• WARSZAWA Die ost- und südosteuropäischen Klientelstaaten Deutschlands nutzen die deutsch-amerikanischen Konflikte, um Unterstützung gegen das offene deutsche Hegemoniestreben zu suchen. Viele europäische Länder ,,würden sich (...) energisch wehren, wenn eine europäische Macht den Führungsanspruch erhöbe", warnt ein prominenter polnischer Außenpolitiker. Beistand erhoffen die Staaten sich offenbar von den Vereinigten Staaten: Es falle ihnen ,,leicht, Amerikas Führungsrolle zu akzeptieren", heißt es. ex.klusiv

  • BERLIN Ein Berliner Gericht hat eine Klage jüdischer Gemeinden aus der Slowakei zurückgewiesen, mit der Entschädigungen für NS-Unrecht durchgesetzt werden sollten. Mehrere zehntausend Jüdinnen und Juden aus der Slowakei waren in den 1940er Jahren deportiert worden und hatten für ihre Deportation auch noch einen hohen Geldbetrag entrichten müssen. Während sich Regierungskreise zufrieden mit dem Berliner Urteil zeigten, werden inzwischen Hinweise darauf bekannt, dass die deutsche Regierung Deutsche, die am Ende des Zweiten Weltkriegs in Osteuropa interniert worden waren, bei deren ,,Entschädigungs"-forderungen gegenüber osteuropäischen Staaten unterstützt. ex.klusiv

  • BRATISLAVA In der Slowakei werden umfangreiche Eigentumsforderungen deutscher ,,Vertriebener"befürchtet, falls sich die Forderung nach Aufhebung der sogenannten Benes-Dekrete durchsetzen könnte. In einer offiziellen Erklärung stellt sich die slowakische Regierung deshalb hinter die tschechische Regierung, die die Aufhebung der Dekrete prinzipiell ablehnt. ex.klusiv

  • BRATISLAVA Der Essener RWE-Konzern übernimmt 49 Prozent der Anteile und die industrielle Führung des slowakischen Stromversorgers VSE (Východoslovenská energetika a.s.) und verspricht sich davon ,,hervorragende Perspektiven auf dem slowakischen Energiemarkt". ex.klusiv

  • BRATISLAVA Für die Slowakei, die nach Angaben des Auswärtigen Amtes ,,in Deutschland den wichtigsten Befürworter für den EU-Beitritt"sieht, bleibt die deutsche Wirtschaft der wichtigste Außenhandelspartner. Auch unter den ausländischen Investoren nimmt Deutschland den ersten Platz ein. Die inländische Konkurrenz spiele inzwischen für deutsche Produkte keine große Rolle mehr, erklärt die deutsche Außenhandelskammer in der Slowakei. ex.klusiv

  • WIEN / PRAG Die Fusion der Wasserkraft-Geschäfte des Düsseldorfer Energiekonzern E.on AG mit denen des österreichischen Marktführers Verbund AG ist am innenpolitischen Widerstand in Österreich gescheitert. Auch die schon für sicher gehaltene Übernahme des tschechischen Gasversorger ,,Transgas´´, durch den die RWE faktisch das Gasmonopol in der Tschechischen Republik innehätte, ist durch Einsprüche der Konkurrenten beim tschechischen Kartellamt wieder in Frage gestellt. ex.klusiv

  • LEIPZIG Die deutsche Wissenschaftsförderung widmet der Kaukasus-Region verstärkt ihr Interesse und ihre finanziellen Mittel. Der ,,Südosteuropa-Experte"Stefan Troebst, der die ,,Wiederkehr des Raumes"als wissenschaftliche Kategorie konstatiert, plädiert daher für einen erweiterten Südosteuropabegriff, der den Kaukasus mit einschließt. Troebst, der sich für die Einbeziehung ,,ethnohistorischer Spezifika"ausspricht, erwartetet ,,Nutzeffekte der angestellten Kaukasus-Balkan-Vergleiche"insbesondere in Bezug auf die ,,Dynamics of (De)Stabilisation". ex.klusiv

  • Ideologie und Praxis im 20. Jahrhundert Leipzig: Akadamische Verlagsanstalt, 2001 ISBN: 3-931982-23-8 24.50 EUR ex.klusiv

  • ESSEN/BRATISLAVA Ein Konsortium unter Beteiligung der deutschen Ruhrgas AG hat 49 Prozent des zweitgrößten europäischen Gasnetzbetreibers, der slowakischen SPP, übernommen. Die SPP ist für die Energieversorgung Europas von herausragender strategischer Bedeutung, da über die Pipelines der SPP 70 Prozent des russischen Gasexports nach Westeuropa fliessen. ex.klusiv

  • ESSEN Die deutschen Großkonzerne RWE, E.on und ,,Ruhrgas"bemühen sich um den Erwerb des slowakischen Gasversorgers SPP. RWE und E.on schmieden Allianzen, die ihnen den Aufkauf von 49% des slowakischen Gasmonopolisten SPP sichern sollen. ex.klusiv