german-foreign-policy.com dokumentiert den Brieftextsowie den Zuglaufder deutschen Vernichtungstransporte zwischen Saarbrücken nach Auschwitz.
1) s. dazu Elftausend Kinder
2) s. dazu Interview mit Beate Klarsfeld
|
|
||||||||||
|
Anzeige
Gabriele del Grande: Das Meer zwischen uns
Flucht und Migration in Zeiten der Abschottung: Jahrelang hat Gabriele del Grande recherchiert, unter Flüchtlingen, auf Ämtern, in Abschiebehaft. Er deckt Missstände bei europäischen Behörden und in europäischen Gesetzen auf, prangert sie an, verleiht inhaftierten und verfolgten Flüchtlingen eine Stimme.
Kurznachrichten
Kapitulation des Rechts
03.02.2012
Spionageschiff
17.01.2012
Von nationaler Bedeutung
28.09.2011
Bertelsmann expandiert
25.08.2011
Partner in Asien
17.08.2011
Partner Vietnam
10.06.2011
South Stream
22.03.2011
Rasse
06.09.2010
Ungesühnt
20.08.2010
Zwischen Russland und China
19.08.2010
|
Angemessen, würdig, entschlossen
15.01.2005
Erstunterzeichner sind u.a. Hochschullehrer und Publizisten
aus verschiedenen Städten der Bundesrepublik. Sie erwarten von der
Unternehmensleitung der DB, dass sie eine bundesweit
,,wahrnehmbare Darstellung des Schicksals der 11.000 Kinder und
der übrigen Deportierten"auf den DB-Bahnhöfen ermöglicht.
Keine Ressourcen
Eine entsprechende Ausstellung war der Bahn AG von der
französischen Organisation
,,Fils et Filles des Déportés Juifs de France"(FFDJF)
angeboten worden.
1)Daraufhin erwiderte die Bahn AG in einem Schreiben an
Frau Beate Klarsfeld (Sprecherin der FFDJF), dem Unternehmen
fehlten für die Präsentation der einsatzbereiten Bilder und
Dokumente
,,sowohl die personellen als auch die finanziellen
Ressourcen". In einem Interview mit dieser Redaktion
bezeichnete Frau Klarsfeld das Verhalten des milliardenschweren
Unternehmens als
,,Skandal".
2)
Marginalisierung
Die Unterzeichner des jetzt publizierten
,,Offenen Briefes"schreiben, es sei
,,notwendig"und
,,unabweisbar", dass die
,,Ausstellung auf den betroffenen deutschen
Personenbahnhöfen"einem breiten Publikum zugänglich gemacht
wird. Die Unterbringung der Fotos und Dokumente in einem
,,Bahnmuseum"der DB lehnen die Initiatoren ab.
,,Eine solche Präsentation wäre unangemessen, weil nur einer
beschränkten Öffentlichkeit zugänglich."Das Gedenken dürfe
nicht marginalisert werden und müsse auf die Mitverantwortung der
DB
,,als Rechtsnachfolgerin der Deutschen Reichsbahn"eingehen.
In diesem Zusammenhang weisen die Unterzeichner auf das Beispiel
der französischen Staatsbahnen SNCF hin, die das Reisepublikum auf
insgesamt 18 Bahnhöfen mit der Gedächtnisausstellung bekannt
machten. Die Einweihung im Gare du Nord (Paris) hatte der
Vorstandschef der SNCF persönlich übernommen. Eine englische
Version wurde in Paris für ausländische Reisende bereit gehalten.
Aktionen verpflichtend
Angesichts der Weigerung der DB-Unternehmensleitung regen die
Unterzeichner an, in den betroffenen Städten, aber auch an anderen
Orten der Deportationen, Bahnhofsaktionen vorzubereiten, um an die
,,über deutsche Gleisanlagen verschleppten Menschen, darunter
11.000 Kinder aus Frankreich", zu gedenken. Wegen des
bevorstehenden 60. Jahrestages der Befreiung des
Konzentrationslagers Auschwitz sei dieses Gedenken verpflichtend.
Es solle ab 27. Januar
,,angemessen, würdig", aber auch
,,entschlossen"gestaltet werden.
german-foreign-policy.com dokumentiert den Brieftextsowie den Zuglaufder deutschen Vernichtungstransporte zwischen Saarbrücken nach Auschwitz. 1) s. dazu Elftausend Kinder 2) s. dazu Interview mit Beate Klarsfeld |
Newsletter
Förder-Abo
Abonnenten
Archiv nach Ländern
Interviews |