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Lukrative Geschäfte mit Lufttransporten
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Soldaten und Waffen in Ostdeutschland

Dual Use

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Der Ausbau des Flughafens Leipzigs wurde mit dem Ansiedlungsinteresse des weltweit größten Transport- und Logistik-Unternehmens  begründet (DHL, Tochter der Deutschen Post). Die kostspielige Erweiterung der Start- und Landebahnen mit entsprechenden Frachtanlagen werde zur Schaffung mehrere tausend Arbeitsplätze führen, hieß es in der Landeshauptstadt. Dies rechtfertige Millionensubventionen aus dem Haushalt der verarmenden Region. Inzwischen stellt sich heraus, dass der angeblich zivile Ausbau einen doppelten Nutzen verfolgt. Für weltweite Kampfeinsätze lässt sich das NATO-Bündnis seine stationäre Einsatzlogistik zu erheblichen Teilen aus dem Haushalt des Landes Sachsen bezahlen. Auch DHL ist in die Militarisierung eingebunden.


Interview mit Lutz Metzger
03.03.2006
LEIPZIG
Über den Ausbau des Leipziger Flughafens sprach german-foreign-policy.com mit Lutz Metzger. Metzger ist Kommunikationsforscher und arbeitet im Friedenszentrum Leipzig.

Interview mit Dr. Michael Richter
05.12.2005
LEIPZIG
Dr. Michael Richter ist Arzt und Mitglied der Bürgerinitiative, die sich gegen den Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle zu einem nachtoffenen Umschlagplatz des Logistikbetreibers DHL und der NATO wendet.

Atomwaffen inklusive
05.12.2005
LEIPZIG/HALLE/MOSKAU
(Eigener Bericht) - Das sächsische Staatsministerium des Innern schließt die Verbringung von Atomwaffen und ABC-Kampfstoffen über den Flughafen Leipzig nicht länger aus. Dies geht aus einer schriftlichen Stellungnahme des sächsischen Staatsministers vom 28. November hervor, die dieser Redaktion vorliegt. Demnach wird Leipzig für Kampfeinsätze "im Rahmen der NATO Response Force (NRF) und der EU-Battle-groups" zur Verfügung stehen und als Drehkreuz für Großwaffentransporte in internationale Kampfgebiete genutzt werden können. Der gegenwärtige Umbau des Flughafengeländes kostet rund 350 Millionen Euro und soll die zivile Luftfrachtzentrale der Logistikfirma DHL nach Leipzig bringen. Aber auch DHL ist in die Militarisierung des Flughafens eingebunden, bestätigt das Dokument aus dem sächsischen Innenministerium. Das immer deutlicher werdende Ausbauziel, bei dem auch der Transport von Atomwaffen durch ausländische NATO-Soldaten für rechtens erklärt wird, verletzt zentrale Bestimmungen des Zwei-plus-Vier-Vertrages. Gegen den Umbau der Leipziger Region in ein Nachschubgebiet für kommende Kriege wehren sich zahlreiche Organisationen im Einzugsgebiet. Die aktuelle Entwicklung sei "sehr beunruhigend", sagt Dr. Michael Richter von der Bürgerinitiative "IG Nachtflugverbot" in einem Interview mit german-foreign-policy.com.

Der zukünftige Transportweltmeister
21.10.2005
HANNOVER/BONN/SCHINDELLEGI
(Eigener Bericht) - Mit mehreren spektakulären Übernahmen bauen deutsche Logistikunternehmen ihre Weltmarkt-Position aus. Einer von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Studie zufolge verschafft die zentrale geographische Lage in der erweiterten Europäischen Union dem Logistikstandort Deutschland entscheidende Vorteile: Die Bundesrepublik könne sich in den nächsten Jahren zum "Transportweltmeister" entwickeln, heißt es unter Branchenexperten. Der deutsche Aufstieg geht auf Kosten der innereuropäischen Konkurrenten, die Marktanteile an die europäische Hegemonialmacht abgeben müssen. Betroffen sind u.a. bisherige Logistikhochburgen in Belgien und den Niederlanden.

Partner Indien
17.11.2004
NEW DELHI
Deutsche Unternehmen setzen ihre Wirtschaftsexpansion nach Indien fort und entsprechen damit strategischen Überlegungen der Berliner Regierung. Der ehemalige Staatskonzern Deutsche Post baut durch Zukäufe seine Position auf dem riesigen indischen Markt aus. Firmen aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg bemühen sich gemeinsam mit der baden-württembergischen Landesregierung um neue Geschäftsmöglichkeiten in Indien. Die Wirtschaftskooperation wird von Berlin unterstützt. Sie bildet die Grundlage für eine als strategisch bezeichnete Zusammenarbeit mit der südasiatischen Atommacht, die der Eindämmung der Weltmachtkonkurrenten USA und Volksrepublik China dient und auch militärische Komponenten beinhaltet.

Geschäfte in der Hölle
08.08.2003
BERLIN/BAGDAD
Deutsche Unternehmer und Wirtschaftsverbände forcieren ihre Bemühungen, im Irak am Wirtschaftsregime der illegalen Besatzungsverwaltung unter US-Befehl zu partizipieren. Der Irak gilt ihnen als "glänzender Absatzmarkt", der "großes Potenzial für deutsche Unternehmen" biete. Die deutschen Wirtschaftsverbände stellen außerdem Überlegungen an, die deutschen Investoren einen Anteil am Ausverkauf der irakischen Unternehmen sichern sollen, obwohl er geltendes irakisches Recht bricht.

Expansionserlaubnis für militärische Dienstleistungen
27.04.2003
WASHINGTON
Die Expansion der Deutschen Post in den Vereinigten Staaten führt zu Unstimmigkeiten in den USA. Hintergrund ist der bedeutende Umfang von US-Militärtransporten, die die Post-Tochter DHL und das jetzt von DHL übernommene Expressunternehmen Airborne ausführen.

Deutsche Post: Sprung an die Weltspitze
31.03.2003
BONN
Die Deutsche Post hat das Tempo ihrer internationalen Expansion noch einmal gesteigert. Durch die Übernahme des drittgrößten US-Kurierdienstes Airborne verschärft der deutsche Konzern den Konkurrenzkampf mit den dortigen Marktführern UPS und FedEx erheblich. In Großbritannien verbesserte der deutsche Konzern durch eine weitere Übernahme seine Position gegenüber der dortigen Royal Mail. Durch Großinvestitionen will das Unternehmen zudem in Asien seinen Marktanteil in weniger als fünf Jahren verdoppeln.

Deutsche Post: "Expansion im Expresstempo"
19.02.2003
BONN
Die Deutsche Post expandiert weiterhin in ausländische Märkte - für die deutsche Presse eine "Expansion im Expresstempo". Binnen kurzem wurden nun Übernahmen in China, Chile, der Türkei und den Niederlanden gemeldet.

Deutsche Post weiter auf Einkaufstour
20.01.2003
BONN
Die Deutsche Post setzt ihre angekündigte Expansion in anderen europäischen Ländern fort. Mit einer Übernahme in Italien stärkt sie ihre Position in dem "attraktiven Wachstumsmarkt Südeuropa", so der Vorstand.

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