Ausstellung
Über mehrere Jahre wanderten Fotos und Dokumente der 11.000 deportierten
Kinder durch die Bahnhöfe des französischen Staatsunternehmens SNCF (Société Nationale des Chemins de Fer). Die Gesellschaft stellte nicht nur Bahnhofshallen oder Gleisbereiche
zur Verfügung, sondern sorgte auch für den Transport der Ausstellungsteile
und für die Bewachung. Das großzügige Entgegenkommen der SNCF war möglich,
obwohl (oder weil) die französischen Staatsbahnen ihre geschichtliche
Verantwortung nicht leugnen. Die auf deutschen Befehl vollzogenen
Deportationen wurden von französischen Dienststellen umgesetzt; die
logistische Abwicklung der Schienentransporte bis zur Grenze bei Saarbrücken
lagen weitgehend in französischer Hand. Zu dieser Verantwortung bekannte
sich der Präsident der SNCF bei Eröffnung der Ausstellung auf dem Gare du
Nord in Paris. Die Verantwortung für die Schleusung der Kindertransporte
nach Auschwitz (über Mannheim, Frankfurt, Fulda, Leipzig und Dresden) lag bei der Deutschen Reichsbahn (DR), dem Vorgängerunternehmen der heutigen
Deutschen Bahn (DB).








