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BERLIN Der ,,Afghanistan-Kenner"und Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion, Rudolf Bindig, spricht sich gegen die weitere staatliche Einheit Afghanistans aus. ex.klusiv

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BERLIN Conrad Schetter, Mitarbeiter am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, warnt vor einer ,,Neuordnung"Afghanistans nach ethnischen ( ,,rassischen") Kriterien. Dieses Konzept - das von der deutschen Außenpolitik forciert wird - werde weitere Konflikte schüren und könne zu einer Neuauflage der jugoslawischen Ereignisse führen. ,,Ethnizität als Instrument der Interessendurchsetzung"werde Afghanistan in eine völkische Katastrophe stürzen. ex.klusiv

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BERLIN (Eigener Bericht) Bei den gegenwärtigen Planungen für eine Nachkriegsordnung in Afghanistan beansprucht die deutsche Außenpolitik eine führende Rolle. Während die USA unfähig und zu parteiisch seien, werde Berlin als ,,Mittler mit der großen Ordnungsidee"die ,,Neuordnung"Afghanistans maßgeblich bestimmen, heißt es in der deutschen Presse. ex.klusiv

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BERLIN Die deutschen Planungen für die ,,Neuordnung"Afghanistans orientieren sich immer offener an den schon auf dem Balkan erprobten völkischen Neuordnungskonzepten. Als Bündnispartner der ,,Neuordnung"werden in der liberalen Wochenzeitung Die Zeitafghanische Stammesführer empfohlen, als Ordnungskonzept die Stammesordnung. Auch eine Teilung Afghanistans wird inzwischen diskutiert. ex.klusiv

Der Berliner Anspruch auf eine führende Rolle bei den Planungen für eine Nachkriegsordnung in Afghanistan stößt in der deutschen Presse auf große Zustimmung. Für die ,,Deutschen als Fachleute für Friedenssicherung und humanitäre Hilfe" spräch | |   Nachrichten | afghanistan

Der Berliner Anspruch auf eine führende Rolle bei den Planungen für eine Nachkriegsordnung in Afghanistan stößt in der deutschen Presse auf große Zustimmung. Für die ,,Deutschen als Fachleute für Friedenssicherung und humanitäre Hilfe" spräch

Deutschland als ,,Mittler ohne eigenem Interesse"

Die Frankfurter Allgemeinen Zeitung sieht die deutsche Außenpolitik im Ringen um Einfluß auf die ,,Neuordnung" Afghanistans in einer günstigen Ausgangsposition: ,,Innerhalb Europas wiederum ist Deutschland mehr als andere zum Handeln aufgerufen. Als einer Nation ohne große koloniale Vergangenheit wird den Deutschen, anders als etwa den Briten, kein verstecktes eigenes Interesse in Pakistan, Afghanistan oder Palästina unterstellt. Anders als Frankreich mit seinen arabischen Verbindungen genießt Berlin sowohl das Vertrauen Israels als auch - unter anderem wegen der alten Verbindungen zwischen der PLO und der deutschen Linken - die Sympathie vieler Araber." Die Prinzipien für die Zukunft Afghanistans, die Fischer auf seiner Nahost-Reise durchzusetzen versuche, ,,schreien geradezu nach einer solchen Mittlerinstanz". Deutschland könne und werde sich als ,,Mittler ohne eigenem Interesse" profilieren.

,,Die Afghanen vertrauen auf Deutschland"

Beim ,,Wiederaufbau Afghanistans" würden die Deutschen eine ,,herausragende Rolle" spielen, ist sich die Welt sicher. Bestätigen läßt sie sich das von der entwicklungspolitischen Sprecherin der Grünen, Angelika Köster-Loßack: ,,Deutschland genießt in Afghanistan und der Region ein besonderes Vertrauen." Die besondere Rolle Deutschlands wurzele in historisch gewachsenen Verbindungen nach Afghanistan und Pakistan, wo es sich in den letzten 200 Jahren wirtschaftlich, politisch und kulturell sehr stark engagiert habe1).

USA in der Sackgasse - Deutschland zeigt Präsenz

Auch die Frankfurter Rundschau ist voll des Lobes für die Ansprüche der deutschen Außenpolitik: ,,Was Fischer und ... Schröder in Asien wollen, ist Präsenz zeigen. Dabei sein ... möglichst auf den vorderen Plätzen. ... Fischers hoher Anspruch ist es, im veränderten globalen Kräftespiel eine ernst genommene, ausgleichende Rolle zu spielen. ... Dass er ... den ernsthaften Versuch gemacht hat, einen innerafghanischen Kompromiss voranzubringen, hebt sich ... positiv ab von der stark militärorientierten ... US-Diplomatie. Hier deutet sich eine mittelgroße deutsche Rolle an, die Sinn macht: gesprächsfähig bleiben, wenn andere sich in Sackgassen verrennen."

,,Deutschlands Aufgabe weltweit: Vorsorge und Nachsorge"

Der Tagesspiegel sieht ,,die Deutschen als Fachleute für Friedenssicherung und humanitäre Hilfe" gleich weltweit gefordert. Darüberhinaus seien sie die einzigen, die übergreifende Neuordnungspläne vorzuweisen hätten: ,,Was bisher zu fehlen schien, war ein übergeordnetes Konzept ... Nun ist es sichtbar, öffentlich propagiert vom deutschen Parlamentspräsidenten Wolfgang Thierse: eine ständige Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit, wie sie in Europa die letzten Jahrzehnte erfolgreich gearbeitet hat."

In der liberalen Wochenzeitung Die Zeit wird derweil bereits die Zusammenarbeit mit den afghanischen Stammesführern bei der "Neuordnung" Afghanistans empfohlen und als Ordnungskonzept die Stammesordnung.2)

1) s. dazu Rezension ,,Die Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland"
2) s. dazu Deutsche Empfehlung für Afghanistan: ,,Recht und Ordnung nach anderer Façon "

Quellen:
Afghanen vertrauen auf Deutschland. Dank jahrhundertealter Beziehungen nach Kabul führt Deutschland die Wiederaufbauhilfe an; Welt am Sonntag 21.10.01
Der Mittler mit der großen Ordnungsidee. Der Kurs Außenminister Fischers; Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.10. 01
Gefragt wie nie. Deutschlands Aufgabe weltweit: Vorsorge und Nachsorge; Tagesspiegel 22.10.01
Fischers hoher Anspruch; Frankfurter Rundschau 25.10.01

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BERLIN (Eigener Bericht) | |   Nachrichten | afghanistan

BERLIN (Eigener Bericht) Die deutsche Außenpolitik beginnt Pläne für eine ,,Neuordnung" Afghanistans zu forcieren. Diese orientieren sich an den schon auf dem Balkan erprobten völkischen Neuordnungskonzepten - wie Bundeskanzler Schröder in seiner Regierungserklärung zum ,,neuen Selbstverständnis deutscher Außenpolitik" angekündet hatte. Der Streit der ,,Volksgruppen" im ,,ethnischen Fleckenteppich Afghanistan" sei der entscheidende Faktor, deshalb müsse die "Neuordnung" nach ethnischen Gesichtspunkten erfolgen. Deutschland komme dabei eine führende Rolle zu. ex.klusiv

BERLIN/CALW | |   Nachrichten | afghanistan

BERLIN/CALW Das Kommando Spezialkräfte (KSK), eine militärische Sondereinheit der Bundeswehr, beteiligt sich zum wiederholten Mal an Auslandseinsätzen, die durch die deutsche Verfassung nicht gedeckt sind. Auch die vom obersten deutschen Verfassungsgericht angeordnete Zustimmung des Parlaments, das über Auslandseinsätze der Bundeswehr entscheiden soll, wird nicht eingeholt. ex.klusiv