BONN/BERLIN | |   Nachrichten | usa

BONN/BERLIN Die Berliner Regierung lobt hohe Beträge aus, um ausländische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen für den deutschen Forschungsbetrieb zu gewinnen. Die nationale Konzentration einer mehrsprachigen Forschungselite wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vorangetrieben, die am 31. Januar den ,,Sofja Kovalevskaja-Preis"an 29 überwiegend ausländische Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen verleiht - darunter mehrere aus den USA. Dem Vorstand der formal unabhängigen Stiftung gehören neben den Präsidenten hochrangiger Wissenschaftsverbände und Forschungsinstitute der deutsche Außenminister, die deutsche Ministerin für Bildung und Forschung sowie die Präsidentin der deutschen Kultusministerkonferenz an. Die Preissummen sind teilweise höher als der Betrag eines Nobelpreises. ex.klusiv

POTSDAM-GELTOW | |   Nachrichten

POTSDAM-GELTOW Der beginnende Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan wird vom neuen ,,Einsatzführungskommando"der Bundeswehr geleitet, das die Funktion eines Generalstabs übernimmt. Damit ist eine weitere Einschränkung deutschen Machstrebens gefallen: Die Bundeswehr verfügt erstmals in ihrer 45jährigen Geschichte über einen Kommandostab, der übergreifend die Teilstreitkräfte Marine, Heer und Luftwaffe vereint und in seinen Funktionen Aufgaben wahrnimmt, die in den früheren deutschen Armeen vom Generalstab wahrgenommen wurden. ex.klusiv

FRANKFURT AM MAIN | |   Nachrichten | usa

FRANKFURT AM MAIN Der ,,Chief Economist"der Deutschen Bank, Norbert Walter, beklagt die mangelnde internationale Wertschätzung des Euro und sagt den USA und dem Dollar den Kampf an: Der Euro werde den Dollar in diesem Konkurrenzkampf besiegen, kündigte Walter an. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten

BERLIN Deutschland hat seit den 1970er Jahren Indien und Pakistan bei der Entwicklung von Atomwaffen unterstützt. Die heutigen Atommächte profitierten sowohl vom Wissenstransfer als auch von direkten Zulieferungen aus der Bundesrepublik. Ohne intensive Zusammenarbeit mit deutschen Firmen und der deutschen Regierung wären weder Indien noch Pakistan in der Lage gewesen, eigene Atomsprengköpfe bzw. deren Trägersysteme zu entwickeln. ex.klusiv

Durch ,,Entwicklungszusammenarbeit"mit Nicht-Atomwaffensperrvertrags-Staaten versucht die Bundesrepublik Deutschland, die technologischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine eigene Atomwaffenproduktion zu erlangen. | |   Hintergrund

Durch ,,Entwicklungszusammenarbeit"mit Nicht-Atomwaffensperrvertrags-Staaten versucht die Bundesrepublik Deutschland, die technologischen und organisatorischen Voraussetzungen für eine eigene Atomwaffenproduktion zu erlangen.

Indien: Atomraketen mit deutscher Hilfe

1971 wurde ein deutsch-indisches Regierungsabkommen über die Zusammenarbeit bei der ,,friedlichen Verwendung der Kernenergie"und der Weltraumforschung geschlossen, das 1974 um eine Einzelvereinbarung zwischen der DLR (Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt , früher DFVLR) und der Indian Space Research Organization (ISRO) ergänzt wurde. Die Kooperation wurde vom Bundesministerium für Forschung und Technik und der DFVLR getragen und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit koordiniert. Die seit 1973 betriebene Zusammenarbeit umfasste die Ausbildung indischer Wissenschaftler an deutschen Instituten, die Beratung der ISRO durch deutsche Wissenschaftler in Indien, die Geräte- und Literaturbeschaffung für die ISRO bis hin zur kompletten Durchführung von Experimenten für das indische Raumfahrtprogramm sowie die Erstellung umfangreicher Software.

Die Mittelstreckenrakete AGNI, die atomar, chemisch und konventionell bestückt werden kann, hat eine Antriebsstufe, die im Rahmen der deutsch-indischen Raumfahrtzusammenarbeit von der DFVLR getestet wurde. Im aktuellen indischen Atomprogramm ist AGNI die Trägerrakete für die getesteten Atomsprengköpfe. Auch die Degussa hat Indien Rohmaterialien wie z.B. Beryllium für den Bau der Atombombe verkauft - und dafür auch die Genehmigung vom Bundesamt für Wirtschaft bekommen.

Pakistan: ,,Schwere Verletzungen des Atomwaffensperrvertrages"

Ein entsprechendes Forschungsabkommen der BRD mit Pakistan - das entscheidend zur Entwicklung der Atombombe in dem südasiatischen Land beigetragen hat - wurde 1973 abgeschlossen, Das von der damaligen SPD/FDP-Regierung verantwortete Abkommen habe Pakistan mit dem Know-how versorgt, mit dem am Ende ,,eben nicht nur zivile Kernenergie-Technik entwickelt wurde, sondern auch Waffentechnik", sagte der SPD-Außenpolitiker Verheugen noch 1998. Damit ein Land wie Pakistan Atombomben bauen könne, müsse es ,,schwere Verletzungen des Atomwaffensperrvertrages während langer Zeit gegeben haben", fügte er hinzu - und zwar Vertragsbrüche durch die Bundesrepublik, die im Gegensatz zu Indien und Pakistan diesen Vertrag unterzeichnet hat.

In der 80er Jahre wurden illegale Exporte von Nuklearkomponenten aus Deutschland bekannt; dazu gehörte das Design eines nicht internationaler Kontrolle unterliegenden Reaktors mit einer Plutoniumproduktionskapazität von jährlich bis zu 10 Kilogramm. 1989 wurden Mitarbeiter der deutschen ,,Neue Nuklear Technik GmbH"in Gelnhausen wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Außenwirtschaftsgesetz zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Sie hatten 1986 waffenfähiges Tritium nach Pakistan geliefert.

In der Zeit des Abkommens arbeitete der ,,Vater der pakistanischen Atombombe", Abdul Quadeer Khan, von 1972 bis 1975 in der Urananreicherungsanlage Almelo, einem deutsch-britisch-niederländischen Gemeinschaftsprojekt; er hatte während dieser Zeit die Gelegenheit, sich Listen von Lieferfirmen und Pläne zu beschaffen.

Brasilien, Argentinien, Ägypten, Irak: ,,Intensive Kooperation"

Bereits 1969 schloß die BRD mit Brasilien ein Abkommen über die ,,Zusammenarbeit in der wissenschaftlichen Forschung und technologischen Entwicklung". Im Nuklearbereich begann eine intensive Kooperation, mit deren Hilfe Brasilien, das den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat, die wesentlichen Voraussetzungen zur Herstellung der Atombombe schaffen konnte. Auch bei der Entwicklung und Nutzung der Träger-Raketen spielte die Bundesrepublik eine wichtige Rolle.

Wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung der Raketenforschung in Argentinien hatten hunderte deutscher Ingenieure und Techniker. Sie hatten für die Nazis gearbeitet, flüchteten 1945 nach Argentinien und trugen mit ihrem Know-How zum Aufbau der argentinischen Nuklear- und Luftfahrttechnologie entscheidend bei.

Ägypten hatte bereits in den sechziger Jahren unter Führung von Gamal Abdel Nasser internationales Aufsehen mit einem gegen Israel gerichteten Raketenprogramm erregt, an dem maßgeblich deutsche Wissenschafter und Ingenieure beteiligt waren.

Auch am Aufbau der irakischen Raketenkapazität waren deutsche Unternehmen führend beteiligt. Nach einer Ende 1990 veröffentlichten Studie des Simon-Wiesenthal Zentrums in Los Angeles sollen 207 Firmen dem Irak bei der Entwicklung und Herstellung von Massenvernichtungsmitteln und Trägersystemen geholfen haben, 86 davon aus der Bundesrepublik. Mit diesen Raketen beschoß der Irak im Golfkrieg Israel; jüdische Holocaust-Überlebende lebten in Angst vor Giftgas-Angriffen.

Deutschland: ,,eine hochentwickelte Raketennation"

In Deutschland sind die technischen und organisatorischen Bedingungen für eine hochentwickelte Raketenproduktion mittlerweile gegeben, insbesondere durch die DLR (Deutsche Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt, früher DFVLR), die DARA (Deutsche Agentur für Raumfahrtangelegenheiten) und die DASA (Deutsche Aerospace). Praktisch in allen Bereichen der Raketentechnik liegen deutsche Firmen und Forschungseinrichtungen mit an der Weltspitze, vom Antrieb über Lenkung und Eintrittstechnologie bis zu Test und Produktion.

Auch atomwaffenfähiges Uran wird bald zur Verfügung stehen. In Garching bei München wird ein Forschungsrektor in Betrieb gehen, in dem ungeachtet internationaler Proteste hochangereichertes Uran verarbeitet werden wird. Das im Reaktor verarbeitete Material würde zur Herstellung von mehreren Dutzend Atombomben reichen.

Der Kritiker der deutschen Atompolitik Jürgen Scheffran nennt Deutschland eine ,,hochentwickelte Raketennation".

1) s. Deutschland besteht auf Nutzung von Atomwaffen-Material

Quellen:
Greenpeace: Pakistans Nuklearkomplex;
www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/HINTERGR/C02HI41.HTM
Pakistan-Bombe: Deutsche bauten mit. Seit 25 Jahren unterstützt die BRD Pakistans Atomprogramm; Junge Welt 30.5.1998
Jürgen Scheffran: Die heimliche Raketenmacht. Deutsche Beiträge zur Entwicklung und Ausbreitung der Raketentechnik (Informationsstelle Wissenschaft & Frieden Dossier Nr. 8)

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WILDBAD KREUTH | |   Nachrichten | usa

WILDBAD KREUTH Massive Aufrüstung und den Abbau demokratischer Kontrolle über die Bundeswehr hat die CSU-Landesgruppe auf ihrer Klausurtagung vom 7. bis zum 9. Januar gefordert. Die militärische Konkurrenz zu den USA wird als strategisches Ziel der Reorganisation des deutschen Militärs in dem Beschluss klar benannt: ,,Europa muss der unverzichtbare Partner der für uns unentbehrlichen Weltmacht USA werden.´´ ex.klusiv

München: Ullstein, 2002 ISBN: 3.548-36320-2 8,95 EUR 17,50 DM Germans into NazisCambrigde (Mass.) / London: Harvard University Press, 1998 ISBN: 0674350928 16.95 $ 20,35 EUR 39,80 DM | |   Rezensionen

München: Ullstein, 2002 ISBN: 3.548-36320-2 8,95 EUR 17,50 DM Germans into NazisCambrigde (Mass.) / London: Harvard University Press, 1998 ISBN: 0674350928 16.95 $ 20,35 EUR 39,80 DM

Der Autor, Professor an der Universität von Illinois, stellt die Frage, wie die Nazis eine derartig große Massenbasis in der deutschen Bevölkerung gewinnen konnten. Er kommt zu dem Ergebnis, daß die Deutschen keine Verführten oder gar Opfer waren: ,,Zwischen 1928 und 1933 schlossen sich Millionen von Deutschen einer gewaltigen politischen Erhebung an ... Für Konservative und Stahlhelmmänner, für konservative Arbeiter und bäuerliche Protestler wie auch für Hitlers Wähler fanden die langen Jahre der Opposition gegen die Weimarer Republik endlich im Sieg vom Januar 1933 ihren Abschluß. Es war der Augenblick, der ... das Versprechen des August 1914, als die deutschen für die nationale Sache an einem Strang gezogen hatten, einlöste. Mit anderen Worten: Die Nationalsozialisten konnten auf einen allgemeineren ´nationalsozialistischen` Konsens bauen, der weit über Hitlers Partei hinausreichte.´´

Wichtiger Ausgangspunkt für Fritzsche ist die politische Mobilisierung der deutschen Bevölkerung zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Zu dieser Zeit nahm der bisher von oben verordnete staatliche Nationalismus einen volkstümlicheren Charakter an. Das Augusterlebnis 1914 vermittelte nun auch der breiten Bevölkerung ein nachhaltiges Gefühl von Selbständigkeit und Eigenvollmacht, das eine populistische Kombination aus Streben nach sozialer Reform und völkisch geprägtem Nationalstolz hervorbrachte.
Der Autor analysiert die zwei Jahrzehnte bis zur Machtübernahme der NSDAP als eine revolutionär-populistische Entwicklung, die sich bei Beginn des Ersten Weltkrieges erstmals manifestierte, 1918 an Kraft gewann, die Weimarer Republik bedrohte und schließlich im Aufstieg der NSDAP kulminierte. Als moderne Massenpartei gelang ihr die Mobilisierung des völkischen Gefühls und die Einigung der Deutschen jenseits der sozialen Schichten und Interessengruppen.

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Kaufbeuren/Berlin (Eigener Bericht) | |   Nachrichten

Kaufbeuren/Berlin (Eigener Bericht) Im bayrischen Kaufbeuren wurde eine Ehrenstätte gestiftet zum Gedenken an die Toten der deutschen Gebirgstruppe, einer berüchtigten Wehrmachtsformation im 2.Weltkrieg. Gleichzeitig bezeichnete ein Berliner Gericht die Beschimpfung von Wehrmachtsdeserteuren als ,,Straftäter´´ als eine ,,nicht böse gemeinte Meinungsäußerung´´. ex.klusiv

BONN | |   Nachrichten

BONN Das Technische Hilfswerk (THW), die Katastrophenschutzorganisation der Bundesregierung, beteiligt sich verstärkt an der deutschen Auslandsexpansion. Dies geht aus dem im Dezember verabschiedeten ,,Positionspapier des THW zur veränderten sicherheitspolitischen Weltlage"hervor. ,,Es wird mit zunehmenden Auslandseinsätzen und Hilfsprojekten in von Krisen betroffenen Regionen zu rechnen sein". Schon jetzt seien die Auslandseinsätze des THW ,,zu einem international anerkannten, wichtigen Faktor der deutschen Außenpolitik geworden", schreiben die Paramilitärs. ex.klusiv

ESSEN (Eigener Bericht) | |   Nachrichten

ESSEN (Eigener Bericht) Die deutsche RAG Coal International, die zur Essener Ruhrkohle AG gehört, meldet für das Jahr 2001 einen Gesamtumsatz von 4,5 Milliarden Euro. Davon wurden mehr als 90% im Ausland realisiert (4.359,8 Milliarden). Das Inlandsgeschäft (386,9 Millionen) stützt der deutsche Staat mit hohen Subventionen. Die öffentlich bezuschusste Rendite betrug 12%. Die RAG Coal International besitzt 18 ausländische Bergwerke und ist an weiteren Gruben in den USA (RAG American Coal Holding); in Australien (RAG Australia Coal Holding) und in Venuzuela (Carbones de Guasare S.A.) beteiligt. ex.klusiv