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BERLIN/PARIS | |   Nachrichten | frankreich

BERLIN/PARIS (Eigener Bericht) - Berliner Außenpolitiker beschuldigen Paris eines "Demokratiedefizits" in Militärangelegenheiten und schätzen die autonomen Verteidigungskapazitäten des französischen Nachbarn als gering ein. Dies geht aus einem Untersuchungsbericht hervor, den die offiziöse Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) jetzt veröffentlicht hat. Demnach ist Frankreich trotz ehrgeiziger nationaler Rüstungsprojekte in einen Zustand technischer Unselbständigkeit geraten und auf eine Militär-"Politik der europäischen Arbeitsteilung" zwingend angewiesen. Weiter heißt es, die Überprüfung der französischen Rüstungsstrategie lasse erkennen, dass sich Paris "keinen full spectrum-Ansatz leisten kann", also den fortgeschrittensten Gewaltpotentialen der US-Armee hinterherlaufe und eine reine Prestige-Politik betreibe. Das geringschätzige Urteil, dessen Veröffentlichung außenpolitische Zwecke verfolgt, wird durch Invektiven über französische Militärs aus dem gaullistischen Lager ergänzt. Weil sie die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs berücksichtigen und u.a. deutsch-französische Militärsymbiosen skeptisch beurteilen, handelt es sich bei ihnen nach Berliner Auffassung um Fantasten. Die Argumentation des gaullistischen Militär-Flügels trage "zum Teil verschwörungstheoretische Züge", belustigt sich das SWP-Papier über die Erben des französischen Generals.

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