" vergeben. Die Preisverleihung gilt als Teil einer Offensive der deutschen Rüstungskonzerne und Militärs, die die wissenschaftlichen Einrichtungen noch stärker in den Dienst einer an militärischen Erfordernissen ausgerichteten Forschung stellen wollen. Die Stifter des Militärtechnologiepreises setzen auf einen "Gesinnungswandel", der die Wehrforschung als selbstverständlichen Teil der Wissenschaft etabliert. ex.klusiv

BONN/PARIS/MONROVIA | |   Nachrichten | frankreich

BONN/PARIS/MONROVIA (Eigener Bericht) - Am kommenden Wochenende (5./6. November) findet in Bonn ein Treffen deutscher Regierungsmitglieder mit hochrangigen Politikern aus ganz Afrika statt, darunter mehrere Staats- und Regierungschefs. Die Zusammenkunft, an der auch deutsche Unternehmer mit Interessen in Afrika teilnehmen, firmiert als erste einer ganzen Reihe von Konferenzen, die im Rahmen einer Initiative des deutschen Bundespräsidenten ("Partnerschaft mit Afrika") geplant sind. Hintergrund ist eine Renaissance deutscher Einflusspolitik auf dem afrikanischen Kontinent, die zu Rivalitäten mit den europäischen Konkurrenten Großbritannien und Frankreich, aber auch mit den USA und der Volksrepublik China führt. Während Berlin seine Offensive ausweitet, erleidet Paris in Afrika schwere Rückschläge und muss seine Militärstützpunkte in zwei afrikanischen Ländern schließen. ex.klusiv

Schlichter

|   Kurznachrichten | bosnien-herzegowina

Berlin beansprucht die Position des Hohen Repräsentanten in Bosnien-Herzegowina für sich. ex.klusiv

ERBIL/DÜSSELDORF | |   Nachrichten | irak

ERBIL/DÜSSELDORF (Eigener Bericht) - Ein deutscher Vertrauter des Präsidenten der nordirakischen Region Kurdistan fordert deutsche Unternehmen zu stärkerer Wirtschaftstätigkeit in dem Gebiet auf. Die Regionalregierung in Erbil erwartet entsprechend den Autonomie-Bestimmungen der neuen irakischen "Verfassung" hohe Einkünfte aus der Erdölförderung, die in Bagdad fehlen, im Norden des Landes aber einen Wirtschaftsboom auslösen könnten. Wie Siegfried Martsch, ein ehemaliger Parlamentarier der Partei des scheidenden deutschen Außenministers (Bündnis 90/Die Grünen), erklärt, könne es sich als "Fehler" erweisen, im Nordirak zu spät gegen die europäische und US-amerikanische Konkurrenz anzutreten. Martsch ist wegen seiner langjährigen Unterstützung des Barzani-Clans, der jetzt die Regionalregierung beherrscht, in dessen Sippe aufgenommen worden und darf sich "Siggi Barzani" nennen. Stärkeren deutschen Wirtschaftseinfluss hält er insbesondere dann für möglich, falls "Irakisch Kurdistan" zum eigenständigen Staat wird. ex.klusiv