AACHEN | |   Hintergrund

AACHEN Der Aachener Karlspreis gilt als älteste politische Auszeichung der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der Außenpolitik und würdigt Verdienste ,,um Europa und die europäische Einigung". Er wird jährlich am Himmelfahrtstag im Krönungssaal des Aachener Rathauses verliehen. Zu seinen Trägern gehören prominente Europapolitiker sowie Staats- und Regierungschefs, darunter Alcide de Gasperi, Jean Monnet, Robert Schuman, Konrad Adenauer, Vaclav Havel, Tony Blair und Bill Clinton. Dem Karlspreis beigeordnet ist seit 1997 die ,,Karlspreis-Stiftung", deren Absicht es ist, ,,Idee und (...) Zielsetzung des Karlspreises (...) in die europäische Öffentlichkeit zu tragen"; ihren Gremien gehören hochrangige Wirtschaftsvertreter, der deutsche Wirtschaftsminister, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und der deutsche Politikberater Werner Weidenfeld an. ex.klusiv

FLENSBURG | |   Hintergrund

FLENSBURG Die ,,Jugend Europäischer Volksgruppen"(JEV) ist eng an die ,,Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen"(FUEV) angebunden. Die FUEV, deren Zentrale in Deutschland arbeitet, war maßgeblich an der Wiederbelebung der deutschen ,,Volkstums"- und Minderheiten-Aktivitäten nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt. Mehrere ihrer Gründer waren ehemalige nationalsozialistische Rassisten. Die FUEV steht in unmittelbaren Beziehungen zum Auswärtigen Amt und wird von der Bundesrepublik Deutschland finanziert. ex.klusiv

FLENSBURG | |   Hintergrund

FLENSBURG Die ,,Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen"(FUEV), deren Zentrale in Deutschland arbeitet, war maßgeblich an der Wiederbelebung der deutschen ,,Volkstums"- und Minderheiten-Aktivitäten nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt. Mehrere ihrer Gründer waren ehemalige nationalsozialistische Rassisten. Die FUEV steht in unmittelbaren Beziehungen zur deutschen Regierung und wird von der Bundesrepublik Deutschland finanziert. Sie organisiert europaweit ,,nationale Minderheiten", die in den Dienst der deutschen völkischen ,,Neuordnungs"-Politik gestellt werden. Die FUEV verfolgt das Ziel eines ,,föderalistischen Europa der Regionen", das das ,,Ende der unitaristischen und zentralisierten Nationalstaaten"wäre. ex.klusiv

FLENSBURG | |   Hintergrund

FLENSBURG Das ,,Europäische Zentrum für Minderheitenfragen"(EZM), das als ,,unparteiische und interdisziplinäre Einrichtung"auftritt, soll das deutsche ,,Volksgruppen"-Prinzip einer vorbürgerlichen, stammesmäßigen Staatsauffassung in ganz Europa verankern. Als angeblich neutrale Instanz, die ,,Konfliktvermittlung"an ,,ethnopolitischen Brennpunkten"betreibt, soll das EZM bei Konflikten, bei denen ,,die Gewaltschwelle überschritten ist", als Schiedsrichter präsidieren. Ein Vorstandsmitglied der Organisation vertritt eine Form eines ,,Selbstbestimmungsrechts"für ,,Volksgruppen", das ,,auch gewaltsame"Mittel zur ,,Errichtung eigener Staaten oder gewaltsamer Veränderung von Grenzen"legitimiert. ex.klusiv

PARIS/BERLIN | |   Hintergrund | frankreich

PARIS/BERLIN Die in Frankreich anstehende Dezentralisierung wird in Deutschland als Sieg der ,,Regionalisierung"und damit des deutschen völkischen Prinzips gegen das demokratische der französischen Revolution begriffen. Die Berliner Politik hat diese Entwicklung maßgeblich mit voran getrieben. Nun sehen deutsche ,,Raumordnungs"- Experten ,,die Identität des französischen Zentralstaates durch die Dezentralisierung-Regionalisierung und die parallel verlaufende europäische Integration grundsätzlich in Frage gestellt." ex.klusiv

BERLIN | |   Hintergrund | rumaenien

BERLIN Die deutsche Einflussarbeit in Südost-Europa gebiert zahlreiche Aktionsgremien, in denen die Klientelstaaten mit Interessengruppen des deutschen Hegemons verzahnt werden. Bei der ökonomischen, politischen und kulturellen Durchdringung helfen staatliche Instanzen in den Zielregionen. Ein weiteres Beispiel für die operative Ausgestaltung dieser Politik ist das ,,Deutsch-Rumänische Forum". Sitz des Gremiums, dem der rumänische Botschafter angehört, ist Berlin. ex.klusiv

STUTTGART | |   Hintergrund | ungarnjugoslawien

STUTTGART Die ,,Donauschwäbische Kulturstiftung"- eine ,,Mittlerorganisation"für das Auswärtige Amt und das deutsche Bundesministerium des Innern - finanziert und fördert Organisationen der ,,deutschen Minderheiten", die in der Strategie einer völkischen ,,Neuordnung"Europas eine wichtige Funktion einnehmen. Die geförderten Einrichtungen sind verflochten mit anderen Vorfeldorganisationen der deutschen Außenpolitik wie die FUEV, die offen die weitere Parzellierung (nicht nur) Südosteuropas fordert. ex.klusiv

DRESDEN | |   Hintergrund

DRESDEN Deutsche Behörden drängen auf die industrielle Gesamtrationalisierung der osteuropäischen Staaten, deren wirtschaftliche Strukturen vollends in Abhängigkeit gebracht oder von Berlin übernommen werden sollen. Diesem Ziel dient die Tätigkeit zahlreicher Institute, die sich als ,,raumwissenschaftliche Forschungseinrichtungen"bezeichnen. Sie betreiben die planerische Durchdringung und organisatorische Öffnung der interessierenden Staatsgebiete ( ,,Raumordnung"). Finanzier ist das für ,,Raumordnung"zuständige Berliner Ministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, das die Aktivitäten in einem ,,Netzwerk raumwissenschaftlicher Forschungseinrichtungen in Mittel- und Osteuropa"(MOE-Netz) bündelt. ex.klusiv

KASSEL | |   Hintergrund

KASSEL Seit 1919 widmet sich der staatlich inspirierte ,,Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge"dem ,,Gedenken an die (deutschen) Toten"der Weltkriege, deren Leichen er durch alle Regimewechsel für deutsch-nationale und nationalistische Propadanda konserviert hat. Dem mit Millionenbeträgen subventionierten Verein wurde wiederholt vorgeworfen, er betreibe die Relativierung deutscher Kriegsverbrechen und stelle seine Opfer mit den Tätern auf eine Stufe. Die aktuellen Aktivitäten des Vereins in Ost- und Südosteuropa stoßen auf Widerstand, weil sie als Rechtfertigung für die vergangene Okkupation und als Ankündigung erneuter Expansionsabsichten verstanden werden. ex.klusiv

GÖTTINGEN | |   Hintergrund

GÖTTINGEN Die deutsche Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die sich als ,,Menschenrechtsorganisation"bezeichnet, tritt für die weltweite Durchsetzung von ,,Volksgruppen"-Rechten und des ,,Rechts auf die Heimat"ein. Sie kooperiert mit Vorfeldorganisationen der deutschen Außenpolitik wie dem Bund der Vertriebenen und der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen und ist eng mit der deutschen Expansionspolitik unter dem Vorwand der ,,Durchsetzung von Menschenrechten"verflochten. Die Durchsetzung der ,,fundamentalen Menschenrechte"soll nach den Vorstellungen der GfbV durch ,,ständig einsatzbereite militärische Eingreiftruppen"sicher gestellt werden. ex.klusiv