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Claude Grungrass
an elftausend deportierte Kinder, darunter mehr als 500 Angehörige deutscher Emigranten, veröffentlichen wir Fotos der in Auschwitz Ermordeten.
Ausstellung
der Organisation "Fils et Filles  des Déportés Juifs de France (FFDJF/Söhne und Töchter der jüdischen Deportierten Frankreichs) .
Ausstellung




Über mehrere Jahre wanderten Fotos und Dokumente der 11.000 deportierten Kinder durch die Bahnhöfe des französischen Staatsunternehmens SNCF (Société Nationale des Chemins de Fer). Die Gesellschaft stellte nicht nur Bahnhofshallen oder Gleisbereiche zur Verfügung, sondern sorgte auch für den Transport der Ausstellungsteile und für die Bewachung. Das großzügige Entgegenkommen der SNCF war möglich, obwohl (oder weil) die französischen Staatsbahnen ihre geschichtliche Verantwortung nicht leugnen. Die auf deutschen Befehl vollzogenen Deportationen wurden von französischen Dienststellen umgesetzt; die logistische Abwicklung der Schienentransporte bis zur Grenze bei Saarbrücken lagen weitgehend in französischer Hand. Zu dieser Verantwortung bekannte sich der Präsident der SNCF bei Eröffnung der Ausstellung auf dem Gare du Nord in Paris. Die Verantwortung für die Schleusung der Kindertransporte nach Auschwitz (über Mannheim, Frankfurt, Fulda, Leipzig und Dresden) lag bei der Deutschen Reichsbahn (DR), dem Vorgängerunternehmen der heutigen Deutschen Bahn (DB).
Schulklassen
In sämtlichen Ausstellungsstädten besuchten u.a. Schulklassen die Bahnhöfe und konnten sich über das Schicksal der deportierten Kinder informieren Tausende der nach Auschwitz Verschleppten waren in den heutigen Ausstellungsstädten zu Hause gewesen.
Bordeaux
Die Bahnhofsausstellungen wurden von mehreren französischen Stadtverwaltungen zum Anlaß genommen, die Lokalgeschichte der Deportationen zu untersuchen und der Kinder durch Namensplaketten in den Bahnhöfen zu gedenken. Das Foto zeigt den Bürgermeister von Bordeaux bei der Ausstellungseröffnung im Januar 2004.
Ausstellung
"Es waren mehr als 11.000" heißt es auf dem Ausstellungstranspartent. Unter den Reichsbahn-Deportierten befanden sich etwa 500 Kinder aus Deutschland und rund 100 aus Österreich. Sie waren mit ihren Eltern aus Deutschland geflohen oder in der Emigration geboren. Auch Kinder polnischer und rumänischer Familien wurden von der Reichsbahn nach Auschwitz geschleust.

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