FRANKFURT/M. | |   Nachrichten | mazedonien

FRANKFURT/M. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG geht davon aus, daß die NATO den deutschen Forderungen nachgeben müsse und sich nicht auf das Einsammeln der Waffen beschränken könne. Der ,,Westen"müsse als ,,Protektor"auftreten, als ,,Schiedsrichter, Polizei, Technisches Hilfswerk und Sozialarbeiter". Die Verbrämung der politischen und militärischen Ziele mit den Schlagworten ,, Friedenserhaltung und Krisenbewältigung´´hindere daran, dieses Ziel konsequent zu verfolgen. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten

BERLIN Anläßlich der Parlamentsabstimmung über den Einsatz der Bundeswehr in Mazedonien sieht die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG eine ,,neue europäische Raumordnung´´ entstehen. Der Bundeswehreinsatz käme einer deutschen Beteiligung am ,,Aufbau Europas als Großmacht´´ gleich, heißt es in der FAZ am 29.08. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten | mazedonien

BERLIN Der Leitartikel der WELT hält das Waffeneinsammeln im künstlichen ,,Gebilde´´Mazedonien nur für einen ersten symbolischen Schritt. ,,Mandat hin oder her´´, es gehe um ,,Eindämmung und Abschreckung, Überwachung und lange Präsenz´´. Auf dem Balkan müsse das ,,Werk des bewaffneten Friedens´´weitergehen. ex.klusiv

HAMBURG | |   Nachrichten

HAMBURG Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins SPIEGELbetreibt der deutsche Militärische Abschirmdienst (MAD) - der laut Gesetz im Ausland nicht tätig werden darf - im Zusammenhang mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr seit Jahren ohne gesetzliche Grundlage ,,operative Aufklärung". Das ,,Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr"- ein Teil des neuen ,,Kommando Strategische Aufklärung"- diene als Kern für einen im Aufbau befindlichen neuen militärischen Geheimdienst, der künftig zuständig sein solle für die ,,operative Aufklärung in fernen Einsatzgebieten"des deutschen Militärs. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten | mazedonien

BERLIN Die Weltberichtet über Widersprüche zwischen den NATO-Partnern: Während die NATO betont, eine Ausweitung zu einem Kampfeinsatz in Mazedonien solle es keinesfalls geben, fordert die deutsche Außenpolitik offen ein ,,robusteres Mandat"für die Einsatztruppe - eben die Ausweitung des Auftrages auch auf Kampfeinsätze. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten

BERLIN Die deutsche konservative Tageszeitung Die Weltwirft den ,,Amerikanern und Europäern"vor, in ihrer Balkanpolitik der Chimäre der ,,Vielvölker-Träume"anzuhängen und zu versuchen, die ,,widerstrebenden Völker"mit Gewalt zusammen zu halten. Demgegenüber plädiert der Autor dafür, sich den Realitäten von ,,Blut und Sprache"zu stellen und eine - mit Gewalt durchgesetzte - ,,Neuordnung des Balkans"nach diesen Prinzipien zu verfolgen. ex.klusiv

Giessen/Karlsruhe (Eigener Bericht) | |   Nachrichten

Giessen/Karlsruhe (Eigener Bericht) Die deutsche Justiz hat das Ermittlungsverfahren gegen Horst Schopf, einen Oberst der Bundeswehr, endgültig eingestellt. In einer Ansprache anläßlich eines öffentlichen Empfangs im Verteidigungsbezirkskommando 47 (Bundesland Hessen) hatte Oberst Schopf wörtlich ausgeführt: ,,Zur Fähigkeit und Bereitschaft, den eigenen Staat auf seinem Territorium zu verteidigen, muß die Bereitschaft kommen, notfalls ein anderes Land anzugreifen..." ex.klusiv

BERLIN (Eigener Bericht) | |   Nachrichten

BERLIN (Eigener Bericht) In der deutschen Hauptstadt entsteht der größte außenpolitische think tank Europas. Verschiedene Forschungseinrichtungen, die im Vorfeld des Auswärtigen Amtes tätig sind, wurden zusammengelegt. Mit der Verschmelzung der bisher konkurrierend arbeitenden Institute will Berlin seine in der EU führende Stellung in Fragen der Aussen- und Sicherheitspolitik stützen und dabei weiter zu den USA aufschließen. ex.klusiv

|   Nachrichten

Karl Lamers, Peter Hintze, Klaus-Jürgen Hedrich Eine Perspektive für den Balkan Überlegungen für eine Südost-Europäische Union (Auszüge) 29. Juni 2001 Platz der Republik 1, 11011 Berlin ex.klusiv

|   Nachrichten | albanien

In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Nr. 5/2001, S. 519-522 ,,Die albanische Frage ist offen", erklärte der deutsche Aussenminister Joseph Fischer am 22. März 2001 in einem Zeitungsinterview. Fischer dürfte klar gewesen sein, daß diese Äußerung für albanische Extremisten im Kosovo, in Mazedonien und anderswo wie ein deutsches Versprechen klingt. Ein solches Bestreben ist nicht neu innerhalb der deutschen Politik. Seit der albanischen Staatsgründung im Jahr 1912 haben sich deutsche Regierungen mehr als einmal für eine Grenzziehung im Sinne des großalbanischen Nationalismus eingesetzt. 1912 hatten sich das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn nach dem Ersten Balkankrieg für die Schaffung eines albanisches Staates ausgesprochen, um Serbien und dessen Partner Rußland einen Zugang zur Adria zu verwehren. Die übrigen Großmächte widersetzten sich auf der Londoner Konferenz 1913 zwar nicht der Ausrufung des neuen Staates Albanien, sie konnten jedoch erreichen, daß das Kosovo Serbien zugesprochen wurde. ex.klusiv