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Claude Grungrass
an elftausend deportierte Kinder, darunter mehr als 500 Angehörige deutscher Emigranten, veröffentlichen wir Fotos der in Auschwitz Ermordeten.
Ausstellung
der Organisation "Fils et Filles  des Déportés Juifs de France (FFDJF/Söhne und Töchter der jüdischen Deportierten Frankreichs) .
Dokumente


Presseerklärung zu den Protesten im Berliner Hauptbahnhof
19.01.2007
BERLIN

Anläßlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar rufen Bürgerinitiativen zu einer Demonstration und Protesten auf dem Berliner Hauptbahnhof auf. Die Initiatoren verlangen von der Deutsche Bahn AG eine sofortige Würdigung der drei Millionen Opfer des Vorgängerunternehmens ("Deutsche Reichsbahn").



PRESSEERKLÄRUNG

Am Auschwitz-Gedenktag, den 27.Januar 2007, finden erneut Demonstrationen und Proteste auf zahlreichen deutschen Bahnhöfen statt.

Und zwar in: Frankfurt a.Main, Halle, Karlsruhe, Mannheim, Köln, Siegen, Stuttgart, Weimar, Berlin. Bürgerinitiativen in über 20 Städten verlangen vom Bahnvorsitzenden Mehdorn umfassende Informationen über die Todestransporte des Vorgängerunternehmens "Deutsche Reichsbahn".



"Die Reichsbahn hat sich schuldig gemacht", sagt Lea Rosh vom Förderkreis "Denkmal für die ermordeten Juden Europas", "der Opfer muss auf den Bahnhöfen gedacht werden. " Die Deutsche Reichsbahn schleuste in den Jahren 1941 bis 1945 über drei Millionen Menschen aus ganz Europa in Konzentrations- und Vernichtungslager. Auch mehrere zehntausend Kinder wurden auf dem deutschen Schienennetz deportiert. Eine bundesweite Ausstellung über 11.000 verschleppte jüdische Kinder aus Frankreich lehnte der Bahnvorsitzende Mehdorn zwei Jahre lang ab und sperrte die Bahnhöfe für das öffentliche Gedenken.



Die von Serge und Beate Klarsfeld (Paris) zusammengestellte Ausstellung war in Frankreich in 18 großen Bahnhöfen gezeigt worden und wartet bis heute vergeblich auf eine Präsentation auf deutschen Bahnhöfen. Erst unter internationalem Druck und auf Verlangen von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee kündigte Mehdorn im Dezember ein eigenes Ausstellungsvorhaben an - jedoch unter Ausschluss einer direkten Beteiligung der französischen Initiatoren Beate und Serge Klarsfeld. Die deutschen Bürgerinitiativen will Mehdorn gar nicht beteiligen.



Die Initiatoren fordern:

a.. Eine Ausstellung über die Deportationszüge in die Todeslager.

b.. Eine Ausstellung in zentralen Bereichen der Bahnhöfe

c.. Eine Ausstellung, an der Beate und Serge Klarsfeld und die deutschen Bürgerinitiativen beteiligt sind.

d.. Eine Ausstellung nicht erst 2008, sondern sofort.



Rednerinnen und Redner im Berliner Hauptbahnhof:

Lea Rosh (Förderkreis "Denkmal für die Ermordeten Juden Europas"), Beate Klarsfeld ("Fils et Filles des Deportés Juifs de France", Paris), Gideon Joffe (Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin), Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff ("Initiative 11.000 Kinder", Berlin), Arthur Nähring (Antifaschistische Initiative Moabit/ VVN)



Zeit: 27. Januar 2007, 16 Uhr, Hauptbahnhof Berlin, Eingang Invalidenstraße (Europa-Platz)


Drei Millionen
09.01.2007
BERLIN
Anlässlich des kommenden Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus und die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz (27. Januar) veröffentlichen die bundesweiten Initiativen "Elftausend Kinder" einen Aufruf, den german-foreign-policy.com in Auszügen widergibt. Der Flyer kann bei den Initiativen (elftausendkinder@web.de) bestellt werden.



Drei Millionen Menschen...

... aus ganz Europa schleuste die Deutsche Reichsbahn über ihr Schienennetz in die Vernichtungslager des NS-Regimes.



Unter den Deportierten waren auch Kinder: Über 11.000 Kinder jüdischer Eltern kamen aus Frankreich.* Von den anderen, den deportierten Kindern aus Griechenland und Norwegen, aus Polen und Holland, aus Italien und Belgien, kennen wir oft nicht einmal die Namen.



Sie wurden in Güterwaggons verladen und nach Fahrplänen der Deutschen Reichsbahn auf ihre letzte Reise geschickt.



Manchmal für Minuten, manchmal für Stunden hielten diese Züge auf Bahnhöfen, die wir alle kennen: In Berlin oder Hamburg, in Frankfurt oder Stuttgart, in Köln, Weimar, Leipzig oder Dresden. Auf den Abstellgleisen hofften die Kinder auf Hilfe. Aber niemand befreite sie.



Die Züge fuhren weiter: nach Auschwitz, Treblinka, Maidanek...

Von den zehntausenden Kindern und drei Millionen Deportierten kehrten nur wenige zurück.



Erinnerung

Das entsetzliche Schicksal der Opfer können wir nicht ungeschehen machen. Aber wir können ihre Namen und ihre Gesichter in Erinnerung rufen: Dort, wo sie ihren letzten Weg antreten mussten - auf den deutschen Bahnhöfen. Diese Menschen dürfen nicht vergessen bleiben. An sie zu erinnern bedeutet zugleich, vor dem Erstarken des Neonazismus zu warnen.



Aber seit zwei Jahren wird diese Erinnerung verweigert. Die Bahnhöfe wurden vom Vorstand der DB AG für eine freie und unbehinderte Ausstellung über die deportierten Kinder und ihre 3 Millionen Leidensgefährten gesperrt: Dafür sei kein Geld da, behauptete der Vorstandsvorsitzende Mehdorn.



Beschämend

Erst unter dem Druck wachsender Proteste aus dem In- und Ausland wich Mehdorn zurück. Doch statt über die jüdischen Kinder und ihre 3 Millionen Leidensgefährten vorbehaltlos zu informieren, heißt es jetzt, "Grundlage" der Erinnerung habe eine Ausstellung im Bahnmuseum Nürnberg zu sein.



Was man dort unter Erinnerung versteht, ist beschämend. In dem Bahnmuseum wird das Schicksal der Deportierten in einer Ausstellungsecke von 18 Quadratmetern abgehandelt. (...)



Schwerer Verdacht

Die Bahn AG ist ein Konzern mit europaweitem Anspruch. Für internationale Anleger will sie sich an der Börse vermarkten. Aber auf der Bahn AG liegt der Schatten des Vorgängerunternehmens, das zehntausende Kinder und 3 Millionen andere Deportierte in die Vernichtungslager schleuste. Wenn sich der Unternehmensvorstand nicht vorbehaltlos der Vergangenheit stellt und die europaweite Beihilfe zum Massenmord weiter als lästige Verschlusssache behandelt, wird der internationale Druck noch größer werden.



Auf dem Berliner Konzernvorstand lastet ein schwerer Verdacht: über das ganze Ausmaß der Verbrechen, über die Leiden der jüdischen Kinder und der 3 Millionen Deportierten nicht vollständig informieren zu wollen.



Proteste

Die jüngsten Erklärungen des Bahnvorstands erhärten diesen Verdacht. Die Unternehmensleitung will alleine bestimmen, was wir über Opfer und Täter erfahren dürfen. Auch über die Anzahl der Bahnhöfe, auf denen Erinnerung erlaubt sein soll, schweigt sich Herr Mehdorn aus.



Deswegen werden die Demonstrationen vor und in den Bahnhöfen ebenso weitergehen wie die Proteste in den Zügen. Bitte unterstützen Sie unsere Forderungen:



Freie Information und offene Erinnerung an die verschleppten Menschen - dort, wo sie ihre letzte Fahrt antreten mussten: Auf den Bahnhöfen der Deportationsstrecken.



Direkte Beteiligung der deutschen Bürgerinitiativen und internationaler Opferorganisationen an einer umfassenden Ausstellung über die deportierten Kinder und ihre drei Millionen Leidensgefährten.



Helfen Sie mit! Protestieren Sie in den Zügen der Deutschen Bahn AG. Geben Sie dieses Flugblatt weiter!



* Das Schicksal dieser Kinder hat die Opferorganisation "Fils et Filles des Déportés Juifs de France" (Paris) in langjähriger Arbeit rekonstruiert.


Von Aachen bis Wiesbaden
09.01.2007
PARIS
Zwischen dem 2. September und 11. September 1942 verließen fünf Zugtransporte das bei Paris gelegene Sammellager Drancy. Zielort war Auschwitz. In den Wagen, die über die Bahnhöfe Saarbrücken, Frankfurt am Main, Leipzig und Dresden nach Polen geschleust wurden, befanden sich 761 jüdische Kinder. Dank jahrelanger historischen Recherchen gelang es Serge Klarsfeld, Präsident der Organisation "Fils et Filles des Déportés Juifs de France" (FFDJF/Paris), die Identität der Deportierten zu rekonstruieren. Unter ihnen waren auch Kinder deutscher Eltern. Als Emigranten hatten sie in Frankreich Zuflucht gefunden, aber gerieten nach der NS-Okkupation in die Fänge der Verfolger. german-foreign-policy.com veröffentlicht Namen und Geburtsstädte der im September 1942 auf dem deutschen Schienennetz verschleppten Kinder und ergänzt die bereits erschienenen Listen (in unseren Ausgaben vom 6. Oktober und vom 29. Oktober) in chronologischer Folge.



Aachen

Myriam Burstyn



Berlin

Ruth Goldschmidt

Joachim Grubner

Helmut Hirschel

Horst Hirschel

Brigitte Joseph

Eva Kahn

Marion Kleinkopf

Jacques Liff

Kurt Meyer

Lotte Meyer

Lily Schneid

Leon Silber

Wolf Szydlowsky

Ruth Teppich

Gerhard Ulman

Freddy Werner

Suzy Wolf

Elie Worcelmann

Denny Wurzel



Breslau

Ruth Holzer



Dahn

Helmut Levy



Dresden

Gisele Rosner



Düsseldorf

Ida Friedmann



Flehingen

Dieter Brandt



Frankfurt am Main

Ernest Karniol

Werner Kaufmann

Edgar Klausner

Leo Klausner

Edouard Leibsohn

Heinz Leibsohn

Elfriede Lion

Lisel Wassermann



Fürth

Margot König



Hamburg

Werner Gluckstadt

Gerd Italiener

Heinz Italiener



Karlsruhe

Renate Falk



Kassel

Margit Blau

Werner Blau



Kiel

Lotte Abramowicz



Kleve

Erich Meyer



Köln

Manfred Kronfeld

Debora Silber

Gerhard Simons

Hermann Simons



Landau

Dagobert Kott

Werner Kott



Leipzig

Hermann Berger

Stella Berger

Leo Blajwajs

Marion Grodzinski

Brigitte Hirsch

Fred Hirsch

Margarete Hirsch

Hans Last

Georg Neugass

Emmanuel Sigall

Eleonore Zimmermann



Mainz

Helene Marxsohn



Mannheim

Joel Schimmerling

Alfred Süss



Nordhausen

Gerda Messing



Nürnberg

Max Meyer



Ohne Ort

Edith Rawak

Gerhard Rawak

Helga Skotzki

Inge Skotzki



Plauen

Ernst Joseph



Saarbrücken

Edith Wolfermann

Siegfried Wolfermann



Stettin

Hans Muelberg



Stuttgart

Martin Gruenwald



Wiesbaden

Inge Offen


Einstimmig angenommen
28.09.2006
LEIPZIG
Dr. Volker Külow, kulturpolitischer Sprecher der Linkspartei.PDS im Stadtrat von Leipzig und Vorsitzender des Leipziger Stadtvorstandes der Partei, beantragte in der vergangenen Woche die Präsentation der Ausstellung "Elftausend Kinder" im Leipziger Hauptbahnhof. Der Antrag wurde von sämtlichen Fraktionen einstimmig angenommen. Wir dokumentieren den Wortlaut von Dr. Külows Rede.



"Mit dem vorliegenden Antrag möchte unsere Fraktion an eines der dunkelsten Kapitel der NS-Zeit erinnern, das auch in unserer Stadt Spuren hinterlassen hat, die allerdings bis heute unsichtbar geblieben sind: die Deportation von über 11.000 jüdischen Kindern aus Frankreich in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz in den Todeszügen der Deutschen Bahn, die nicht nur über den Eisenbahnknoten Leipzig rollten, sondern ausweislich des Zuglaufplanes von 18.21 Uhr bis 19.05 Uhr hier sogar jeweils Station machten.



Dank des unermüdlichen jahrzehntelangen Engagements der beiden französischen Publizisten Serge und Beate Klarsfeld, die Fotos und letzte Briefe der ermordeten Kinder in ihrem Gedenkbuch "Kinder des Holocaust" gesammelt haben, existiert seit 2002 auch eine Wanderausstellung, die das schreckliche Schicksal dieser Kinder dokumentiert und ihnen einen Namen und oftmals auch ein Gesicht zurückgegeben hat. In dieser erschütternden Publikation wird u.a. nachgewiesen, dass mindestens 36 Kinder und Jugendliche zwischen vier und siebzehn Jahren aus Leipzig stammen, die später von Frankreich aus nach Auschwitz deportiert wurden. Nach dem Machtantritt Hitlers hatten sie mit ihren Eltern aus unserer Stadt fliehen müssen; 10 Jahre später kehrten diese Kinder in Viehwaggons der Deutschen Reichsbahn für wenigen Minuten nach Leipzig zurück, um anschließend in Tod zu fahren.



Es überschreitet sicher uns aller Vorstellungsvermögen nachvollziehen zu können, welche Gedanken diese Unglücklichen in diesem Augenblick bewegt haben mögen. Einer von ihnen war Georg Neugass. Das Ehepaar Rudolf und Erna Neugass hatte in der ersten Fluchtwelle mit ihren Kindern, dem damals achtjährigen Georg und der vierjährigen Ruth sowie mit Rudolfs Mutter Lucy Neugass am 31. März 1933 ihre Heimatstadt Leipzig, wo sie in der Karl-Tauchnitz-Straße 19 gewohnt hatten, verlassen. Die Emigranten wandten sich nach Paris und fanden dort eine Zuflucht und ein Auskommen. Bei der ersten Großrazzia im Juli 1942 wurde die Familie Neugass in Paris verhaftet und anschließend in Drancy interniert. Am 7. September 1942 wurde Georg Neugass mit den Eltern und der Großmutter nach Auschwitz deportiert und unmittelbar nach der Ankunft in Birkenau ermordet.



Leider hat es die Deutsche Bahn AG, deren Vorläuferorganisation für jeden Deportierten vier Pfennig pro Kilometer kassierte, bis zum heutigen Tag nicht vermocht, Georg Neugass und seine tausende Leidensgenossen angemessen zu ehren. Vielmehr versuchte der Vorstand der Bahn über viele Jahre, die Erinnerung an die Deportationen mit billigen Ausflüchten zu verhindern. Mit der vorliegenden Wanderausstellung, die mit sehr viel Resonanz in den Jahren 2002 bis 2004 auf insgesamt 18 französischen Publikumsbahnhöfen gezeigt wurde, eröffnet sich nunmehr auch in der Bundesrepublik die Chance, diesen skandalösen Zustand zu beeenden.



Unsere Fraktion begrüßt in diesem Kontext daher ausdrücklich die gegenwärtigen Bemühungen des Verkehrsministers Tiefensee, der sich gegenüber dem Vorstand der Deutschen Bahn AG persönlich für die Präsentation der Ausstellung auf den betroffenen deutschen Bahnhöfen einsetzt. Mit der heutigen Beschlussfassung kann der Leipziger Stadtrat die vielfältigen Bemühungen der Initiatoren der Ausstellung "11.000 Kinder" mit einem positiven Signal unterstützen. Die Ausstellung wäre zugleich ein deutliches Zeichen im weiteren Kampf gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, wie es unserer weltoffenen Stadt gut zu Gesicht steht.



Darüber hinaus würde auch für die lokale Geschichtsaufarbeitung durch die Präsentation der Ausstellung auf dem Leipziger Hauptbahnhof im Sommer des nächsten Jahres ein wichtiger Baustein erbracht, denn nahtlos und sehr konkret kann an ein Ausstellungsprojekt des Stadtgeschichtlichen Museums angeknüpft werden, das für den Herbst vorbereitet wird: Unter dem Titel "Der letzte Weg. Die Deportation der Juden aus Leipzig 1942-1945" wird ab 10. November im Neubau des Museums eine Ausstellung zu sehen sein, die über die Judendeportationen während des Nationalsozialismus aus Leipzig informiert. Wie im Verwaltungsstandpunkt ausgewiesen, wäre durch bereits vorhandenes Bild- und Dokumentationsmaterial bzw. durch ergänzende Recherchen problemlos eine inhaltliche Verzahnung beider Ausstellungen möglich.



In diesem Sinne bitte ich Sie im Namen der Linksfraktion um Zustimmung für den von uns eingebrachten Antrag in der heute ausgereichten Form, die wortidentisch ist mit dem Verwaltungsstandpunkt in der vorliegenden 1. Neufassung."

"Täglich ein Zug mit je 5 000 Juden"
Meldung über die erfolgreiche Schleusung polnischer Staatsbürger
Im Juli 1942 meldete der Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium die erfolgreiche Schleusung mehrerer Tausend polnischer Staatsbürger auf dem Schienenweg in das Vernichtungslager Treblinka. Die Deportation von zehntausenden Opfern des rassistischen NS-Regimes in das Vernichtungslager Belzek wird avisiert. Empfänger des Schreibens ist Karl Wolff, Adjudant des "Reichsführers SS". Wolff lebte in der Nachkriegszeit unbehelligt in der Bundesrepublik und wurde erst in Folge des Frankfurter Auschwitz-Prozesses unter Anklage gestellt. Nach wenigen Gefängnisjahren wurde er wegen angeblicher Haftunfähigkeit auf freien Fuß gesetzt.

Protokolle der "Wannsee-Konferenz" vom 20.01.1942
Protokoll 'Wannsee-Konferenz' S.1/166 (PDF-Format)
Protokoll der "Wannsee-Konferenz". Kopie (PDF-Format) des Originaldokuments, das sich im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes in Berlin befindet (Quelle: Inland IIg177, Blatt 166-180):


Zuglauf
Unter Zugnummer "DA-901" (gültig ab 1. November 1943) schleusten die deutschen Behörden ihre aus Frankreich kommenden Auschwitz-Transporte über das Schienennetz der Reichsbahn. Dass sich in den Güterwaggons Menschen befanden, war zumindest bei Tageslicht offenbar und zwischen den Bahnhöfen Frankfurt am Main und Weißenfels nicht zu verbergen.



DA-901

von Le Bourget/Drancy/Paris

weiter nach

an ab
Saarbrücken1.18 Uhr1.30 Uhr
Homburg2.152.17
Kaiserslautern 3.02 3.15
Mannheim 5.05 5.35
Frankfurt/Main/Süd 7.24 7.46
Fulda 9.53 10.00
Burghaun 10.26 11.20
Fassdorf 12.00 12.00
Erfurt 14.03 14.19
Apolda 15.02 16.04
Weißenfels 16.58 16.58
Engelsdorf Mitte18.21 19.05
Wurzen 19.42 19.42
Dresden 21.36 22.53
Dresden Neust. Hoff. 23.00 23.05
Görlitz 1.37 1.55
(...)
Auschwitz 16.49

Deportation Lille
Meldung des Polizeikommissariats von Lille
Meldung des Polizeikommissariats von Lille über die erfolgte Deportation französischer Juden am 12. September 1942. "Die infragestehenden Operationen wurden ausschließlich von der Feldgendarmerie durchgeführt, sodaß ich in Unkenntnis der Anzahl der festgenommenen Personen bin."

Plakette in der Gedenkstätte Auschwitz
Plakette
Im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz erinnert diese Plakette an die über 73.000 französischen Juden, darunter elftausend Kinder, die hier ermordet wurden.

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