Europa bleibt zurück

BERLIN/PARIS/BEIJING | |   Nachrichten | frankreichchina

BERLIN/PARIS/BEIJING (Eigener Bericht) - Milliardenschwere Aufträge zum Bau von Satelliten entfachen erbitterte Konkurrenzkämpfe zwischen Deutschland und Frankreich. Im Mittelpunkt steht dabei die künftige Generation europäischer Wettersatelliten. Die zuständige Europäische Raumfahrtagentur ESA tendiert dazu, sie von einem französisch-italienischen Konsortium mit schwacher deutscher Beteiligung bauen zu lassen. Die Bundesregierung favorisiert die Auftragsvergabe an die EADS-Tochter Astrium, die deutsche Standorte bevorzugen würde, und läuft Sturm. Auf dem Spiel stehen ein Auftragsvolumen von 1,5 Milliarden Euro und erhebliches technologisches Know-how. Erst vor wenigen Wochen konnte sich das deutsche Technologie- und Rüstungsunternehmen OHB den Auftrag zum Bau von 14 Satelliten für das Navigationssystem Galileo sichern. Das Projekt hat ein Volumen von nur einer halben Milliarde Euro, besitzt aber umso größere militärische Bedeutung. Dabei fällt die EU inzwischen hinter China zurück: Beijing hat ein eigenes Navigationssystem gestartet, bereits den dritten Satelliten ins All transportiert und damit Brüssel überholt. Weil die EU China jahrelang stark unterschätzt hat, steht sogar der militärische Gebrauchswert von Galileo in Frage.

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