BERLIN/TEHERAN | |   Nachrichten | russische-foederation

BERLIN/TEHERAN (Eigener Bericht) - Auf einer ,,Außenpolitischen Jahrestagung''will die deutsche Heinrich-Böll-Stiftung (Bündnis 90/Die Grünen) ,,geografisch und kulturell an neue Grenzen''vorstoßen. Die Veranstaltung soll Konzepte diskutieren, die den Kaukasus, Nordafrika sowie den Nahen und Mittleren Osten stärker an die europäischen Hauptmächte binden könnten. Zu den interessierenden Staaten gehören u.a. Algerien, Ägypten, Israel, Marokko und Syrien. Weitere Begehrlichkeiten richten sich auf Armenien und Aserbaidschan. Die bis nach Zentralasien ausgreifende Expansionsperspektive umschließt wesentliche Ressourcengebiete der westlichen Industriestaaten und öffnet an den östlichen Flanken die Grenzen zum Iran. Im Zentrum des strategischen Interesses stehe ,,die Sicherung (der) Energieversorgung'', schreibt die Stiftung, die sich ihre Jahrestagung u.a. von der EU bezahlen lässt, aber auch ,,freundliche Unterstützung der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika''erfährt. ex.klusiv

Gesunde Basis

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Der Medienkonzern Bertelsmann setzt seine Expansion fort und kauft kurz nach der Übernahme einer französischen Buchhandelskette nun einen US-amerikanischen Versandhändler. ex.klusiv

Heuschrecken

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Die Niederlage der Führungsriege der Deutschen Börse im Machtkampf mit Großaktionären zieht Forderungen nach staatlichen Maßnahmen gegen ausländische Investoren nach sich. ex.klusiv

PARIS/BERLIN | |   Nachrichten

PARIS/BERLIN Um über das Gedenken an die elftausend Kinder zu informieren, die auf dem deutschen Schienennetz nach Auschwitz deportiert wurden, stellen die Initiatoren einen Flyer zur Verfügung. Er soll entlang der Deportationsstrecken an die Reisenden der Bahn AG verteilt werden. german-foreign-policy.com veröffentlicht die Druckvorlage auf seiner Sonderseite (in der Mitte der rechten Spalte). ex.klusiv

MOSKAU/BERLIN | |   Nachrichten | russische-foederation

MOSKAU/BERLIN (Eigener Bericht) - Auf dem heutigen Gipfeltreffen zwischen der EU und Russland wollen die europäischen Kernmächte ihre Einflusssphären und Optionsgebiete mit Moskau abgleichen. Ziel sei es, die ,,Beziehungen mit Russland auf eine neue, höhere Stufe (zu) stellen'', erklärte EU-Kommissionspräsident Barroso vor den Verhandlungen. Moskau hofft auf Minderung des westlichen Expansionsdrucks, beansprucht erweiterte Teilnahme an gemeinsamen Geschäften und bietet dafür Vorleistungen an. Sie sollen Berlin von den Vorzügen eines festeren Bündnisses überzeugen. Im Vorfeld der heutigen Verhandlungen hatte der russische Präsident Putin die Deutschen ermuntert, mehr machtpolitisches Selbstbewusstsein an den Tag zu legen. Auch während der Moskauer Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Sieges der Roten Armee wiederholte Putin seine Offerten und lobte Berlin ( ,,historische Versöhnung zwischen Russland und Deutschland''). Die Verhandlungen über Einflusssphären und Optionsgebiete betreffen den Kaukasus und Zentralasien. In Moldawien und Georgien sollen russische Militärstützpunkte aufgelöst werden. ex.klusiv

AMMAN/BERLIN | |   Nachrichten | jordanien

AMMAN/BERLIN (Eigener Bericht) - Mit der Gründung einer ,,German Jordanian University''(GJU) fördert die Bundesregierung den Aufbau eines ,,der deutschen Wirtschaft in besonderem Maße verbundene(n) Absolventennetzwerk(es)''im Nahen und Mittleren Osten. Die GJU wird nach dem Modell deutscher Fachhochschulen aufgebaut und bringt Studierende aus Jordanien, dem Irak, Syrien und dem Westjordanland in systematischen Kontakt mit Anwerbern deutscher Behörden und der deutschen Wirtschaft. Nach der ,,German University Cairo''(GUC) ist das jordanische Institut die zweite unter direktem Berliner Einfluss stehende Hochschule in einem arabischsprachigen Staat. Beide Einrichtungen stehen in erklärter Konkurrenz zu den dortigen Hochschulen der USA. Die Grundsteinlegung für die GJU erfolgte Ende April im Beisein des jordanischen Königs, der Lehrbetrieb soll im Oktober aufgenommen werden. ex.klusiv

Beleidigung

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Der Besuch von drei Kriegsschiffen der deutschen Marine im Hafen von Sewastopol hat kurz vor dem 60. Jahrestag des Kriegsendes auf der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu Protesten geführt. ex.klusiv

MOSKAU/BERLIN/FREIBURG | |   Nachrichten | russische-foederation

MOSKAU/BERLIN/FREIBURG (Eigener Bericht) - Als ,,wenig hilfreich''und ,,streckenweise peinlich''bezeichnen Kreise des Auswärtigen Amtes (AA) die Äußerungen Wladimir Putins zur neuen deutschen Rolle in der Weltpolitik. Der russische Präsident hat die Deutschen unmittelbar vor dem 60. Jahrestag des Kriegsendes als ,,Opfer''der NS-Regierung bezeichnet und ihnen in der Berliner Boulevardpresse zugerufen, sie sollten sich nicht ,,zwingen''lassen, ihr Haupt mit ,,Asche zu bestreuen und sich dauernd zu geißeln''. Putins Äußerungen folgen den Schlussstrich- und Umdeutungsdiskursen der Berliner Regierung, aber sind mit Losungen der rechtsextremistischen NPD zu verwechseln ( ,,Schuldkult'') und deswegen im AA auf Kritik gestoßen. Gegen den Versuch, aus der Erinnerung an den 8. Mai 1945 die Rolle der Täter zu tilgen, richten sich Aktivitäten in zahlreichen deutschen Städten. In Berlin versammelten sich Teilnehmer eines Autokorsos vor dem Verwaltungsgebäude des größten europäischen Medienkonzerns ( ,,Hitlers bester Lieferant''). Am Bahnhof Zoo verlangten die Demonstranten von der Deutschen Bahn AG, sie müsse ihre Bahnhöfe für eine Ausstellung über 11.000 Kinder öffnen, die auf dem deutschen Schienennetz in den Tod geschickt wurden. In Freiburg beteiligten sich 350 Besucher an einer Protestveranstaltung gegen die Unternehmensleitung der DB AG. Der Versuch, die Fotos der Opfer aus den Bahnhöfen zu verbannen, ,,ist die aktuelle Form der Amnesie und des Leugnens, das die Nachkriegszeit prägte'', heißt es in einem Freiburger Redebeitrag. ex.klusiv

BERLIN | |   Dokumente

BERLIN Wir dokumentieren Ausschnitte der Rede des Berliner Gegeninformationsbüros am 6. Mai vor dem Bahnhof Zoologischer Garten. ex.klusiv

FREIBURG | |   Dokumente

FREIBURG Wir dokumentieren Ausschnitte aus der Rede des Initiativkreises ,,11.000 Kinder'', der in Freiburg durch Hans-Rüdiger Minow vertreten wurde. ex.klusiv