Die deutsche Frage

BERLIN/PARIS (Eigener Bericht) - Angesichts der hartnäckigen deutschen Blockaden in der Griechenland-Krise warnen Pariser Beobachter vor einem nationalen Alleingang Berlins. Die Einführung des Euro habe einst die Hoffnung genährt, die Bundesrepublik könne auf Dauer in die EU eingebunden werden, heißt es in der französischen Presse. Nun müsse man feststellen, dass Deutschland seiner weltweiten Expansion Vorrang vor der europäischen Kooperation einräume. Auf die Feststellung, dass Teile Europas - darunter Griechenland - aufgrund der Ungleichheiten in der Eurozone immer ärmer würden, höre man in Berlin die Antwort: "Na und?" Tatsächlich eruiert die Bundesregierung laut Berichten Möglichkeiten, finanziell schwächere Staaten aus der Eurozone und womöglich auch aus der EU zu entfernen, zunächst Griechenland, perspektivisch auch weitere Länder. Damit sollen umfangreichere Transferzahlungen vermieden werden. Deutsche Leitmedien gehen darüber hinaus zur europäischen Integration auf Distanz. Die EU, heißt es, habe sich "in den vergangenen Jahrzehnten übernommen". Man solle nach der Bewältigung der aktuellen Krise eine "Reflexionspause" einlegen und prüfen, was der Staatenbund überhaupt zu leisten in der Lage sei.

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