BELGRAD | |   Nachrichten

BELGRAD Berlin setzt die Politik der ethnischen Parzellierung auf dem Balkan fort. Die Südosteuropa-Gesellschaft, die führende Mittlerorganisation der Bundesrepublik Deutschland für Südosteuropa, führt eine großangelegte Veranstaltungsreihe mit ,,Vertretern der verschiedenen Ethnien aus dem Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik" durch. Im Zentrum der Beratungen steht die ,,Dezentralisierung" Südosteuropas, die auf einer abschließenden Berliner Konferenz empfohlen werden soll. ex.klusiv

SUBOTICA | |   Nachrichten | jugoslawien

SUBOTICA Die ,,Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen"(FUEV) hat ihren diesjährigen ,,Nationalitätenkongreß"in Jugoslawien abgehalten und dabei die weitere Parzellierung Südosteuropas gefordert. Die Organisation, deren Zentrale in Deutschland arbeitet, war maßgeblich an der Wiederbelebung der deutschen ,,Volkstums"- und Minderheiten-Aktivitäten nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt. Mehrere ihrer Gründer sind ehemalige nationalsozialistische Rassisten. Die FUEV steht in unmittelbaren Beziehungen zum Auswärtigen Amt und wird von der Bundesrepublik Deutschland finanziert. ex.klusiv

BUDAPEST | |   Nachrichten | ungarn

BUDAPEST Die deutsche Wirtschaft nimmt unter den ausländischen Investoren in Ungarn eine vorherrschende Stellung ein. Seit 1989 haben deutsche Unternehmen insgesamt zehn Milliarden Euro investiert. Sie beschäftigen mehr als 200.000 ungarische Mitarbeiter. Die Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung produzieren inzwischen mehr als ein Viertel des ungarischen Bruttoinlandsprodukts. Der ungarische Wirtschaftsminister betrachtet die deutschen Unternehmen als ,,bestimmende Produzenten und Exporteure der ungarischen Wirtschaft"und bietet Ungarn als geeignetes Sprungbrett für deutsche Investionen in anderen Regionen Südosteuropas an. ex.klusiv

BONN | |   Nachrichten | chinajapan

BONN Die Deutsche Post AG wird in den kommenden drei Jahren durch Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro ihr Asien-Geschäft deutlich ausbauen. Insbesondere die Geschäftsbereiche Logistik und Express sollen dadurch erweitert werden. In beiden Sparten ist die Deutsche Post im grenzüberschreitenden asiatischen Handel bereits einer der führenden Anbieter. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten | russische-foederation

BERLIN Der Deutsche Bundestag hat die Bundesregierung in einem einstimmig verabschiedeten Antrag aufgefordert, sich verstärkt für eine größere Unabhängigkeit Kaliningrads und die Stärkung des deutschen und europäischen Einflusses durch die ,,Einbindung der russischen Region Kaliningrad in die EU-Osterweiterung´´einzusetzen. Das von Rußland angeblich vernachlässigte Gebiet müsse einen ,,Sonderstatus´´erhalten und sich ,,in den europäischen Wirtschaftsraum integrieren´´, hieß es. In der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) fand bereits im März diesen Jahres die erste Sitzung eines ,,Arbeitskreises Kaliningrad´´statt, dessen Ziel die ,,informative und analytische Begleitung des komplizierten Prozesses der ´Einbettung` der Region in den EU-Raum´´sein soll. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten | jugoslawien

BERLIN Das Auswärtige Amt (AA) entsendet in enger Zusammenarbeit mit den Bundesministerien des Inneren sowie der Justiz eine Gruppe von 23 Justizvollzugsbeamten für einen Einsatz im Kosovo. Die deutschen Beamten, die von ihren Landesjustizbehörden für diesen Einsatz beurlaubt werden, sollen ,,wichtige Aufgaben´´bei der Inbetriebnahme und Führung des einzigen UNO-Hochsicherheitstraktes in der Vollzugsanstalt Dubrava im Norden Kosovos übernehmen. Betreut werden die Beamten im Auftrag des AA durch die Deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit (IRZ-Stiftung). Es handele sich um das ,,bislang größte Einzelkontingent ziviler Fachkräfte für eine internationale Friedensmission´´, erklärte das AA. Das Kontingent soll am 23. Mai 2002 in den Kosovo abfliegen. Im Kosovo ist bereits ein deutsches Polizeikontingent stationiert. Berlin stellt auch den Leiter der Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen im Kosovo (Unmik), den früheren außenpolitischen Berater des Bundeskanzlers, Michael Steiner. ex.klusiv

|   Nachrichten

Die großen Oppositionsparteien CDU und CSU haben für den Fall ihres Wahlsieges bei der Bundestagswahl im September 2002 angekündigt, deutsche Interessen deutlicher zu artikulieren und offensiver durchzusetzen. Sie wollen Deutschland ,,wieder zu einer starken und leistungsfähigen Nation machen, die fest in Europa verwurzelt ist und zugleich ihre nationalen Interessen zu vertreten weiß´´. Als Instrumente dieser nationalen Offensive nennen CDU/CSU u.a. die deutsche Militär- und Kulturpolitik. ex.klusiv

|   Nachrichten | tschechische-republik

Der Historiker Arnulf Baring, ein in Deutschland prominenter politischer Publizist, hat am 18. Mai den Europäischen Karlspreis der ,,Sudetendeutschen Landsmannschaft´´erhalten. Mit der Auszeichnung wird sein Einsatz für die ,,Rechte von Volksgruppen und Minderheiten in Europa´´und besonders sein Engagement ,,in der öffentlichen Diskussion über das Schicksal der deutschen Vertriebenen´´gewürdigt. Baring hat sich jetzt in besonders herabwürdigender Weise über die Bevölkerung und die politischen Eliten der Tschechischen Republik geäußert. ex.klusiv

BERLIN | |   Nachrichten

BERLIN Im Deutschen Bundestag zeichnet sich eine große Mehrheit für die Errichtung eines ,,Zentrums gegen Vertreibung"ab. In einer Parlamentsdebatte am 16. Mai äußerten sich Abgeordnete aller Parteien zustimmend zu Plänen, die den Aufbau eines groß angelegten Dokumentationszentrums über ,,die Vertreibungen im Europa des 20. Jahrhunderts, darunter die Vertreibung der Deutschen", vorsehen. Ob das Zentrum in Berlin oder im polnischen Wroclaw angesiedelt werden soll, ist noch nicht entschieden. ex.klusiv

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In an open letter to the Polish prime minister, Leszek Miller, and the German Chancellor Gerhard Schröder, two prominent New World Order journalists in Poland, Adam Krzeminski and Adam Michnik, have used the front page of their own newspaper to call for a museum of expulsion to be opened in the Western Polish city of Wroclaw and not in Berlin. Wroclaw had the advantage over Berlin, they said, because neither the Germans nor the Poles would be presented only as victims. Instead, it would document the expulsions of various nationalities from Pomerania, Silesia, the Sudetenland, the Ukraine and elsewhere. The museum would also be ,,a symbol for a new beginning in Europe´´. The two authors add that Stalin's purpose in driving Poland Westwards was to divide Poles and Germans for ever but that this had failed: after a period of hatred, the two nations had grown closer together. ex.klusiv