Die sudetendeutsche Versöhnung

AUGSBURG/PRAG | |   Nachrichten | tschechische-republik

AUGSBURG/PRAG (Eigener Bericht) - Am morgigen Samstag erhält ein langjähriger "Grünen"-Politiker die höchste Auszeichung der "Sudetendeutschen Landsmannschaft". Milan Horáček, der für die deutschen "Grünen" erst im Bundestag, später im Europaparlament saß und die Prager Außenstelle ihrer Parteistiftung aufbaute, wird von der "Vertriebenen"-Organisation auf ihrem diesjährigen "Sudetendeutschen Tag" mit dem "Europäischen Karlspreis" ausgezeichnet - für "Verdienste um eine gerechte Völkerordnung in Mitteleuropa". Horáček hat sich immer wieder für Forderungen der "Vertriebenen"-Verbände eingesetzt; 1990 war er als Berater für den damaligen tschechoslowakischen Staatspräsidenten Václav Havel tätig, als dieser die Umsiedlung der Deutschen infolge des Zweiten Weltkriegs "bedauerte". Bei "Bündnis 90/Die Grünen", die den "Vertriebenen"-Verbänden lange Zeit kritisch gegenüberstanden, heißt es nun, die Preisverleihung sei "ein Zeichen der Versöhnung". In den Reihen der "Sudetendeutschen" finden sich weiterhin Kräfte der extremen Rechten. Der "Witikobund" etwa, der auch auf dem "Sudetendeutschen Tag" präsent sein wird, druckt in seinem jüngsten Rundschreiben den "Vorschlag" ab, Russland die Ost- und Polen die Westukraine zuzuschlagen; Polen solle dafür seinen heutigen Westen Deutschland übertragen.

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