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Kurznachrichten
Außen und innen
26.08.2014
Der deutsche Außenminister moniert eine mangelnde Zustimmung in der Bevölkerung für eine offensive deutsche Weltpolitik.

Die Verantwortung Berlins
20.05.2014
Der ehemalige EU-Kommissar Günter Verheugen erhebt im Konflikt um die Ukraine schwere Vorwürfe gegen Berlin.

"Ein gutes Deutschland"
30.04.2014
Das deutsche Staatsoberhaupt schwingt sich zum Lehrmeister der Türkei auf.

Die Dynamik des "Pravy Sektor"
11.03.2014
Der Jugendverband der NPD kündigt einen "Europakongress" unter Beteiligung des "Pravy Sektor" ("Rechter Sektor") aus der Ukraine an.

Der Mann der Deutschen
18.02.2014
Die deutsche Kanzlerin hat am gestrigen Montag zwei Anführer der Proteste in der Ukraine empfangen.

Die Herero als Terroristen
17.02.2014
Die Wochenzeitung der staatlich geförderten "Landsmannschaft Ostpreußen" erklärt die Herero zu "Terroristen" und den deutschen Genozid an ihnen zum "Krieg gegen den Terror".

Zukunftspläne für die Ukraine
07.12.2013
Eine führende deutsche EU-Politikerin hat in Kiew mit dem Anführer der extrem rechten Partei Swoboda verhandelt.

Strafanzeige
15.10.2013
Gegen die scheidende Staatsministerin im Auswärtigen Amt Cornelia Pieper ist Strafanzeige wegen öffentlicher Leugnung von NS-Massenmorden erstattet worden.

Umweltschutz
15.10.2013
Die deutsche Regierung hat die Einführung strengerer Abgasnormen für Autos in der EU verhindert.

Panzer für die Diktatur
18.04.2013
Die Diktatur Qatar erhält Dutzende Kampfpanzer und Haubitzen aus Deutschland.

Dem Rechtsextremismus begegnen
10.11.2006
BERLIN
Mit Artur Brauner, dem Produzenten des Kinofilms "Der letzte Zug", sprach german-foreign-policy.com über die anhaltende Kontroverse um das Gedenken an die Deportationsopfer der Jahre 1938 bis 1945. In einer fiktiven Handlung schildert "Der letzte Zug" einen Todestransport der Reichsbahn, der im Vernichtungslager Auschwitz endete.
german-foreign-policy.com: Der Verleih hat Ihren Film am 9. November herausgebracht. Ist das eine Absichtserklärung?

Artur Brauner: Welch passenderes Datum könnte es geben? Der 9. November, die Pogrome, das alles ging der endgültigen Vernichtung ja voraus. Das war der Probelauf, von den Nazis aus betrachtet so etwas wie die Einstimmung auf den Massenmord.

gfp.com: Die Bahn AG nimmt Ihren Film zum Anlass, um auf großzügige Unterstützung bei den Dreharbeiten hinzuweisen. Gleichzeitig verbittet sich das Unternehmen seit zwei Jahren, der Deportationsopfer auf den deutschen Publikumsbahnhöfen durch eine Ausstellung zu gedenken. Wie ist Ihre Position?

Brauner: Einerseits bin ich der Bahn für die Unterstützung bei den Dreharbeiten verpflichtet. Aber weder als Produzent noch als Privatperson bin ich mit der Haltung der Bahnspitze einverstanden. Der Deportierten muss öffentlich, auf den Bahnhöfen, gedacht werden. Es wäre sehr zu begrüßen, könnte Herr Mehdorn seine unglückliche Entscheidung doch noch überdenken.

gfp.com: Bürgerinitiativen verteilen vor den Premierenkinos Flyer, die zum Gedenken an Tausende deportierte Kinder aufrufen. Ist das in Ihrem Sinne?

Brauner: Unbedingt. Dank möchte ich sagen, dass sich die Gruppen dieser schrecklichen Ereignisse annehmen. Es ist notwendig geworden, diesen Widerstand zu leisten. Nach einer jüngsten Erhebung sollen rund 14 Millionen Deutsche rechten, rassistischen Überzeugungen zuneigen. Wären diese Deutschen bereit, einem neuen Hitler zuzujubeln? Das muss man verhindern! Mit dem Gedenken an die Pogrome, an die Deportationen, an die Kinder wird dem entgegengearbeitet. Das ist gut und richtig, um dem Rechtsextremismus zu begegnen.
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