Eigene Quellen

|   Kurznachrichten | grossbritannien

Die deutsche E.ON AG verstärkt ihren Einfluß auf die britische Gasversorgung durch die Übernahme eines Gasförderers. ex.klusiv

BERLIN/BEIRUT | |   Nachrichten | libanon

BERLIN/BEIRUT (Eigener Bericht) - Am heutigen Sonntag beendet die Beiruter Niederlassung der Heinrich-Böll-Stiftung eine weitere Veranstaltungsreihe zum "Bürgerkrieg" im Nahen Osten und über die Erneuerung der libanesischen Gesellschaft nach deutschen Vorstellungen. Die Aktivitäten sind Teil einer Offensive des Auswärtigen Amtes, das in den arabischsprachigen Ländern nach Stützen der Berliner Einflussarbeit sucht und örtlichen Tippgebern Privilegien anbietet. So hielten sich im September mehrere Journalisten auf Einladung der Böll-Stiftung in der Bundesrepublik auf, um "moderne Entwicklungen westlicher Kultur" kennenzulernen. Nach Beendigung des Austauschprogramms entdeckten die arabischen Stipendiaten, dass in ihren Ländern "zu viel über Politk" berichtet wird. Auch bedürfe die arabische Kunst einer dringenden "Erneuerung". Auf diesem Gebiet will die Böll-Stiftung im Libanon noch intensiver tätig werden - gemeinsam mit dem Goethe-Institut sowie den Firmen Siemens und Züblin. ex.klusiv

BERLIN/PARIS | |   Nachrichten | frankreich

BERLIN/PARIS (Eigener Bericht) - Berliner Außenpolitiker beschuldigen Paris eines "Demokratiedefizits" in Militärangelegenheiten und schätzen die autonomen Verteidigungskapazitäten des französischen Nachbarn als gering ein. Dies geht aus einem Untersuchungsbericht hervor, den die offiziöse Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) jetzt veröffentlicht hat. Demnach ist Frankreich trotz ehrgeiziger nationaler Rüstungsprojekte in einen Zustand technischer Unselbständigkeit geraten und auf eine Militär-"Politik der europäischen Arbeitsteilung" zwingend angewiesen. Weiter heißt es, die Überprüfung der französischen Rüstungsstrategie lasse erkennen, dass sich Paris "keinen full spectrum-Ansatz leisten kann", also den fortgeschrittensten Gewaltpotentialen der US-Armee hinterherlaufe und eine reine Prestige-Politik betreibe. Das geringschätzige Urteil, dessen Veröffentlichung außenpolitische Zwecke verfolgt, wird durch Invektiven über französische Militärs aus dem gaullistischen Lager ergänzt. Weil sie die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs berücksichtigen und u.a. deutsch-französische Militärsymbiosen skeptisch beurteilen, handelt es sich bei ihnen nach Berliner Auffassung um Fantasten. Die Argumentation des gaullistischen Militär-Flügels trage "zum Teil verschwörungstheoretische Züge", belustigt sich das SWP-Papier über die Erben des französischen Generals. ex.klusiv

JAKARTA/BERLIN | |   Nachrichten | indonesien

JAKARTA/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit Sondermitteln finanziert das Auswärtige Amt einen Umbau des indonesischen Parteien- und Parlamentssystems. Abgewickelt wird das Vorhaben über die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt), deren indonesische Kooperationspartner die Reformpläne vorantreiben. Die politischen Eliten Indonesiens werden von expansionswilligen deutschen Wirtschaftskreisen seit geraumer Zeit als "korrupt" bezeichnet und sehen sich entsprechenden Anpassungsforderungen ausgesetzt. Das südostasiatische Land spielt in den globalen Plänen Berlins eine hervorgehobene Rolle. Wie deutsche Regierungsberater erklären, müssten Indonesien und die übrigen ASEAN-Staaten in einem "regionalen Sicherheitssystem" zusammengeschlossen und gegen angebliche chinesische Hegemonialbestrebungen in Schutz genommen werden. ex.klusiv

BERLIN/TEHERAN/RIAD | |   Nachrichten | iran

BERLIN/TEHERAN/RIAD (Eigener Bericht) - Berlin ergänzt den westlichen Druck auf den Iran durch Einflussmaßnahmen auf die Ressourcenstaaten der Arabischen Halbinsel. Während die amtierende rot-grüne Bundesregierung gemeinsam mit Paris und London die UNO gegen Teheran in Stellung zu bringen sucht, intensiviert das deutsche Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) seine Kooperation mit den politischen, militärischen und wirtschaftlichen Eliten der Golfstaaten. Wie es beim CAP heißt, müssten Bahrain, Kuwait, Oman, Qatar, Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate möglichst umgehend vertraglich an die EU angebunden werden ("Europäische Nachbarschaftspolitik"). Die Berliner Planungen gelten sämtlichen Anrainerstaaten des Persischen Golfs und zielen auf eine hegemoniale Position in einem der bedeutendsten Ressourcengebiete der Welt. Dort werden 45 Prozent der internationalen Erdölreserven vermutet; 20 Prozent der weltweiten Crude-Produktion (gereinigtes Rohöl) stammen aus dieser Region. ex.klusiv

|   Kurznachrichten | daenemark

Der deutsche Handelskonzern Lidl will nach erfolgreicher Auslands-Expansion unter anderem nach Frankreich mit Dänemark ein weiteres Land für sich erobern. ex.klusiv

Top Ten

|   Kurznachrichten

Mit dem Kauf eines britischen Konkurrenten steigt der ehemalige Staatskonzern Deutsche Post unter die zehn größten Unternehmen der Welt auf. ex.klusiv

|   Rezensionen

Die kontinuierlichen Karrieren von Carl Hundhausen, Albert Oeckl und Franz Ronneberger Berlin 2003 (Karl Dietz Verlag) Rosa-Luxemburg-Stiftung Manuskripte 37 235 Seiten 9,90 Euro ISBN 3-320-02936-3 ex.klusiv

BERLIN/BREMEN/FRIEDRICHSHAFEN | |   Nachrichten

BERLIN/BREMEN/FRIEDRICHSHAFEN (Eigener Bericht) - Im Kampf um zwei kriegswichtige Rüstungsunternehmen hat die Bundesregierung einen Etappensieg erzielt und will die Übernahme durch ausländische Bieter endgültig durchkreuzen. Als Interessenten treten sowohl französische wie US-amerikanische Konzerne auf, die ihre Warenpaletten um deutsche U-Boote und Panzer erweitern möchten. Objekte des Rüstungswettbewerbs sind der Motorenhersteller MTU (Friedrichshafen) und die Atlas Elektronik GmbH (Bremen). Damit ihre Kriegsproduktion unter Berliner Verfügung gehalten werden kann, erklären sich die deutschen Konzerne MAN und ThyssenKrupp zum Aufkauf bereit. Wie ein Vertreter der Bundesregierung erklärt, müssten deutsche Unternehmen "auf dem Fahrersitz" Platz nehmen, um im Führungskampf um die europäische Rüstungsproduktion als Sieger hervorzugehen. Diesen "klaren strategischen Kurs" werde auch die kommende Bundesregierung fortführen - unabhängig von ihrer parteipolitischen Zugehörigkeit. ex.klusiv

BRÜSSEL/BERLIN | |   Dokumente

BRÜSSEL/BERLIN Die Europäische Kommission hat ein Papier zur Bekämpfung unerwünschter Migration veröffentlicht, das auf entsprechende Planungen Berlins zurückgeht. ex.klusiv