Das deutsche Blutsmodell (II)

CHISINAU/BUKAREST/FLENSBURG | |   Nachrichten | rumaenienmoldawien

CHISINAU/BUKAREST/FLENSBURG (Eigener Bericht) - Unter Berufung auf deutsche Blutsrechts-Praktiken kündigt der Staatspräsident Rumäniens Übergriffe auf Moldawien an. Demnach will Bukarest beinahe einem Drittel der Einwohner des Grenznachbarn die rumänische Staatsbürgerschaft verleihen, da sie "ethnische Rumänen" seien. Das Vorgehen entspreche "voll und ganz dem deutschen Modell", begründet der rumänische Staatspräsident Traian Basescu den Plan. Tatsächlich hat auch die Bundesrepublik Hunderttausende Polen und Zehntausende Tschechen unter Verweis auf ein angebliches "Deutschtum" eingebürgert. Die Bukarester Revisionspolitik hatte schon im April europaweit für Aufsehen gesorgt, als Demonstranten in Moldawien während Unruhen den Anschluss des Staates an Rumänien verlangt hatten. Dieselbe Forderung vertritt auch eine moldawische Partnerorganisation der CDU. Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft hat kürzlich ihre "Besorgnis" über die rumänische Ethno-Politik geäußert. Eine Stellungnahme aus Berlin, dessen völkische Praktiken Bukarest explizit zum Vorbild für seine expansiven Absichten erklärt und damit die Spannungen in Südosteuropa noch verschärft, ist hingegen nicht bekannt.

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