Goldgrube

BERLIN/BAGDAD/ARBIL | |   Nachrichten | irak

BERLIN/BAGDAD/ARBIL (Eigener Bericht) - Trotz zunehmender bewaffneter Auseinandersetzungen während der irakischen Parlamentswahlen verstärken deutsche Firmen ihre Expansion in die kurdischen Nordprovinzen des Irak. In dem erdölreichen Gebiet "beginnt die Wirtschaft zu florieren", erklärt der Präsident einer deutsch-irakischen Wirtschaftsorganisation. Deutsche Unternehmen hoffen auf Einnahmen aus dem Rohstoffgeschäft, aber auch bei der Vergabe öffentlicher Aufträge durch die kurdische Regionalregierung - sie verwaltet das regionale Erdölbudget. Die Sezessionsbestrebungen der kurdischen Verwaltung werden von deutschen Stellen seit geraumer Zeit unterstützt; eine eventuelle Abtrennung des Nordirak gilt in Berlin als realistische Option für den Fall, dass das Besatzungsregime in Bagdad zusammenbrechen sollte. Die Nordirak-Expansion deutscher Unternehmen wird von der Bundesregierung mit zahlreichen Maßnahmen gestützt ("Außenwirtschaftsförderung"); flankierend setzt Berlin kulturpolitische Mittel ein. Ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen haben die deutsche Seite in Auseinandersetzungen verwickelt, in denen sie faktische Kriegspartei und erpressbar geworden ist. Vor diesem Hintergrund spricht Berlin von "freien Wahlen", die nach Ansicht internationaler Beobachter eine Inszenierung der westlichen Besatzer sind.

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