Ein Tabubruch

PARIS/BERLIN (Eigener Bericht) - In ungewohnter Offenheit protestiert Paris gegen die immer stärkere deutsche Wirtschaftshegemonie in der EU. Wie die Finanzministerin Frankreichs in einem Zeitungsinterview erklärt, führe Berlin seine seit Jahren mit Macht umgesetzte Exportoffensive auf Kosten anderer Euro-Länder durch; das stürze diese, beispielsweise Griechenland, in die Krise und könne sich für sie als auf Dauer nicht tragbar erweisen. Nach Jahren harter Streichungen bei Löhnen und Sozialleistungen müsse Berlin nun die Inlandsnachfrage ankurbeln. Die Bundesregierung weist die Pariser Forderungen, die von mehreren Euro-Staaten geteilt werden, entschieden zurück. Dabei weitet sich der Streit aus: Der deutsche Finanzminister ist am gestrigen Montag in Brüssel mit dem Plan, einen Europäischen Währungsfonds einzurichten und damit den Druck zu Streichungen nach deutschem Sparmodell in der EU zu erhöhen, auf Widerstand gestoßen. Hintergrund der deutschen Maßnahmen ist das Bemühen, ökonomisch auch weiterhin mit den Weltmächten zu konkurrieren und sich die wirtschaftliche Basis für eine eigene Weltmachtstellung zu erkämpfen.

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