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HAMBURG (Eigener Bericht) - Anlässlich einer Preisverleihung der Alfred Toepfer Stiftung an diesem Wochenende werden neue Proteste gegen die Organisation laut. Die Stiftung will ihren "Kairos-Preis" an einen Schriftsteller aus Island verleihen. Kritiker weisen darauf hin, dass der Stiftungsgründer, der während der NS-Zeit ein Netzwerk bis in höchste SS-Kreise unterhielt, im Jahr 1942 einen Preis seiner Organisation an Georg Leibbrandt habe vergeben wollen. Leibbrandt war in die systematische Vernichtung der Juden involviert und ein Teilnehmer der berüchtigten Wannsee-Konferenz. Die Stiftung, die lange scharfer Kritik ausgesetzt war, sie arbeite ihre NS-Vergangenheit nicht angemessen auf, beginnt inzwischen auf die Kritik zu reagieren und räumt etwa Unterstützungsleistungen des Gründers für NS-Täter ein, die maßgebliche Verantwortung für den Holocaust trugen. Ihre Stipendiaten und Preisträger nutzt die Stiftung, um ein europaweites Netzwerk aufzubauen. Als Tagungszentrum steht unter anderem ein norddeutscher Gutshof zur Verfügung, der in den 1930er Jahren als Zufluchtsort für Mitglieder der verbotenen österreichischen NSDAP und für tschechoslowakische ("sudetendeutsche") Befürworter eines Anschlusses der "Sudetengebiete" an das Deutsche Reich diente.

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