|   Rezensionen | litauen

Der 22. Juni 1941 war, so hat es einer der wenigen Überlebenden einmal formuliert, "der Tag, an dem alles anfing". Das Deutsche Reich überfiel die Sowjetunion; die Wehrmacht und ihre diversen osteuropäischen Kollaborateure rückten in Richtung Osten vor - auch auf litauisches Territorium. Und unmittelbar begann, während litauische Nationalisten begeistert "die Stunde der Befreiung" von den ihnen verhassten Sowjets bejubelten, der Massenmord an den litauischen Jüdinnen und Juden. Antikommunistische Untergrundkämpfer tauchten auf, schlachteten die ersten Juden, denen sie vorwarfen - so lautete auch im litauischen Antisemitismus ein übliches Vorurteil -, gemeinsame Sache mit den Kommunisten gemacht zu haben, ab, gingen zu ersten Pogromen und Massakern über; am 27. Juni metzelten sie auf dem Garagenhof der Genossenschaft Lietūkis am Vytautas Prospekt auf grausamste Weise 50 bis 60 Juden nieder, womöglich sogar noch mehr. Und das war - unvorstellbar eigentlich - nur der Auftakt zu einer beispiellosen Gewaltorgie, die schließlich in die fast vollständige Vernichtung der litauischen Jüdinnen und Juden mündete. 200.000 zählten sie am "Tag, an dem alles anfing"; nur 9.000 bis 10.000 von ihnen erlebten, über ganz Europa verstreut, den Tag der Befreiung am 8. Mai 1945. 95 Prozent des litauischen Judentums hatten die Deutschen und ihre litauischen Kollaborateure umgebracht. Weiterlesen

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Im Februar 2013 nahm der seinerzeitige Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) an einer Vorstandssitzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) teil. Zusammen mit dem damaligen DGB-Chef Michael Sommer kündigte er danach eine "gemeinsame Erklärung" von Bundeswehr und Gewerkschaftsdachverband an - zwecks Betonung der "gemeinsamen Werte". Bereits im September 2011 hatte german-foreign-policy.com über eine Studie der Industriegewerkschaft Metall berichtet, die dem "Erhalt der wehrtechnischen Kernfähigkeit im Marineschiffbau" eine "nationale Bedeutung" attestierte. Es waren nicht zuletzt Begebenheiten wie diese, die laut Malte Meyer die Frage provozierten, ob Gewerkschaften "Teil der Friedensbewegung" sind oder ob sie sich, "wie vom zeitgenössischen Linksradikalismus geargwöhnt, bereits im Ersten Weltkrieg als Organe des imperialistischen Staates entpuppt" haben. ex.klusiv

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Ein wenig ruhiger geworden ist es um Qatar im vergangenen Jahr. Das kleine Emirat am Persischen Golf ist mehr als zuvor mit sich selbst beschäftigt, seit es am 5. Juni 2017 von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und einigen weiteren Ländern der islamischen Welt mit einer politisch-ökonomischen Totalblockade belegt wurde. Zuvor hatte es jahrelang immer wieder Schlagzeilen gemacht - so zum Beispiel mit seiner Unterstützung für Islamisten jeglicher Couleur von der Muslimbruderschaft bis zu Jihadisten, mit seinem Sender Al Jazeera, der die arabischen Unruhen des Jahres 2011 befeuerte, mit seiner Hilfe beim Sturz von Muammar al Gaddafi in Libyen und mit seiner Beteiligung an dem Versuch, Syriens Präsidenten Bashar al Assad per bewaffneter Revolte aus dem Amt zu entfernen. Das Emirat, das Milliardensummen in deutsche Großkonzerne wie Volkswagen und die Deutsche Bank investiert hat und auch darüber hinaus zunehmend mit deutschen Firmen kooperiert, mischte an vorderster Front in der nah- und mittelöstlichen Politik mit - stets an der Seite der westlichen Mächte. ex.klusiv

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Rudolf A. Mark: Im Schatten des "Great Game" Deutsche "Weltpolitik" und russischer Imperialismus in Zentralasien 1871-1914 Paderborn 2012 (Ferdinand Schöningh) 504 Seiten 61,00 Euro ISBN 978-3-506-77579-5 Rudolf A. Mark: Krieg an fernen Fronten Die Deutschen in Zentralasien und am Hindukusch 1914–1924 Paderborn 2013 (Ferdinand Schöningh) 285 Seiten 36,90 Euro ISBN 978-3-506-77788-1 ex.klusiv

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Münster 2015 (Unrast Verlag) 192 Seiten 14,00 Euro ISBN 978-3-89771-591-2 Weiterlesen

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Strategie neu denken Berlin 2017 (Carola Hartmann Miles-Verlag) 328 Seiten 24,80 Euro ISBN 978-3-945861-53-0 ex.klusiv

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Deutsche Konzerne im Zwielicht Hamburg 2016 (VSA: Verlag) 240 Seiten 16,80 Euro ISBN 978-3-89965-721-0 ex.klusiv

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Kriegsheimkehrer in der deutschen Gesellschaft Berlin 2016 (Carola Hartmann Miles-Verlag) 319 Seiten 24,80 Euro ISBN 978-3-945861-27-1 ex.klusiv

|   Rezensionen | spanien

Guernica, Łomża, Warschau, Coventry Neustadt 2010 (Verlag Arbeitskreis Regionalgeschichte e.V.) 339 Seiten 16,50 Euro ISBN: 978-3-930726-15-8 ex.klusiv

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Zur Relevanz der Inneren Führung in Politik, Gesellschaft und Streitkräften Berlin 2015 (Carola Hartmann Miles-Verlag) 112 Seiten 9,80 Euro ISBN 978-3-945861-04-2 ex.klusiv