Vom slawischen Drang nach Westen

WIESBADEN | |   Nachrichten

WIESBADEN (Eigener Bericht) - Die Regierung des Bundeslandes Hessen beliefert Lehreinrichtungen mit rechtslastigen Publikationen über die Umsiedlung der Deutschen. Eine Broschüre, die das hessische Sozialministerium im Juli an 450 Institutionen versandt hat, darunter Studienseminare und Abendgymnasien, ist von einem prominenten Interviewpartner rechtslastiger Medien verfasst worden. Der Völkerrechtler Alfred de Zayas schreibt darin, die Umsiedlung nach dem Zweiten Weltkrieg weise zumindest partiell "Völkermordcharakter" auf. Den "Vertriebenen" stehe daher die Rückgabe ihres früheren Eigentums oder Entschädigung zu. Über den einstigen tschechoslowakischen Staatspräsidenten Edvard Beneš behauptet der Autor, Beneš habe politische Ziele "in Analogie zur Ideologie des deutschen Nationalsozialismus" verfolgt. Die Broschüre enthält heftige Attacken auch gegen Polen sowie die Westalliierten. Ihre Verbreitung durch das Sozialministerium ist der vorläufige Höhepunkt einer bereits seit gut zehn Jahren andauernden Initiative der hessischen Landesregierung, die darauf abzielt, den Stellenwert der Umsiedlung im öffentlichen Diskurs zu stärken.

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