Ein imperiales System

BERLIN | |   Nachrichten

BERLIN (Eigener Bericht) - Deutsche Regierungsberater und Kommentatoren warnen davor, die in der Eurokrise offen durchbrechende deutsche Vorherrschaft in der EU allzu triumphal zur Schau zu stellen. "Missverständliche" Äußerungen wie etwa diejenige, von nun an werde "in Europa Deutsch gesprochen", seien geeignet, im Ausland Unmut zu erregen, heißt es in Berlin. Die Bundesrepublik müsse zwar durchaus "machtbewusst" auftreten, im Verhalten jedoch "bescheidene Zurückhaltung" üben, um nicht Widerstand zu provozieren. Schließlich habe man es, heißt es im Kommentar einer großen Tageszeitung, in Staaten wie Frankreich oder Großbritannien, die sich im Machtkampf mit Deutschland nicht durchsetzen könnten, mit "gekränkter nationaler Eitelkeit" zu tun. Bei den Äußerungen, die als "gekränkte Eitelkeit" abgetan werden, handelt es sich um Proteste gegen die deutschen Spardiktate, die nicht nur schwere gesellschaftliche Verwerfungen verursachen, sondern darüber hinaus von vielen als ökonomisch verhängnisvoll eingestuft werden. Die Chancen, das weithin als Crashkurs empfundene Vorgehen Berlins zu beeinflussen, werden im europäischen Ausland als gering eingeschätzt. In Pariser Regierungskreisen etwa heißt es: "Die Deutschen dominieren alles."

ex.klusiv


ex.klusiv

Den Volltext zu diesem Informationsangebot finden Sie auf unseren ex.klusiv-Seiten - für unsere Förderer kostenlos.

Auf den ex.klusiv-Seiten von german-foreign-policy.com befinden sich unser Archiv und sämtliche Texte, die älter als 14 Tage sind. Das Archiv enthält rund 5.000 Länder-Artikel sowie Hintergrundberichte, Dokumente, Rezensionen und Interviews. Wir würden uns freuen, Ihnen diese Informationen zur Verfügung stellen zu können - für 7 Euro pro Monat. Das Abonnement ist jederzeit kündbar.

Möchten Sie dieses Angebot nutzen? Dann klicken Sie hier.

Umgehend teilen wir Ihnen ein persönliches Passwort mit, das Ihnen die Nutzung unserer ex.klusiven Seiten garantiert. Vergessen Sie bitte nicht, uns Ihre E-Mail-Adresse mitzuteilen.

Die Redaktion

P.S. Sollten Sie ihre Recherchen auf www.german-foreign-policy.com für eine Organisation oder eine Institution nutzen wollen, finden Sie die entsprechenden Abonnement-Angebote hier.