Der Autor, Professor an der Universität von Illinois, stellt
die Frage, wie die Nazis eine derartig große Massenbasis in der
deutschen Bevölkerung gewinnen konnten. Er kommt zu dem Ergebnis,
daß die Deutschen keine Verführten oder gar Opfer waren:
,,Zwischen 1928 und 1933 schlossen sich Millionen von Deutschen
einer gewaltigen politischen Erhebung an ... Für Konservative und
Stahlhelmmänner, für konservative Arbeiter und bäuerliche
Protestler wie auch für Hitlers Wähler fanden die langen Jahre der
Opposition gegen die Weimarer Republik endlich im Sieg vom Januar
1933 ihren Abschluß. Es war der Augenblick, der ... das Versprechen
des August 1914, als die deutschen für die nationale Sache an einem
Strang gezogen hatten, einlöste. Mit anderen Worten: Die
Nationalsozialisten konnten auf einen allgemeineren
´nationalsozialistischen` Konsens bauen, der weit über Hitlers
Partei hinausreichte.´´
Wichtiger Ausgangspunkt für Fritzsche ist die politische Mobilisierung der deutschen Bevölkerung zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Zu dieser Zeit nahm der bisher von oben verordnete staatliche Nationalismus einen volkstümlicheren Charakter an. Das Augusterlebnis 1914 vermittelte nun auch der breiten Bevölkerung ein nachhaltiges Gefühl von Selbständigkeit und Eigenvollmacht, das eine populistische Kombination aus Streben nach sozialer Reform und völkisch geprägtem Nationalstolz hervorbrachte.
Der Autor analysiert die zwei Jahrzehnte bis zur Machtübernahme der NSDAP als eine revolutionär-populistische Entwicklung, die sich bei Beginn des Ersten Weltkrieges erstmals manifestierte, 1918 an Kraft gewann, die Weimarer Republik bedrohte und schließlich im Aufstieg der NSDAP kulminierte. Als moderne Massenpartei gelang ihr die Mobilisierung des völkischen Gefühls und die Einigung der Deutschen jenseits der sozialen Schichten und Interessengruppen.
Wichtiger Ausgangspunkt für Fritzsche ist die politische Mobilisierung der deutschen Bevölkerung zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Zu dieser Zeit nahm der bisher von oben verordnete staatliche Nationalismus einen volkstümlicheren Charakter an. Das Augusterlebnis 1914 vermittelte nun auch der breiten Bevölkerung ein nachhaltiges Gefühl von Selbständigkeit und Eigenvollmacht, das eine populistische Kombination aus Streben nach sozialer Reform und völkisch geprägtem Nationalstolz hervorbrachte.
Der Autor analysiert die zwei Jahrzehnte bis zur Machtübernahme der NSDAP als eine revolutionär-populistische Entwicklung, die sich bei Beginn des Ersten Weltkrieges erstmals manifestierte, 1918 an Kraft gewann, die Weimarer Republik bedrohte und schließlich im Aufstieg der NSDAP kulminierte. Als moderne Massenpartei gelang ihr die Mobilisierung des völkischen Gefühls und die Einigung der Deutschen jenseits der sozialen Schichten und Interessengruppen.




