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KARLSRUHE/HAMBURG | |   Nachrichten

KARLSRUHE/HAMBURG (Eigener Bericht) - Eine neue wissenschaftliche Studie befeuert die Diskussion um die von der Hamburger Toepfer-Stiftung nach 1945 betriebene Netzwerkbildung vormaliger NS-Kriegsverbrecher. Wie der Karlsruher Historiker Wigbert Benz schreibt, zählte auch der NS-Agrarexperte Hans-Joachim Riecke zu diesem Netzwerk. Riecke organisierte den exzessiven Raub von Nahrungsmitteln in den während des Zweiten Weltkriegs von deutschen Truppen besetzten Gebieten der Sowjetunion und sorgte so bewusst für den Hungertod von Millionen Menschen. 1951 wurde der diplomierte Landwirt Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung des Agrarhandelsunternehmens Alfred C. Toepfer und rückte einige Jahre später in den Vorstand der bis heute existierenden gleichnamigen Stiftung des Firmenchefs auf. In dieser Funktion vergab Riecke 1964 unter anderem den mit 25.000 D-Mark dotierten "Freiherr-vom-Stein-Stiftungspreis" an die Bundeswehrgeneräle Wolf Graf von Baudissin, Ulrich de Maizière und Johann Adolf Graf von Kielmansegg. Alle drei hatten während des Zweiten Weltkriegs dem Generalstab der Naziwehrmacht angehört; Kielmansegg brüstete sich mit der Aussage, er sei in Frankreich und Polen "über Gräber vorwärts" marschiert.

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